Kategorie: Religion
Eingesendet: 31.12.2006
Wörter: 20439
Autor: legalillegal
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Atheismus

Was ist Atheismus?
Als Theismus bezeichnet man den Glauben an Gott. Als Atheismus demgegenüber einen Nicht-Glauben an Gott (A- ist eine Silbe der Verneinung).

Ein Atheist ist jemand, der nicht an Gott glaubt. Er ist nicht unbedingt jemand, der glaubt, es gäbe kein Gott. Mehr steckt tatsächlich nicht dahinter. Nach einem landläufigen Vorurteil ist ein Atheist ein Mensch, der glaubt, dass es keinen Gott gibt. Diese Haltung bezeichnet man als positiven oder starken Atheismus - sie wird ziemlich selten vertreten. Eine Position, bei der nur einfach der Glauben an Gott fehlt, nennt man negativen oder schwachen Atheismus.

Atheisten werden oft als Gottlose bezeichnet, meist mit dem Vorwurf, ein Atheist habe auch keine Moral. Das ist aber völlig falsch - eine Haltung, bei der die Moral abgelehnt wird, bezeichnet man als Nihilismus oder als Amoralismus. Ein Atheist kann, muss aber nicht Nihilist oder Amoralist sein. Auch die meisten Atheisten folgen einer Moral (dazu später mehr), nur dass sich ein Atheist zur Begründung seiner Moral nicht auf Gott beruft.

Grundüberzeugung: Toleranz metaphysischer Bedürfnisse.
Der Mensch hat mehr oder minder ausgeprägt metaphysische Bedürfnisse, die ihm nur ein schöpferischer Glaube erfüllen kann.
Ideologischer, weltanschaulicher oder religiöser Glaube ist eine schöpferische, kreative und konstruktive Kulturleistung. Eine wissenschaftliche Metaphysik kann es nur in dem Sinne geben, indem erforscht wird, wie solche Glauben entstehen, und gelebt werden auf der einen Seite und welche Grundmerkmale von Glauben für diese oder jene weltanschaulich-politischen Ziele mehr oder weniger günstig bzw. ungüstig sind. Gottes AgentInnen sind zu tolerieren, wenn sie selbst andere metaphysische èberzeugungen tolerieren (Missionierung ist z.B. Ausdruck einer solchen Intoleranz), ansonsten als Feinde der humanen Menschenrechte, Wissenschaft und Zivilisation zu bekämpfen.

Grundüberzeugung: Es gibt keinen Gott.
Die Grundlage des Atheismus ist die Überzeugung, dass es da draussen im, “hinter“ oder “über“ dem Universeum kein Wesen gibt, das dieses Universum schuf und dem Menschen ein besonderes Interesse entgegenbringt und ein weiteres, gar ewiges Leben nach dem “ersten“ Ableben vollbringen könnte. Alle Gott angedichteten, herbeigewünschten Eigenschaften sind nach atheistischer Überzeugung wunschgeleitete Phanatsieprodukte, des Menschen.

Der Tod als absoluter und ewiger Friedensstifter.
Die atheistische Grundüberzeugungen haben verschiedene metaphysische Vorteile. So wird der Tod zum Symbol des wirklichen, absoluten und ewigen Friedens. Der Tod ist die Erlösung von allem Unangenehmen und Unsicheren. Der Tod bringt den absoluten und unwiderruflichen ewigen Frieden. Es gibt keinen Schmerz, kein Leid, keine Unsicherheit, kein Hoffen und Harren, kein Bangen und kein Zittern mehr. Der Tod kann verglichen werden mit einer Art ewigen Tiefschlaf, wie es die Friedhofspforten in der Französischen Revolution verkündeten.

Angst und Unsicherheit verschwinden.
Der Atheist brauch keine Angst oder Unsicherheit vor dem “Danach“ zu durchleben, weil es für Verstorbene kein “Danach“ gibt. “Danach“ ist der absolute und ewige Friede, ein wunderschöner Zustand. Die Frage, ob man in den Himmel, in das Paradies, ins Fegefeuer oder in die Hölle kommt, stellt sich für Atheisten nicht. Sie können in vollkommener Ruhe und Sicherheit sterben und dem Tod gelassen entgegen sehen.

