Viel zu entdecken - The Big Picture

Mon, 05 Jan 2015 17:43:00 GMT von

Kat Edmonson veröffentlicht am 16. Januar ihr drittes Album. Der Titel "The Big Picture" ist gut gewählt: es gibt in dem Dutzend Songs viel zu entdecken.

Ein großes Bild bietet Platz für viele Details und reichlich Farbtöne. Insofern darf man zur Namenswahl gratulieren, die neue CD von Kat Edmonson "The Big Picture" zu taufen, da dem Hörer viele Klangfarben und ein buntes Genre-Spektrum geboten werden. Mal ein bisschen Bond-Style, mal ein wenig Frühstück bei Tiffany, aber auch sanfte Pop-Rock-Anleihen und Bossa Nova-Rhythmen mischen sich unter die warme Stimmfarbe der attraktiven Texanerin.

Klanggemälde

Edmonson ist noch vergleichsweise jung, doch weil sie schon als kleines Mädchen von der Mutter an die Vielfalt der Musikwelt heran geführt wurde, bewegt sie sich heute sicheren Schrittes darin. Ob klassische Unterhaltungsmusik der 1930er bis 1960er Jahre, Acoustic-Rock, Jazz oder Bossa Nova - die 31-Jährige ist mit all diesen Möglichkeiten groß geworden und bezeichnet die Essenz der Einflüsse, die ihre eigenen Kompositionen heute kennzeichnen, als Vintage Pop.

Wie bei vielen anderen jungen Künstlern, begann auch ihre Karriere in einer Casting-Show. Das liegt zwar schon 13 Jahre zurück, doch erkämpfte sich Kat Edmonson 2002 in der zweiten Staffel von "American Idol" einen Platz unter den letzten 48 Teilnehmern.

Mit solidem Fundament ins Studio

Danach ließ sie sich in Austin/Texas professionell ausbilden und brachte 2009 ihr selbstfinanziertes Debütalbum "Take to The Sky" heraus. 2012 veröffentlichte sie dank einer Kickstarter Aktion ihr Follow-Up "Way Down Low". Inzwischen findet ihre wundervolle und sehr flexible Stimme immer mehr Anhänger. Eine Headliner Tour durch die USA fand 2013 statt. Im Sommer desselben Jahres konnte man sie auch schon in Europa erleben. Sie trat unter anderem beim Montreux Jazz Festival auf und durfte Jamie Cullum auf dessen Tour supporten. Hat man ihr einmal Gehör geschenkt, verfällt man ihrem Zauber, was vermutlich mit dazu beitrug, dass Kat Edmonson inzwischen einen Plattenvertrag bei Sony Music Entertainment besitzt.

The Big Picture

Am Freitag nächster Woche erscheint also das dritte Album mit zwölf wunderschönen Stücken, voller Zartheit und Vehemenz. Wohlgemerkt derartige Gegensätze widersprechen sich bei Kat Edmonson nicht. Ihr Gesang kann säuseln und schnurren, aber auch glasklar und bestimmend klingen. Dazu bewegt sich die instrumentale Begleitung mühelos durch diverse Genres. Der Opener "Rainy Day Woman", wie auch "Oh My Love" wurden bereits vorab aus dem Werk ausgekoppelt und boten einen ersten Einblick. Die Texte drehen sie vorwiegend um die Facetten der Liebe, doch die Melodien sind auf eine spezielle Weise anders.

Vom Kino auf die Tanzfläche

"The Big Picture" könnte auch ein Album auf Zeitreise sein. "Rainy Day Woman" klingt wie ein klassischer 007-Soundtrack, wohingegen man sich "You Said Enough" durchaus als akustische Untermalung in einem Tarrantino-Streifen vorstellen kann. "Crying" scheint dagegen ganz aus der Zeit gerissen zu sein, das Lied ist anders gesagt, zeitlos schön. Für Liebhaber des Singer-Songwriter Pop ist "All The Way" besonders hervorzuheben. Der Gesang perlt zuweilen wie Wasser von einer Fensterscheibe. Für romantische Tanzstunden zu zweit ist "Till We Start To Kiss" wie gemacht und wer es flotter mag, ist mit "The Best" bestens bedient.

Rundum hörenswert

Wie man "The Big Picture" auch dreht und wendet, es bietet sich dem Ohr ein harmonisches Bild. Langweilig ist die Platte zu keiner Zeit, andererseits fällt es schwer, schnell einen Lieblingssong zu finden. Wer schon länger auf der Suche nach einem rundum gelungenen Werk mit reichlich Potenzial sucht, darf sich ab dem 16. Januar 2015 mit dem dritten Album von Kat Edmonson am Ziel seiner Wünsche sehen. Eleganz, Esprit, Witz und ein Spritzer Sexyness machen aus diesen gut 40 Minuten Musik mit Hochgenuss.



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