Kategorie: Geschichte
Eingesendet: 12.04.2007
Wörter: 21460
Autor: Whity89
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Die französische Revolution

Die Stände:

 

1. Stand: Die
Geistlichkeit, auch Klerus genannt. Zu ihm gehörten Kardinale (hohe, reiche

  Geistliche), Bischöfe und Priester. Sie
machten 0,5% der Bevölkerung aus.

2. Stand: Der Adel. Zu ihm gehörten
Herzoge und Fürsten. Sie machten 1,5% der

 Bevölkerung aus.

3. Stand: Das war
die restliche Bevölkerung. Zu ihm gehörten reiche Bürger wie Anwälte

 und
Ärzte, aber auch arme Leute wie die Bauern, Tagelöhner und kleine Kaufleute.


1. Ursachen


Hungersnöte:

Die Bauern mussten ihrem Herren 1/3
ihrer Ernte abgeben. Dazu kamen noch zusätzliche Steuern wie die Kriegssteuern,
Getränkesteuer, Salzsteuer und die Grundsteuer. Nicht einmal die Hälfte des
erworbenen Geldes der Bauern blieb übrig. Deshalb konnten sie sich nicht genug
zu Essen kaufen. Der Brotpreis stieg durch Überschwemmungen, Dürre und Hagel um
ein Vielfaches. Aber nicht nur der Brotpreis stieg, sondern auch das Fleisch
stieg um 67% und das Brennholz um 91%. Da das Brot das wichtigste
Nahrungsmittel war, wurde es immer weniger und somit wurden die Schlangen vor
den Bäckerläden immer länger. Vor allem traf es die Frauen, da sie sich
stundenlang anstellen mussten um ein Laib Brot zu bekommen. Manchmal kam es zu
Plünderungen von Bäckerläden und Getreidewagen.

 

Lage der Bevölkerung:

Die Menschen des dritten Standes lebten
häufig sehr schlecht. Am schlimmsten traf es die Bauern und die Tagelöhner, die
sich für einen Arbeitstag nur ein Laib Brot leisten konnten. Wer zum dritten
Stand gehörte, hatte kein Mitspracherecht in der Politik und musste die
gesamten Steuern bezahlen. Der zweite Stand verlangte von den Bauern zusätzlich
1/10 ihrer Ernterträge. Die Steuereintreiber nahmen keine Rücksicht auf
Missernten oder Preiserhöhungen. Es wurde sogar bei der Steuereinnahme
betrogen, um sich selber zu bereichern. Die Menschen des dritten Standes
konnten sich gegen diese Ungerechtigkeit nicht wehren, da die Richter dem
zweiten Stand angehörten und sich oft bestechen ließen. Während die Bevölkerung
unter den steigenden Preisen, Missernten und Steuern litt, wurde im Hofe
reichlich viel Geld für aufwendige Feste, teure Kleidung und Schmuck
ausgegeben.

 

Ungerechte Landverteilung:

Was die Bevölkerung noch
verärgerte, war die ungerechte Landverteilung. Denn der erste und zweite Stand
besaß 3/4 des französischen Bodens und die restlichen 1/4 gehörten dem dritten
Stand an. Dazu kam noch, dass der Boden der dem dritten Stand gehörte sich
schlecht bewirtschaften ließ. Auch das führte zu schlechten Erntejahren.

 

2. Verlauf der Französischen
Revolution


Die Einberufung der Generalstände:

 