Der Tod als entscheidender Wertsetzer für das Leben.
Durch die Gewissheit des Todes erhält das Leben seinen besonderen und einzigartigen Wert. So merkwürdig es klingt: erst die Gewissheit des Todes macht das Leben so grundlegend wertvoll, sofern es denn lebenswert gelebt werden kann und auf mittlere und längere Sicht auch gelebt werden kann.

Der Sinn des Lebens.
Der Sinn des Lebens ist aus atheistischer Sicht das Erleben, Wert-Erleben und die Gestaltung des Lebens. Erleben, leben und sein Leben gestalten ist an sich wertvoll genug. Es bedarf keiner metaphysischen Konstruktion eines Gottes um dem Leben einen oder seinen besonderen Wert zu verleihen. Im Gegenteil: durch die Konstruktion eines schöneren, besseren und glücklicheren Lebens in einem vermeintlichen “Himmel“ oder “Paradies“ wird das gegenwärtige und wirkliche Leben entwertet und zu einem Leben niedriger Klasse herabgewürdigt.

Der Wert des Lebens.
Nach atheistischer Überzeugung kann man das Leben als ein Geschenk der Natur auffassen. Die natürliche Aufgabe eines Menschen ist es, sein Leben zu gestalten und für seine Gestaltung existenzielle Verantwortung zu übernehmen. Da wir nicht weig leben und die meisten auch nicht beliebig siechen ewig leben wollen, wird das Leben als besonders wertvoll und als einmalig angesehen. Eine solche Einstellung dem Leben gegenüber ist ein metaphysischer Vorteil gegenüber der Entwertung, die durch die meisten Religionen erfolgt. Die intensive Bewusstheit “Ich lebe und erlebe“ kann bereits einen positiven mentalen Lebensrausch bewirken: billiger, gesünder, natürlicher und nicht selten auch intensiver als jede Droge.

Diesseits orientiertes Leben in persönlicher Verantwortung.
Der metaphysische Atheismus fördert und fordert die volle Konzentration auf das Leben. Es geht darum, Hier und Jetzt, Heute und Morgen, das Leben mit Werterleben zu füllen und Verantwortung für sich und sein Lebensumfeld zu übernehmen.

Das Schicksal des Menschen.
Das Leben “an sich“ ist kritisch und differenziert betrachtet nicht wertvoll, sondern der Wunsch nach einem möglichst langen Leben ist psychologisch zumeist verknüpft mit einem “lebenswerten“ Leben. Worunter die meisten Menschen oft verstehen, dass sie ihrer selbst noch mächtig sind, sich bewegen und positiv erleben können. Bei der Bewertung eines Lebens darf die individuelle Selbstbestimmung (eigene Art) niemals übergangen werden.

Entstehung der Welt und der Menschen.
Mit dem Glauben an “diese Welt“ wird auch eine andere Welt, eine Welt die ausserhalb unserer Welt ist gebildet. Was aber, wenn “diese Welt“ (– in welcher Gestalt auch immer -)
Immer schon da war und immer dableiben wird? Dann macht die Vorstellung eines Schöpfers und dessen Zerstörers keinen Sinn. Die Vorstellung, dass diese Welt einen Anfang oder ein Ausserhalb hat führt in eine Paradoxie.

Normen und Werte vernünftig, und metaphysisch begründet.
Warum sollte ich die Interesse anderer Menschen berücksichtigen? Ganz einfach: weil sie sonst meine nicht mehr berücksichtigen werden. Sozialverhalten ist so gesehen vernünftig und dem Egoismus dienlich. Kluge EgoistInnen sind sozial. Nur dumme EgoistInnen denken nur an sich. Man muss nicht gut oder darf nicht schlecht sein. Weil ein Katechismus dies gebietet. Man will gut und nicht schlecht sein, weil es der eigenen inneren Überzeugung entspricht. Oder z.B. nach der Goldenen Regel – Was Du nicht willst, dasm an Dir tut, das füg auch keinem andern zu – von Vorteil ist. Sozialverhalten rechnet sich, zumindest in sozial aufgebauten und sozial organisierten Gesellschaften.

