Menschliche Musik

Fri, 21 Oct 2016 12:01:00 GMT von

Etwa drei Jahre hing alles "Am seidenen Faden", dann war für Tim Bendzko klar - eine neue Platte ist fertig. Heute erschien sein aktuelles Statement in Sachen Musik und es lautet: "Immer noch Mensch".

Ähnlich seinem Kollegen Clueso wagt auch Tim Bendzko mit dem neuen Album eine Art Neuanfang. Erstmals nach seinem vor drei Jahren veröffentlichen Erfolgsalbum "Am seidenen Faden", präsentiert der Berliner eine Platte in Eigenregie. Für "Immer noch Mensch" tritt er nicht nur als Sänger, sondern zugleich als Texter, Musiker und Produzent auf den Plan. In seinen elf neuen Songs reflektiert er über die kleinen zwischenmenschlichen Themen unserer Zeit und fasst sie als Sänger in klare, einfache Worte: "Ich bin im letzten Jahr nach ca. fünf Jahren des "Unterwegsseins" nach Hause gekommen und hatte den großen Drang endlich wieder Songs zu schreiben. Ich hab‘ "alles auf Null" gesetzt und, als wäre in den Jahren davor nichts passiert, versucht, leere Blätter mit Musik zu füllen." Fast wie wie bei Clueso, nur ohne Wechsel von Band, Management und Wohnung.

Musik von Menschenhand

Tim Bendzkos Anliegen bei der Produktion war vor allem, echte Musik zu machen. Weniger technisches Chichi, sondern real existierende Instrumente, von einem lebenden Musiker eingespielt. Auf diese Weise konnte ein organisches Album entstehen, dem befreundete Profi-Musiker in Tims Berliner Home-Studio Leben einhauchten. "Viele Künstler sprechen davon, sich selbst zu suchen und immer wieder ‘neu’ zu erfinden", sagt Tim Bendzo. "Das fühlt sich für mich irgendwie komisch an... Hat es nicht mehr Sinn, das, was schon da ist, klarer zu sehen? Für mich geht es viel mehr um das immer feinere Herausarbeiten des eigenen Kerns. Wenn ich neue Musik mache, möchte ich jedes Mal ein Stück näher an diesen musikalischen Kern herankommen. Das dritte Album bedeutet für mich vor allem meinen eigenen Stil zu definieren."

Keine Maschine

"Ich bin doch keine Maschine, ich bin ein Mensch aus Fleisch und Blut...", singt Tim in seiner vorab veröffentlichten Single "Keine Maschine". Darin beschreibt er eindrücklich den Widerspruch der heutigen Arbeitswelt mit dem, was wir Menschen uns vom Leben erwarten. Das Video zur Single verdeutlicht den Wunsch aus dem System auszubrechen und endlich wieder selbstbestimmt handeln zu können. Mittlerweile ist "Keine Maschine" zum Radiohit avanciert, landete in den Top 10 der iTunes Single Charts und der Clip erreichte weit mehr als zwei Millionen Views auf Youtube. Die gelungene Verknüpfung menschlicher Grundbedürfnisse mit eingängigem Refrain und mitreißender Hook, führte dazu dass der Song sogar zur offiziellen Titelmusik der ARD Themenwoche "Zukunft der Arbeit" gewählt wurde. Vom 30. Oktober bis 5. November findet diese in allen Fernseh-, Radio- und Online-Angeboten der ARD statt.

Mensch sein dürfen

Tim Bendzko hat für "Keine Maschine" eine ganz eigene Botschaft: "‘Keine Maschine’ spiegelt inhaltlich total das Albumthema - Mensch sein - wider. Und ich finde, dass der Track auch musikalisch gleich klarmacht, in welche Richtung das Album geht. Als junger Mensch hat man ja immer eine Vorstellung, in welche Richtung das eigene Leben gehen soll. Oft ist es so, dass man sich Jahre später, gefühlt ist es nur ein Wimpernschlag, in einer völlig anderen Lebenssituation wiederfindet. Sollte man sich vielleicht hier noch mal die Frage stellen, ob es das schon gewesen ist oder man vielleicht doch noch mal seinen Träumen nachgehen will?"