Durch die hohen Schulden des
Staates und durch die Missernten in den Jahren 1787 und 1788 wusste der König
nicht mehr weiter und entschloss sich die Generalstände am 5. Mai 1789 einzuberufen.
(Die Generalstände waren die drei Stände mit ihren erwählten Abgeordneten) Es
war so weit. Die Generalstände wurden zum ersten mal seit 175 Jahren in
Versailles wieder einberufen. Der erste und der zweite Stand wählten je 300
Abgeordnete und der dritte Stand durfte 600 Abgeordnete wählen. Der König
wollte durch die Generalstände erreichen, dass die Schulden des Staates
verringert werden. Aber die Stände hatten ein anderes Ziel vor Augen. Der Adel
und Klerus wollten mehr Macht und der dritte Stand wollte seine allgemeine Lage
verbessern, die Privilegien (Vorrechte) des Adels abschaffen und sie wollten
Freiheit (Liberté), Gleichheit (Egalité) und Brüderlichkeit (Fraternité). Der
König ließ dann alle drei Stände abstimmen. Jeder Stand sollte getrennt für die
Steuererhöhungen abstimmen. Der Adel und der Klerus waren für Steuererhöhungen,
aber der dritte Stand war dagegen. Er wollte nicht nach Ständen, sondern nach
Köpfen abstimmen. Damit war der König nicht einverstanden. Somit erklärte sich
der dritte Stand am 17. Juni 1789 zur Nationalversammlung.
(=Versammlung der Nation)

Sie forderten den ersten und den
zweiten Stand auf, sich ihnen anzuschließen, was auch einige taten. Der König
ließ am 20. Juni 1789 den Sitzungssaal gewaltsam schließen. Nun fand die
Nationalversammlung im Ballhaus des Schlosses statt. Dort schlossen sich die
übrigen Abgeordneten des ersten und zweiten Standes der Nationalversammlung an.
Im Ballhaus schworen alle Stände sich niemals zu trennen, bevor das Königreich
eine Verfassung hatte. Die Verfassung sollte die Rechte und Pflichten des
Königs und des Volkes festlegen, damit niemand mehr absolut herrscht.
Das war der sogenannte Ballhausschwur.

 

 

 

Der Sturm auf die Bastille:


Die eigentliche Revolution begann
mit dem Sturm auf die Bastille. (Die Bastille war ein Staatsgefängnis) Während
die Nationalversammlung im Ballhaus saß, ließ Ludwig XVI in Versailles eine
Armee aufstellen. Durch die Armee des Königs dachte man in Paris, dass der
König die Nationalversammlung vernichten wollte. Die Nationalversammlung war
die einzigste Hoffnung des Volkes, ihre schlimme Lage zu verbessern. Am 14.
Juli 1789 zogen Tausende bewaffnete Pariser durch die Straßen von Paris. Es
verbreitete sich die Nachricht, dass in der Bastille Munition und Waffen liegen.
Als jeder diese Nachricht erfahren hatte, zogen die Menschen zur Bastille, um
die Waffen und die Munition zu holen. Die Bastille wurde zuerst mit Gewehren beschossen. Als dann
Kanonen ins Spiel kamen, kapitulierte der Kommandant der Bastille. Die Zugbrücke
wurde runtergelassen und die Volksmassen stürmten in die Bastille. Man tötete
die Wächter und befreite sieben Gefangene. Als letzter wurde der Kommandant
getötet und die Menschen zogen mit seinem Körper auf einer Pike durch die
Straßen. Man bereitete sich darauf vor, dass der König die Bastille wieder
zurück einnehmen würde. Was er aber nicht tat.

Weiter ging es mit der Erklärung
von den Menschen- und Bürgerrechten.

 


 

Verkündung der Menschen- und
Bürgerrechte:


Der Adel und der Klerus
verzichteten auf ihre Privilegien gegenüber dem dritten Stand. Angeregt durch
diesen Erfolg, fing die Nationalversammlung an, die Menschen- und Bürgerrechte
zu schreiben.
Am 26. August 1789 wurde die
Verkündung veröffentlich. Die wichtigsten Artikel hießen,
dass alle Menschen frei und
gleich vor dem Gesetzt sind,
dass man uneinbeschränkte
Freiheit hat, aber die Freiheit endet dort, wo das Recht des anderen beginnt und das Eigentum eines anderen
darf nicht beschädigt werden.

 

Der König musste die Verkündung
gezwungen ansehen und musste mit seiner Familie von Versailles nach Paris
umziehen. Die Nationalversammlung folgte dem König nach Paris und schrieb dort
die Verfassung für einen neuen französischen Staat. Endlich durfte das Volk im
Staat mitbestimmen. Man vermutete, dass der König Kontakt zu den französischen
Adeligen im Ausland aufgenommen hat und versuchte seine Macht wieder neu
herzustellen. Durch diese Schwächung des
Königs wollten Österreich und Preußen in Frankreich militärisch eingreifen, um
dort die Monarchie (Alleinherrschaft) zu retten. Der König und das Volk
entschieden sich für einen Krieg gegen Österreich und Preußen. Aber die
Franzosen waren beinahe dabei den Krieg zu verlieren. Viele beschuldigten den
König, dass Frankreich am verlieren war. Der Krieg war zu viel für das Volk.