Entfremdende Geschäfte mit Gott werden überflüssig.
Bin ich brav und anständig, halte ich mich an die religiösen Vorschriften, Normen und Regeln, um ein Plätzchen im – letztlich sehr fragwürdigen - “Himmel/ Paradies“ zu erhalten?
Die meisten Gläubigen halten sich nicht aus innerster und wirklicher Überzeugung an die Normen und Regeln, sondern aus Angst, bei Gott mittels seiner AgentInnen in Ungnade zu fallen, keine Platz- und Fahrkarte in den Himmel zu erhalten. Heuchelei und entfremdende, pathologische Selbstbeherrschung werden damit überflüssig, der Mensch kann zu sich und seiner wirklichen natürlichen inneren Verfasstheit, etwa in seinem Bedürfnis nach Liebe und Sexualität, frei stehen und sich in seinem Leben aktiv um Befriedigung und Erfüllung kümmern, ohne den drückenden Ballast der mitunter sehr seltsamen und pathologischen Lehren der Gottes-AgentInnen (Propheten, Religionsstifter, Pfarrer, Priester, Heilige ect...)

ALLGEMEIN
Atheisten sind davon überzeugt, dass Gott von den Menschen erschaffen wurde - und nicht umgekehrt. Aus der Behauptung, dass der Mensch Gott erschaffen oder erfunden hat, folgt allerdings, dass ein großer Teil der Menschheit an einer Selbsttäuschung leidet. Wie erklären Atheisten den Ursprung dieser Selbsttäuschung - und ihre Fortdauer?
Philosophen wie Thomas Hobbes und Baruch de Spinoza waren der Auffassung, dass der Glaube an Gott seinen Ursprung in Angst und Aberglauben hat. Sigmund Freud, Karl Marx und andere behaupteten, dass der Trug anhalte, weil der Glaube an Gott den Wunsch nach einem schützenden Vater und nach Unsterblichkeit befriedige, oder, weil er als Betäubungsmittel gegen Elend und das Leiden der menschlichen Existenz wirke.
Menschen, die an Gott glauben, sind entweder davon überzeugt, dass Beweise für ihren Glauben existieren, oder sie denken einfach, dass es keinen Grund gibt, nicht an Gott zu glauben. Erstere halten die Argumente der Atheisten für albern, arglistig, irreführend, schwach, substanzlos oder lächerlich. Letztere betrachten die Atheisten als Sturköpfe, die nicht bereit seien, ein Risiko einzugehen, um zu einer möglichen, erhabenen Wahrheit zu gelangen. Keine der beiden Gruppen betrachtet jedoch ihre eigenen Argumente und Ansichten mit dem gleichen kritischen Blick, den sie auf die Atheisten wirft.
Schwacher und Starker Atheismus
Als eine gute Unterscheidung gilt hier allgemein die zwischen schwachem (negativem, implizitem) und starkem (positivem, explizitem) Atheismus. Die Unterscheidung liegt im Unterschied der beiden Aussagen:
Ich bin nicht überzeugt, dass es Götter gibt. (= schwacher Atheismus)
Ich bin überzeugt, dass es keine Götter gibt. (= starker Atheismus)