Selbstreflexion

Und noch einmal zeigt sich die thematische Verwandtschaft zwischen "Neuanfang" des Erfurter Musikers und "Immer noch Mensch" von Tim Bendzko. Denn ihm gingen nach seinen ersten beiden Alben "Wenn Worte meine Sprache wären" (2011) und "Am seidenen Faden" (2013) etliche Gedanken durch den Kopf. Wer binnen kurzer Zeit Millionen Platten verkauft und zu einem der erfolgreichsten deutschsprachigen Sänger aufsteigt, bewertet sein Leben rückwirkend neu.

Bei Tim sieht der Perspektivwechsel folgendermaßen aus: "Ich wollte Sänger werden, aber stattdessen stand ich auf einem Podium, habe Autos versteigert. Ich habe zehn Stunden am Tag Leute bequatscht, Autos zu kaufen. Ich habe mich oft gefragt, was das eigentlich mit dem zu tun hat, was ich eigentlich machen wollte? Der junge Mann in diesem Song stellt das fest und entscheidet, aus diesen festen Strukturen auszubrechen, um sich seinem Lebenstraum zu widmen. Das ist natürlich leichter gesagt, als getan. Der Song soll ein bisschen dazu ermutigen, sich zumindest die Frage zu stellen: Ist es das schon gewesen? Vielleicht kann eine kleine Veränderung das eigene Leben schon ein bisschen lebenswerter machen."

Fels in der Brandung

In einer Zeit des Umbruchs voller Ungewissheiten ist es schön, wenn man sich auf Gewissheiten verlassen kann. "Immer noch Mensch" zeigt, dass Tim Bendzko immer dann ein emotionaler Fels in der Brandung sein kann, wenn wir seine aufgeschlossene, sympathische Stimme und seinen unkomplizierten Charakter am meisten brauchen. Ab heute kann jeder selber die wohltuende Wirkung von Tims Kompositionen erkunden. "Immer noch Mensch" ist als CD, als Vinyl, als Download und Stream, sowie als limitierte, handsignierte Special Edition mit einem 36-seitigen Fotobuch mit privaten Bildern des Künstlers erschienen.

Und auch hier lässt sich der DIY-Anspruch von Tim nachvollziehen, weil er visuell als Fotograf den gesamten Entstehungsprozess seines Albums begleitete. Momentaufnahmen der vergangenen Jahre zieren Cover und Booklet.

Immer noch Mensch Tour

Was wäre ein neues Album, wenn der Künstler es seinen Fans nicht auch live vorstellen würde? Und gerade, wenn eine Platte wie "Immer noch Mensch" mit echtem Sound punkten kann, gehört sie auf die Bühne. Darum geht Tim Bendzko im kommenden Frühjahr mit großer Band auf Tour durch die größten Arenen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.  Und wer das nicht verpassen möchte, sollte sich bei Eventim oder einer der bekannten Vorverkaufsstellen ein Ticket sichern.

Tim Bendzko und Band - Immer noch Mensch Tour 2017:
26.04. Leipzig, Haus Auensee
27.04. Wien, Gasometer
29.04. Trier, Arena
30.04. Kempten, BigBOX
02.05. Bremen, ÖVB-Arena
03.05. Lingen, Emsland-Arena
04.05. Münster, Halle Münsterland
06.05. Kassel, Stadthalle
07.05. Hannover, Swiss Life Hall
09.05. Stuttgart, Porsche Arena
10.05. Zürich, Halle 622
12.05. Freiburg, Rothaus-Arena
13.05. Nürnberg, Frankenhalle
29.05. Berlin, Mercedes-Benz-Arena
31.05. Hamburg, Barclaycard-Arena
01.06. Oberhausen, Köpi-Arena
03.06. München, Olympiahalle
04.06. Frankfurt, Festhalle
05.06. Köln, Lanxess-Arena

 



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