Am 10. August 1792 stürmte das
wütende Volk das Schloss in Paris. Die Wächter wurden getötet und der König und
die Königin gefangen genommen.

Am 21. September 1792 wurde
Frankreich zur Republik erklärt. Gegen den König wurde ein Prozess vorbereitet
und am 21. Januar 1793 wurden er und die Königin unter der Guillotine, dem
Fallbeil, hingerichtet.

 

 

Der Wohlfahrtsausschuss:

 

Nach dem Tod des Königs musste
man das Chaos in Frankreich in den Griff bekommen. Dazu gründete man im Frühjahr
1793 den Wohlfahrtsausschuss. Er sollte zum Wohle des Volkes dienen. Der
Wohlfahrtsausschuss sollte sich hauptsächlich, unter der Leitung von Georges
Danton, um den Krieg kümmern. Nach und nach gewann der Ausschuss immer mehr
Rechte. Aber der Ausschuss nutzte seine Rechte sehr schlecht. Er tat fast
nichts um das Chaos in Frankreich in den Griff zu bekommen. Auch der Ausschuss
führte später zur Jakobinerherrschaft.

 

Beginn der Jakobinerherrschaft:

 

Schon wieder stiegen die
Lebensmittelpreise an. Am härtesten traf es mal wieder die Kleinbauern und die
Kleinhändler, die dann auf der Straße landeten. Sie nannten sich
„Sansculotten.“ Das heißt: Die ohne Kniebundhosen. Damit der Preis nicht mehr
ansteigt, hat man beschlossen den Preis für Lebensmittel festzulegen. Das
führte aber zum Schwarzhandel. Auf den Märkten wurde fast nichts mehr verkauft.
Die Händler verkauften ihre Waren teurer in den Gassen. Die Sansculotten
konnten sich schon wieder kein Essen leisten. Sie beschwerten sich bei den
Jakobinern, die auch was dagegen unternahmen. Der Anführer der Jakobiner war
Maximilian Robespierre. Der Name Jakobiner kommt aus der Kirche St. Jakob. Er
sah nur einen Ausweg den Schwarzhandel zu stoppen, nämlich das „Gesetzt über
die Verdächtigen“ einzuführen. Er konnte dieses Gesetz einführen, weil er zum
Wohlfahrtsausschuss gehörte. Man sah Adelige, Geistliche und Schwarzhändler als
Feinde der Republik an. Alle die sich gegen Robespierre wiedersetzten wurden
hingerichtet. Egal ob jemand für oder gegen die Revolution war, musste um sein
Leben bangen. Robespierre wurde später wegen Tyrannei (=wenn man gewaltsam
herrscht) angeklagt. Er und seine Anhänger wurden unter der Guillotine
hingerichtet. Insgesamt starben bei der Schreckensherrschaft 30 000 bis 40 000
Menschen.

 

Das Direktorium:

 

Nach dem Tod von Robespierre
gründete man ein Direktorium das aus fünf Männern bestand. Das Direktorium war
das höchste Staatsorgan der Regierung. Aber auch als das Direktorium herrschte,
mangelte es weiterhin an Lebensmitteln. Es kam zu Aufständen von den Anhängern
des getöteten Königs. Aber das Direktorium konnte es mit den republikanischen
Truppenabwehren. Am 9. November 1799 stürmte der erfolgreiche General Napoleon Bonaparte das Direktorium. Er übernahm es und
wenig später erklärte er die Revolution für beendet.