Schwacher Atheismus
Der schwache Atheismus kommt ohne den Glauben an Götter aus, verneint jedoch nicht die Möglichkeit der Existenz von Göttern. Dabei werden verschiedene Begründungen geltend gemacht:
· Pragmatischer Atheismus: Dieser behauptet, dass eine Erklärung der Welt auch ohne Annahme von Göttern auskomme. Die Existenz von Göttern wird zwar nicht ausgeschlossen, aber die Vorstellung, sie würden existieren, wird als unnötig oder unnütz bezeichnet. Ein Pragmatiker (Alltagsbegriff) und Pragmatist (Philosophie) ist jemand, der die Wahrheit von Dingen nach ihrer praktischen Bewährung und ihrem Nutzen für die Praxis beurteilt. Gott oder Götter sind für viele Pragmatiker und Pragmatisten (wenn auch nicht für alle) unnütz, weil sie bei der Beurteilung und Erklärung der Welt aus ihrer Sicht keinen Nutzen bieten.
· Agnostizismus: Dieser behauptet, dass Götter mit den Mitteln menschlicher Vernunft nicht erkennbar seien (intelligibler Agnostizismus) oder dass für die Annahme von Göttern nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten die Beweise/Belege fehlten (szientistischer Agnostizismus). Im intelligiblen Agnostizismus kann man wieder unterscheiden zwischen stark und schwach: Der schwache Agnostizismus behauptet nur, dass Götter möglicherweise nicht, oder noch nicht erkennbar seien, der starke hingegen, dass Götter mit den Mitteln der menschlichen Vernunft prinzipiell nicht erkennbar seien (siehe hierzu weiter unten Rationalistischer Atheismus). Die Zuordnung des Agnostizismus zum Atheismus ist umstritten, er kann auch als eigenständige weltanschauliche Grundhaltung angesehen werden.

Starker Atheismus
Vertreter eines starken Atheismus sind davon überzeugt, dass es keine Götter gibt. Sie verneinen also direkt die Existenz von Göttern. Hierfür findet sich gelegentlich auch der Begriff Antitheismus. Wiederum werden verschiedene Begründungen unterschieden:
· Rationalistischer Atheismus: Dieser geht von der zusätzlichen Annahme aus, dass nur das existieren könne, was auch durch menschliche Vernunft prinzipiell erkennbar ist (ontologischer Epistemologismus). Und weil Götter prinzipiell nicht erkennbar seien, könnten sie auch nicht existieren.
· Theodizee-Atheismus: Dieser behauptet, dass es auf Grund des Leidens und der Ungerechtigkeit auf der Welt keine(n) (allgütigen oder allmächtigen) Gott oder Götter geben könne. In seiner weniger radikalen Form kann der Theodizee-Atheismus auch als schwacher konditionaler Atheismus auftreten: „Wenn ein Gott existiert, dann kann er angesichts des Übels auf Erden nicht allmächtig oder nicht allgütig sein“. Die Existenz eines Gottes wird dabei zwar nicht verneint, jedoch in seinen Eigenschaften begrenzt. Es ist dann eine theologische Frage, ob ein solches Wesen noch als Gott bezeichnet werden kann. Der Theodizee-Atheismus wird durch die typische Frage: „Warum lässt ein Gott zu, dass...“ begründet sowie durch die Ablehnung eines endgültigen Erklärungsversuches: „Gottes Wege sind unergründlich.“.

Atheismus und seine Einteilung

Wir gehen von sieben Grundtypen des Atheismus aus. Diese Einteilung erfolgt weniger nach historischen, als nach inhaltlich – weltanschaulichen Gesichtspunkten.

1. DIE ABLEHNUNG GOTTES IM NAMEN DER VERNUNFT Der Rationalistische Atheismus

1. DIE ABLEHNUNG GOTTES IM NAMEN DER NATUR Der Naturalistische Atheismus

1. DIE ABLEHNUNG GOTTES IM NAMEN DES MENSCHEN Der Marxistische Atheismus

1. DIE ABLEHNUNG GOTTES IM NAMEN DES LEBENS Der Vitalistische Atheismus

1. DIE ABLEHNUNG GOTTES IM NAMEN DER MÜNDIGKEIT Der Psychologische Atheismus

1. DIE ABLEHNUNG GOTTES IM NAMEN DER FREIHEIT Der Existentialistische Atheismus

1. DIE ABLEHNUNG GOTTES IM NAMEN DER LEIDENDEN KREATUR

Geschichte des Atheismus im Schnelldurchgang

Die frühesten Anzeichen an Atheistische Tendenzen zeigten sich schon im 6. Jahrhundert vo Christus. Hierzu zählen Jainismus und Samkhya sowie das Vaisheshika und Nayaya.

Der Buddhismus, der im 5. Jh. v. Chr. in Indien entstand, und der Daoismus, der im 4. Jh. v. Chr. in China entstand, negieren die Existenz einer Schöpfergottheit.

