Lo-Fi Head Bang fürs Gemüt

Tue, 20 Oct 2015 15:29:00 GMT von

Vergangenen Freitag veröffentlichte der Irische Sänger Ciaran Lavery die zweite Single seines demnächst erscheinenden Albums "Not Nearly Dark". Das liebevoll bebilderte Video zu "Little More Time" ist optisches Seelenfutter.

Wer sich einmal in die Lo-Fi Head Bang Welt des Ciaran Lavery begeben hat, bleibt ihr auf immer verfallen, oder sucht schreiend das Weite. Letztere Option soll jedoch höchstselten vorkommen, da es eigentlich keinen Grund zur Flucht gibt. Es sei denn, man hätte grundsätzlich Probleme mit tiefen und ehrlichen Emotionen. Von diesen leben die Minimalssounds des Inseleuropäers nämlich. Man möchte ihn fast als unverbesserlichen Romantiker bezeichnen, doch das würde Neuankömmlinge vielleicht abschrecken. Nein, hier singt kein verblendeter Trottel, sondern ein feinsinniger Beobachter menschlicher Interaktionen.

Gefühle bestimmen unser Leben

Solange wir leben und zwar gemeinsam mit anderen humanen Wesen, werden wir konfrontiert. Wir stehen vor Entscheidungen, müssen kontern, zustimmen, uns enthalten und einem Sturm von Gefühlsäußerungen standhalten. Stellung beziehen, lernen, trösten, trauern und ganz wichtig: das Leben feiern. Über all diese Möglichkeiten und vielleicht Pflichten singt Ciaran Lavery in seinen Songs. Er tut das leise mit wenig instrumentaler Begleitung. Das hat den Vorteil, dass man sich Zeit nehmen und richtig zuhören muss. Aber das lohnt sich und erhellt das Herz auch an trüben Tagen.

Nicht wirklich hoffnungslos

Möglicherweise heißt sein am 13. November erscheinendes Album genau darum auch "Not Nearly Dark" - es besteht immer Hoffnung. Ein guter Freund in der bevorstehenden vom Winterblues gefährdeten Zeit. Bis die gesamte Platte im Handel steht, kann sich jeder schon heute mit den beiden Vorabsingles "Shame" und "Little More Time" über die Wartezeit retten. Denn soviel ist klar, hat sich Ciaran Lavery erst einmal durchs Hintertürchen in eure Seele gesungen, wollt ihr auch den Rest hören. Seine Landsleute haben längst verstanden wie wohltuend dieser Barde wirkt und sie lieben ihn dafür.



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