Der Weltraum - unendliche Weiten

Tue, 02 Dec 2014 14:16:00 GMT von

Eine Reise in unbekannte Klangdimensionen innerhalb der unendlichen Weiten des Internets bietet sich Anfang 2015 mit Richie Palaces Neuem Album "Weltraum".  

"Als du mich damals verführtest, war es wie ein Orkan" singt der umtriebige Produzent, Sänger, Label-Betreiber, Musikvideo-Regisseur und Allroundkünstler Richie Palace in seinem Song "Die Verführung". Eine Weisung, die sich problemlos für sein neues Album "Weltraum" (ein Snippet kann hier verkostet werden) anwenden lässt. Denn es hat viele orkanartige Ohrwurm-Hooks und jede Menge anziehend ernster, aber auch irgendwie scherzhafter Lyrics.

Schräge Geistesblitze der Musik

Schon seit längerem macht dieser kreative Querdenker aus Erkrath bei Düsseldorf in den unendlichen Weiten des Internets und bei seinen kosmisch ganz nahen regionalen Fans von sich Reden. Als Betreiber des Labels HoonMoon Records veröffentlicht er nicht nur seine eigenen vielseitigen musikalischen Geistesblitze, sondern auch die der Düsseldorfer Soulpop-Sängerin Dilek Doysak. Solo hat Richie schon mit einigen EPs diverse musikalische Welten erkundet.

Der dunkle Soundkosmos

Kosmischer Space-Techno gehört ebenso zum Repertoire des gebürtigen Esseners, wie gefühlsbetonter Dance mit Rockanleihen. Und nicht immer singt er dazu - zuweilen lässt er auch mal gerne weitschweifig instrumental seinen Gefühlen zu unserer Welt, dem unendlichen All darüber und allem was in ihm steckt, freien Lauf. Mit seinem Album "Weltraum" erkundet er nun mit zwölf facettenreichen Stücken alle Geheimnisse, die sich in den dunkleren Gebieten des Kosmos verbergen.

Spaciger Crossover

Und das mit einem berührenden Crossover aus Dance, House, Rock, choralen Mönchs-Gesängen und spacigen entspannten Atmosphären. Der perkussive Album-Opener "Sunshine Baby" ist Richie beispielsweise mal eben so im Traum eingefallen. Zu treibenden Dancerhythmen singt er hier markante Ragga-Refrains, die sich mit den Spacesounds des Tracks zu einem futuristischen Rastafari-from-Outta-Space verbinden. Anschließend folgt "Burning" – ein hittiges Song-Monster, das Rock mit Dancebeats vereint.

Zuckrig, ohne zu kleben

Der dann zu hörende, Eingangs bereits erwähnte Track "Die Verführung" lockt mit Mönchsgesängen, an dem man schnell kleben bleibt, obwohl sie nicht immer süßlich sind. Eine Kraft, die dem mit deutschen und lateinischen Mönchsgesängen veredelten rockig-wavigen Song "Teufelstanz" ebenfalls innewohnt. Seine Magie muss im Soul des Rheinländers ihren Ursprung haben, denn in fast jedem Song schlüpft Richie in eine neue stimmliche Identität und erkundet sein Seelenleben emotionsgeladen bis zum Grund.

Liebesgeschichten

So auch im melodisch groovenden Tragik-Ohrwurm "Ismaelia", der auf einer flüchtigen Begebenheit zwischen Richie und einem bildhübschen Mädel in der S-Bahn basiert. Der sentimentale Unterton des Hits über eine verpasste Liebesgelegenheit wird fortgesetzt mit "Alles im Eimer" – einer tragisch komischen Ballade für Schwarzseher, die glauben, nie wieder Liebe, geschweige denn Irgendwas zu finden. Damit der Puls schnell wieder auf Hundert ist, tritt Richie anschließend mit "Hoon Moon Theme" wieder auf's Gaspedal. Ein freakiger Clubgassenhauer, in dem die Hühner um die Wette gackern während Richie eine anfeuernde Hookline singt, die schnell Gefangene auf dem Dancefloor machen dürfte.

Unter Strom

Das Tempo haltend tauchen die Mönche ein weiteres Mal im lässig elektrifizierten Track "Elektrizität" auf. Dieser Song ist der schnellere jüngere Bruder von "Die Verführung" und an sich der große Höhepunkt des Albums. Ihm folgen mit "Gran Canaria" und "Honolulu" zwei enorm tanzbare Tracks, die jeweils für sich in ihrer ganz eigenen Umlaufbahn schweben. Ersterer kommt nach einem obszönen Vocal-Intro als ratterndes Echo-Ravegewitter daher, das nach zuckendem Stroboskop-Blitzen verlangt. Letzterer ist ein
manisch rockender Nebelmaschinen-Stampfer mit Acid-Passagen, sinnfreiem Refrain und einem unglaublich galaktischen Ambientfinale.

Floating In Outer Space

Der epische Klimax seines absolut heterogenen, aber trotzdem extrem homogen schwingenden Albums ist das fast 14-minütige "Floating In Outer Space" – ein atemberaubendes Monster von Instrumentalstück, aufgeteilt in einen Chillout-, Techno- und finalen Space-Out-Teil. Ganz zum Ende seines Albums zeigt sich Richie Palace dann noch mal von seiner ganz ruhigen, sentimentalen Seite und präsentiert eine sanfte Akustik-Version von "Die Verführung", in der er die oben erwähnte Ansage sehnsüchtig jauchzt und so mit entspannt akustischer Note ein Album beschließt, das einem musikalischen Orkan nahe kommt.

Wider den tierischen Ernst

Die Höhen und Tiefen von "Weltraum" sind mächtig und schürfen lyrisch und musikalisch tief mit einem Augenzwinkern in den Emotionen von Richie Palace, dem wohl einzigen deutschen Homeproducer, der sich und seine Kunst nicht ganz so ernst nimmt, wie sie rüber kommt. Seine tanzbaren Ohrwürmer grooven. Insofern darf man getrost schon die Astronautenausrüstung bereit legen, damit man am 09.01.2015 ready for takeoff ist, wenn die Reise ins "Weltall" startet. Vorbestellbar ist das vom Komponisten sowie Autor Alexander Reiß, produzierte Album in digitaler Form und als CD schon jetzt.
 

Richie Palace - Weltraum - Tracklist:
01.    Sunshine Baby      
02.    Burning     
03.    Die Verführung     
04.    Ismaelia     
05.    Alles im Eimer    
06.    HoonMoon Theme    
07.    Elektrizität    
08.    Gran Canaria    
09.    Honolulu    
10.    Floating In Outer Space    
11.    Teufelstanz    
12.   Die Verführung (Acoustic)



0 Kommentare

Wenn du dich anmeldest brauchst du deinen Namen nicht bei jedem Kommentar anzugeben.