Ob die Hebräer einen theoretischen Atheismus kannten, ist umstritten. An einigen Stellen des Alten Testamens könnte es jedoch Belege für die Existenz geben. So z.B. Psalm 10. Nie wird er strafen, es gibt keinen Gott.

Mittelalter: Traditionell wird das „christliche Mittelalter“ als Zeitalter angesehen, in dem die Menschen, mit der Ausnahme kleiner jüdischer und muslimischer Minderheiten, einhellig dem Christentum angehangen hätten. Allerdings wurde dieses Bild in jüngerer Forschung verfeinert und teilweise korrigiert: Zahlreiche Historiker gehen nun davon aus, dass es im Mittelalter sehr wohl Atheismus gab, und zwar sowohl in seiner praktischen, als auch – zumindest ansatzweise – in seiner theoretischen Form. Der Glaube habe das Mittelalter zwar dominiert, der Atheismus habe aber im Leben und Denken einer Minderheit überdauert. In jedem Fall erschwert die oft dürftige und fast durchgängig christlich geprägte Quellenlage eine definitive Zuordnung einzelner Denker oder Personengruppen zum Atheismus.
Seit dem 13. Jahrhundert ist eine zunehmende Kritik christlich-katholischer Glaubensinhalte zu beachten.
Im 12. Jahrhundert provozierten die Goliarden, junge städtische Studenten, in ihren Liedern mit z. T. bewusst obszönen atheistischen Positionen wie „ich bin begieriger nach Wollust als nach dem ewigen Seelenheil“. Eine skeptische Haltung in Bezug auf viele Glaubenssätze nahmen auch die englischen Lollarden ein. Auch einige der so genannten „Blasphemiker“ könnten Atheisten gewesen sein. So bezeichnete Simon von Tournai sowohl Moses, als auch Jesus Christus und Mohammed als Betrüger. Im Volk ist die Existenz von Ungläubigen in zahlreichen Berichten von Wundern bezeugt. Zudem lassen sich im einfachen Bauernvolk naturalistisch-atheistische Positionen nachweisen. So wurde unter anderem die Existenz einer unsterblichen Seele und die Wiederauferstehung Christi verneint.

Das Zeitalter der Aufklärung brachte den ersten theoretisch ausformulierten Atheismus der Neuzeit mit sich.

Im 19. und 20. Jahrhundert, spielten dann Marx, Engels und Feuerbach eine sehr wichtige Rolle zum Atheismus. Genauer der Materialistische Atheismus wird formuliert und entworfe

Wer ist eigentlich Gott?

* eine Illusion oder Wirklichkeit
* der alliebende Vater oder der “grausame Jäger”(Nietzsche)
* Opium oder das Gewissen
* ein höheres Wesen oder die Tiefe der Welt
* die Weltordnung oder das Gute im Menschen
* Eine “Fröhlichkeitspille” (G.Benn) oder das blindzuschlagende Schicksal
* Eine Person oder ein anderes Wort für Mitmenschlichkeit
* Der “Allumfasser” (Goethe) oder das unfaßliche Geheimnis
* Der “Dunkle Unbewußte” (Rilke) oder der Aufheller dunkler Stunden
* Ein Grenzwort für alles Unbegreifliche oder theologisches Spielzeug
* Die Verabsolutierung menschlicher Süchte und Sehnsüchte oder der unverrechenbare Rest unseres Lebens
* ein Geist oder der , der in Jesus Christus Fleisch geworden ist?

Wer ist dieser Gott? Dieser Frage kann niemand ausweichen, ganz gleich ob er Gott bejaht oder verneint. Die Frage nach Gott ist keine akademische Frage. Sie ist die Frage des Menschen nach Grund und Sinn seiner Existenz. Theismus (=Gottesglaube) und Atheismus kommen in der gleichen Weise von ihr nicht los.

