Slow Motion Miracles - Musik über Liebe und Verlust

Tue, 03 Mar 2015 10:49:00 GMT von

Warum sollte ein klassischer Jazz-Sänger nicht auch Songs mit Elementen aus Indie-Pop, Electronica, Afro-Beat performen? Sachal  Vasandani veröffentlicht Anfang März sein viertes Album "Slow Motion Miracles".

Kindliche Prägung macht auch vor musikalischen Präferenzen nicht halt. Der 1978 in Chigaco geborene, amerikanische Singer-Songwriter Sachal Vasandani kam durch sein Elternhaus früh mit moderner Jazzmusik in Berührung. Aber auch die Beatles und Michael Jackson wirkten sich als eine Art musikalische Früherziehung auf den späteren Witschaftswissenschaftler aus.

Doppelstudium

Neben Wirtschaftswissenschaften, studierte Sachal auch Jazz und klassische Musik an der University of Michigan, schloss beides erfolgreich ab, merkte jedoch bald, dass die Verlockungen des Jazz ihn stärker anzogen als eine Karriere als Investmentbanker. So nahm er die Spur Richtung Künstlerlaufbahn auf und sang schon bald unter Wynton Marsalis im Lincoln Center Jazz Orchestra. Marsalis ermöglichte Sachal im Jahr 2007 sein Debütalbum "Eyes Wide Open" zu veröffentlichen, dem 2009 "We Move" und 2011 "Hi-Fly" folgten. Auf Letzterem arbeitete er unter anderem mit Jon Hendricks zusammen. 2010 gewann Sachal den Kritikerpoll des amerikanischen Down Beat Magazins in der Rising-Star-Kategorie als "Sänger des Jahres".

Neu bei Okeh Records

Mit seinem Debüt bei Okeh, "Slow Motion Miracles", schlägt Sachal jetzt eine ganz neue Richtung ein. Die zehn anrührenden Songs dieses Albums erzählen persönliche Geschichten von Liebe und Verlust; es sind Momentaufnahmen von Stimmungen und Gefühlen, träumerische Fantasien im fließenden Auf und Ab von Liebesleid und Entdeckerfreude. Und das Tolle ist, umso öfter man sich mit den Stücken befasst, desto mehr wachsen sie einem ans Herz, in die Seele oder auf den Punkt gebracht: sie entwickeln sich zu handfesten Ohrwürmern.

Bunter, aber geschmackvoller Mix

Sachal präsentiert auf "Slow Motion Miracles" vielschichtige Song-Schätze in den unterschiedlichsten Stilen, darunter Indie-Pop, Hip Hop, Electronica, brasilianischer Jazz, Afro-Beat und Jazz alter und neuer Schule. "Ich setze mir keine Grenzen", so Sachal. "Ich probiere mich und meine Stimme an einer Menge Musik aus, die ich mir so anhöre. Das bin immer noch ich, und es ist nur ein Teil meines Weges." Sachal nennt einige wichtige EinflüssePaul Simon, Seu Jorge, Frank Ocean und den populären Hip Hop, Fleetwood Mac, Gonzalo Rubalcaba und das deutsche Kunstlied des 19. Jahrhunderts.

Vertonte Momente

Vor allem kommt es ihm aber darauf an, seine Songs auf eine neue Art zu präsentieren, damit sie sich nachhaltig einprägen. "Begebenheiten, die ich durchlebt habe und die sich im Laufe der Zeit zu Fantasien verdichtet haben, haben mich zu diesem neuen Album inspiriert", sagt Sachal. "Die Songs haben ihren Ursprung in persönlichen Momenten, die sich mit Tagträumen mischten und sich dann zu etwas vollkommen Neuem entwickelten – ein Transzendieren. Wenn die Gefühle und Ideen hochkamen, erlebte ich sie noch intensiver als im ursprünglichen Moment." Einen ersten Eindruck wie "Slow Motion Miracles" klingen, vermitteln die Album Snippets bei Soundcloud.

Tiefe Empfindungen

Bei den "Slow Motion Miracles" geht es um das Entfliehen, das Zurücklegen eines Weges und die Liebe. Der Titelsong mit seinem überschäumenden Beginn und einer fast schon verschmitzten Empfindsamkeit ist nur kurz, aber sehr bedeutungsvoll. "Es geht um den Wunsch zu entkommen, aber auch darum, von einer überwältigenden, sinnlichen Kraft eingefangen zu werden", sagt Sachal. Entsprechend ist das eingängige "No More Tears", das mit einem prägnanten nachdenklichen Vokalpart beginnt, später mit Orgelklängen unterfüttert, eine träumerische Suche nach neuen, frischen Gefühlen. "Alles wird bereinigt, dann geht es auf zu neuen Ufern."

Zuneigung und Erhabenheit

Das süße, liebevolle "Marie" ist eine kompositorische Zusammenarbeit mit David Brophy, einem Songwriter aus Boston, der Sachal bei der Ausarbeitung des Songs half. Er hat ein feierliches Gepräge, trägt aber auch nachdenkliche Züge. "Manchmal brauche ich meine Fluchten", kommentiert Sachal. "Als ich dieses Stück schrieb, kam mir immer wieder dieses Bild in den Sinn – ein schöner Tag, eine Spritztour mit Freunden, blendende Stimmung – ein toller, sonniger Moment." Mit Leonhart schrieb Sachal "Cover the Water", ein hoffnungsvolles, optimistisches Stück. Es basiert auf einem Bild, das Sachal am nächtlichen Strand einfiel, und dem Gefühl jugendlicher Zuneigung. "Man macht sich auf den Weg, voller Zutrauen, dass das Universum schon für einen sorgen wird." Mit "Waiting on the Roof" geht es vom Strand zurück nach Hause: Es ist ein Tagtraum, auf dem Dach des Hauses schläft man im Sternenlicht ein. "Es ist ein Liebeslied, mit dem Staunen eines Kindes", sagt Sachal. "Ich warte darauf, mich zu verlieben, bin aber auch von der Erhabenheit der Sterne gefesselt."

Album mit hohem Anspruch

"Slow Motion Miracles" ist Sachals bisher anspruchsvollstes Projekt, sein viertes Album (nach drei Jazz-CDs für Mack Avenue als Sachal Vasandani), in dem seine einzigartige Stimme und sein fesselnder Erzählstil zu bester Geltung kommen. Er freut sich darauf, mit einer Band auf Tour zu gehen, zu der auch einige der Studio-Musiker gehören. "Wir hatten eine Menge Spaß bei der Aufnahme", sagt er. "Wir teilen unsere Kreativität. Wenn ich jetzt auf Tour gehe, habe ich die Gelegenheit, diesen Songs noch einmal neues Leben einzuhauchen." "Slow Motion Miracles" wird am 6. März 2015 veröffentlicht und kann hier vorbestellt werden.
 

Sachal - Slow Motion Miracles - Tracklist:
01. No More Tears (Sachal Vasandani)
02. Denim Lights (Sachal Vasandani / Michael Leonhart)
03. Marie (Sachal Vasandani / David Brophy)
04. Slow Motion Miracles (Sachal Vasandani)
05. Haystacks (Sachal Vasandani)
06. Can't Talk (Sachal Vasandani / Erik Privert)
07. Cover the Water (Sachal Vasandani / Michael Leonhart)
08. Afternoon Sun (Komp.: Flavio Venturini / engl. Text & Arrangement: Sachal Vasandani)
09. Waiting on the Roof (Sachal Vasandani)
10. Neither One of Us (Wants to Be the First to Say Goodbye) (Jim Weatherly)



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