Kategorie: Schularbeiten
Eingesendet: 21.09.2008
Wörter: 7233
Autor: Fohli
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Das Passivhaus

Facharbeit:
Das Passivhaus

Von: ....
Abgabetermin: 6.3.2008

Durch die vielen Methoden Energie zu erzeugen und dem wachsendem Energieverbrauch wird mehr und mehr CO2 ausgestoßen (z. B. bei der Verbrennung von Holz- und Steinkohle). Durch den steigenden CO2-Gehaltehalt in der Luft wird der Treibhauseffekt verstärk. Eine Möglichkeit den CO2-Ausstoß zu verringern (damit der Treibhauseffekt sich nicht weiter verstärkt)wären Häuser zu bauen, in denen man keine Energie verschwendet, wie zu Beispiel den Passivhäusern. 1
Das Passivhaus ist eine Weiterentwicklung des NEHs (Niedrigenergiehaus). In einem Passivhaus herrschen sowohl im Sommer als auch im Winter behagliche Temperaturen, ohne dass es ein separates Klima- bzw. Heizsystem besitzt. Im Vergleich zum Niedrigenergiehaus verbraucht ein Passivhaus ca. 80% weniger Heizenergie. Umgerechnet in Heizöl kommt ein Passivhaus im Jahr mit weniger als 1,5 l pro Quadratmeter aus. Das Passivhaus erreicht diese sensationellen Einsparungen nur durch seine zwei Grundprinzipien (Wärmeverluste vermeiden und freie Wärmegewinne). 2 Durch eine sehr gut gedämmte Gebäudehülle (Dämmstärke von 25- 40 cm) und Fenster mit einer Dreifach-Wärmeschutzverglasung bleibt die Wärme im Haus. Für Fischluft sorgt eine Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnung. Mehr als 80% der fühlbaren Wärme muss im Wärmeüberträger von der Abluft an die Frischluft abgegeben werden (s.Abb.1). Die Frischluft ist durch die Lüftung Staub- und Pollenfrei, was besonders Allergiker und Asthmatiker sehr schätzen. Die Wärmegewinne erzielt das Passivhaus durch die Fenster und die Wärmeabgabe von Menschen und Haushaltsgeräten. Im Sommer wird die Überhitzung der Räume durch Jalousien bzw. Vorhänge oder einen Balkon verhindert (Verschattung). Im Winter bleibt die Wärme über den Wärmeüberträger der Komfortlüftung im Haus. Und man kann auf ein separates Heizsystem verzichten. 3
Legende: Warme Frischluft Warme Abluft Kalte Frischluft, bzw. Abluft Das Lüftungssystem: 4 Abb.1

Ein Beispiel, dass es wirklich funktioniert ist das erste Passivhaus Deutschlands: Die langjährigen Messungen belegen, dass selbst im Jahrhundertwinter 1996/97 mit Tagesmitteltemperaturen von bis zu -14 °C die benötigte Heizleistung in den vier Wohnungen so gering waren, dass man einen Raum mit 20 m² Wohnfläche mit zwei Standard-75 Watt-Glühbirnen hätte heizen können. Dabei lagen die Raumlufttemperaturen in dem Vierfamilienhaus tagsüber ständig über 20 °C.5
Das Passivhaus ist auch für einen Normalverdiener bezahlbar, denn die Mehrkosten für die verbesserten Fenster, für Lüftung und Dämmung werden zum größten Teil durch die Passivhaus-Förderung der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) aufgefangen. Die KfW fördert den Bau von Passivhäusern mit 50.000€ pro Haus. Zusätzlich gibt es auch regionale Förderprogramme. Außerdem ist das Passivhaus mit einiger Zeit auch günstiger als ein konventioneller Neubau, da durch den besonderen Aufbau viel Energie gespart wird.6 Die Grundsätze, die den Leitfaden zum Bau der Passivhäuser bilden, sind Folgende:
1. Dämmung und Kompaktheit → alle Bauteile der Außenhülle sind sehr gut gedämmt → Ecken, Kanten, Anschlüsse,… müssen ebenfalls gut geplant werden
2. Südorientierung und Verschattungsfreiheit → Voraussetzungen für die „passive“ Solarenergiegewinnung
3. Passive Vorerwärmung der Frischluft → Frischluft kann über Erdreich-Wärmetauscher vorgewärmt werden (s.Abb.1)
4. Hochwirksame Rückgewinnung der Wärme (aus Abluft mit einem Gegenstromwärmeüberträger) → Komfortlüftung sorgt nicht nur für gute Luft sondern auch für Energieeinsparung
5. Erwärmung des Brauchwassers ( mir regenerativen Energien) → Mit Solarkollektoren und Wärmepumpen wird Energie für Warmwasserversorgung gewonnen
6. Energiespargeräte für den Haushalt → Kühlschrank, Lampen,… hocheffiziente Stromspargeräte → unverzichtbar für ein Passivhaus 7
Wäre ein Passivhaus nicht sinnvoll, würden die KfW und andere Organisatoren den Bau der Passivhäuser nicht fördern. Ich schließe mich der Meinung an, das man den CO ausstoß verringern sollte, denn durch die Verstärkung des Treibhauseffektes werden die jetzt schon vom Aussterben bedrohte Tiere und Pflanzen ganz ausgerottet und nach einiger Zeit wahrscheinlich ein Großteil des gesamten Lebens der Erde. Das Passivhaus ist durch die Energiesparsamkeit ein geeigneter Beitrag zur Rettung der Erde.
Meiner Meinung nach, sollte man mehr Passivhäuser bauen und die Altbauten (auch wenn sie schön sind) nicht mehr bewohnen. Man sieht in Abb.2, den Unterschied des Energieverbrauchs zwischen Passivhäusern, Altbauten und anderen Häusern. Im Gegensatz zum Passivhaus (ca. 20 kWh pro m²) verbraucht der Altbau ca.220 kWh pro Std.!Nicht nur Die Heizenergie, sondern auch die Warmwasserenergie sinkt durch die besondere Konstruktion des Passivhauses.

Abb.2 Vergleich: Passivhaus/Altbau,… 8

Quellen:
1. Brockhaus (F. A. Brockhaus GmbH), Mannheim 2002, Weltbild Verlag (10.2.2008)
2. https://creativeproxy.uimserv.net/?p=TG9nb3V0QWRQcm94eS5zZXJ2aWNlPXNraW5uYWJsZWxvZ291dGZyZWVtYWlsJnNpdGU9ZnJlZW1haWwmcGc9dyZwYT0xNCZwcD1EX18zMjc5MSZwbj0yAA (3.2.2008)
3. http://images.google.de/imgres?imgurl=http://www.stolte-bau.de/images/passivhaus.jpg&imgrefurl=http://www.stolte-bau.de/passivhaus/index.php&h=269&w=420&sz=24&hl=de&start=20&tbnid=NljlzJyh0M-e-M:&tbnh=80&tbnw=125&prev=/images%3Fq%3DPassivhaus%26start%3D18%26gbv%3D2%26ndsp%3D18%26hl%3Dde%26sa%3DN (5.2.2008)
4. http://www.passiv.de/01_dph/St-dph/EKW.jpg (20.2.2008)
5. http://www.passiv.de/01_dph/St-dph/WasPH/WasPH.htm (5.2.2008)
6. http://www.stolte-bau.de/images/passivhaus.jpg (5.2.2008)

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