Der Atheismus

Für viele Menschen ist Gott ein “überflüssiges Relikt” aus einer vergangener Epoche. Ein Erinnerungsstück- gewiß, das mitunter sogar liebevoll aufbewahrt und demgegenüber man so etwas wie eine ironische Treue empfindet. Aber eben etwas, was man nicht mehr gebrauchen kann im Leben.
Die moderne industrialisierte Welt kann sich aus sich selber erklären. Sie bedarf zu ihrer Erklärung keiner Gottesvorstellung mehr. Sie kommt ohne Gott aus.

Die Technik , die alles machbar macht, ersetzt heute das Gebet. Wo der vorindustrielle Mensch auf Gottes Hilfe im Gebet angewiesen war, verläßt sich der moderne Mensch auf ein selbstgeschaffenes Sicherungssystem, mit dem er sich vor Unglück und Not schützt, vom Blitzableiter bis hin zur Krankenversicherung und zum Pensionsanspruch.
Weil Gott ohnehin überflüssig ist, macht man sich gar nicht mehr die Mühe ihn abzulehnen.
Man spricht vom praktischen oder stillschweigenden Atheismus.

Anders der dezidierte oder Überzeugungsatheismus, der die Gottesvorstellung ausdrücklich bekämpft und den praktischen Atheismus zu Ende denkt.
Er bestreitet nicht nur - wie jener- die Brauchbarkeit Gottes, sondern Gott selber. Die Anfänge des Überzeugungsatheismus liegen in der Aufklärungszeit (Vernunftzeitalter 17.und 18.Jhdt.).
Erbarmungslos brach er im 19. und 20. Jahrhundert in die Umzäunungen der traditionellen Theologie ein.
Er war die schärfste Herausforderung des Christentums seit seinem Bestehen. Es wurden Antworten gegeben auf Fragen die gar nicht gestellt wurden, und Fragen, die gestellt wurden, nicht beantwortet.
Früher sahen Theologen und Kirchenmänner im Atheismus etwas rein Negatives. Sie unterstellten ihm bösen Willen, Dummheit, Sünde oder etwas Kriminelles und Dämonisches. Heute haben nicht wenige, nicht zuletzt auf Grund ihrer persönlichen Begegnung mit Atheisten ein gerechtes Atheismusbild. Nicht wenige Atheisten und Christen bauten ihre Vorurteile ab und schlossen sich zusammen im gemeinsamen Kampf für eine menschliche Welt. Sie erkennen den Atheismus relativ an und geben zu, daß er gewisse Verdienste hat und Positives leisten kann.
Die dialogische Offenheit ist auf seiten der Christen und Atheisten, wenn auch aus verschiedenen Motiven, gewachsen.

Anmerkung des Einsenders: -Referat dauerte mit kleinem Film(5min) und ausweich Texten ca. 40min..

-Wer ganzes Referat mit Film, Statistiken und Power Point Presentation will, soll sich melden.. (dazu auch noch die 7Formen des Atheismus ausformuliert und erklärt)

- Referat war gut bis sehr gut...

9 Kommentare

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10. Januar, 18:36 Uhr
von Dave

Hallo,ich brauche auch dein referat wenn das geht wäre echt schön.Danke

Yasm2ne
01. März, 18:49 Uhr
von Yasm2ne

Hätte gerne dein referat und das video !!

Yasm2ne
01. März, 18:49 Uhr
von Yasm2ne

Hätte gerne dein referat und das video !!

Pila
20. Januar, 18:53 Uhr
von Pila

Hi,ich hätte gerne das Referat !
Danke!

criss1286
11. Dezember, 20:06 Uhr
von criss1286

Hallo,ich brauche auch dein referat wenn das geht wäre echt schön.Danke.

criss1286
11. Dezember, 20:06 Uhr
von criss1286

Hallo,ich brauche auch dein referat wenn das geht wäre echt schön.Danke.

19. März, 22:45 Uhr
von Adrian

hey brauche dein referat bitte ich komme einfach nicht weiter. welcher film war das?

people
15. März, 16:43 Uhr
von people

heyich würde mich für deinen 5min Film interessieren..kannst du den mir per email schicken??

02. Februar, 22:45 Uhr
von mina

Huhu
würde mir gerne mal dein Referat ansehen, könntest du es mir per Mail zuschicken?
Danke