 

 

3. Bedeutende Personen der Revolution


Ludwig XVI.:

 

War König von Frankreich. Geboren
am 23. Dezember 1754 und gestorben unter der Guillotine am 21. Januar 1793. Er
heiratete am 10. Mai 1770 mit Marie- Antoinette von Österreich und wurde am 10.
Mai 1774 König. Durch die hohe Verschuldung des Staates, wusste er nicht mehr
weiter und berief am 5. Mai 1789 die Generalstände ein. Weil er dem dritten
Stand nicht erlaubt hatte nach Köpfen für die Steuererhöhungen abzustimmen,
erklärte sich der dritte Stand zur Nationalversammlung. Dadurch ließ er am 21.
Juni 1789 den Sitzungssaal der Nationalversammlung gewaltsam schließen.

Als die Menschen- und
Bürgerrechte durch die Nationalversammlung veröffentlicht wurden, musste er sie
gezwungen ansehen und von dem Schloss Versailles zu dem Schloss Tuilerien in
Paris umziehen. Er wollte ins Ausland flüchten, aber man hat ihn noch
abgefangen. Später erklärte er Österreich und Preußen den Krieg. Aber die
Franzosen waren dabei den Krieg zu verlieren. Das Volk beschuldigte den König,
dass das Land am verlieren war und das wütende Volk stürmte am 10. August 1792
das Schloss in Paris. Er und seine Familie wurden verhaftet. Es kam zu einem
Prozess und der König und die Königin wurden unter der Guillotine hingerichtet.

 

Maximilien Robespierre:

 

Maximilien Robespierre wurde am
6. Mai 1758 in Arras, das ist circa 150 km von Paris entfernt, geboren und am
28. Juli 1794 unter der Guillotine hingerichtet. Er stammte aus einer
angesehenen Familie und ließ sich in Arras als angesehener Anwalt nieder. Er
war ein Abgeordneter im dritten Stand und Mitglied im Jakobinerklub, wo er bald
die höchste Position erreichte. Er galt als unbestechlich. Später wurde er
Mitglied im Wohlfahrtsausschuss und führte das Gesetzt über die Verdächtigen
ein. Wenn er jemanden als Feind ansah, wurde derjenige hingerichtet. Er ließ 30
000 bis 40 000 Menschen hinrichten. Später wurde er wegen Tyrannei (=wenn man
gewaltsam herrscht) angeklagt. Er und seine Anhänger wurden unter der
Guillotine hingerichtet.

 

Georges Danton:

 

Georges Danton wurde am 28.
Oktober 1759 in Arcis- sur- Aube geboren und starb am 5. April 1794 unter der
Guillotine. Er wurde 1789 Anwalt in Paris und am 14. Juli 1789 überzeugte er
das Volk die Bastille zu stürmen. Danton überzeugte auch das Volk am 10. August
1792 die Tuilerien zu stürmen. Er wurde Mitglied im Wohlfahrtsausschuss und
kümmerte sich hauptsächlich um den Krieg gegen Österreich und Preußen. Später
wurde er von den Mitgliedern des Wohlfahrtsausschusses aus dem Ausschuss ausgeschlossen
und er kehrte in seine Heimatstadt zurück wo er heiratete. Im November 1793
kehrte er wieder nach Paris zurück. Auch er wurde als ein Verdächtiger
angesehen und Robespierre ließ ihn am 1. April 1794 verhaften. Es kam zu einem
Prozess und er wurde zum Tode verurteilt.

Anmerkung des Einsenders: Das Referat ist mit eigenen Worten formuliert und aus zuverlässigen Quellen entnommen. In der 8. hab ich eine 1,5 dafür bekommen^^
Der Text ist so einfach formuliert, dass es keinem Lehrer auffallen wird wenn man ihn einfach kopiert^^

7 Kommentare

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29. Juni, 12:20 Uhr
von Dyck

Hallo marcel

21. Juni, 09:28 Uhr
von ist doch egal

hat jemand ein kot beutel für mich mein alter geht langsam kaputt

21. Juni, 09:26 Uhr
von Bobic

Matthias ist cool von nesimi .

21. Juni, 09:24 Uhr
von hans

hi robi

14. Juni, 09:13 Uhr
von Der, dessen Name niemand kennt

Tolle Seite hat mir sehr geholfen bei den Hausaufgaben!

08. Februar, 17:55 Uhr
von

Super !
Hab ne 1 drauf bekommen

11. September, 18:58 Uhr
von .