Let’s kiss whom we want

Wed, 05 Mar 2014 16:09:00 GMT von

Küsse sind die Sprache des Paradieses, sagt man. Küsse können ein Versprechen sein und sie drücken Zuneigung aus.

Küssen macht Spaß und man sollte es nicht verbieten - egal wo und egal aus welchem Grund. Nicht nur deshalb hat sich die Norwegische Sängerin Annie den Sieg über die Homophobie auf ihre Fahnen geschrieben.

Musikalischer Protest

"Russian Kiss" ist der musikalische und filmische Protest gegen Vladimir Putins Anti-Homosexualitäts-Gesetze. Das Video zum Song nahm Annie gemeinsam mit dem norwegischen Künstler Bjarne Melgaard auf und veröffentlichte dieses im Februar 2014 passend zur Eröffnung der Sportveranstaltung in Russland. Die Sängerin aus dem hohem Norden Europas mit der Wahlheimat Berlin, rief das Projekt ins Leben. Eine Woche nach der Eröffnung der Olympischen Winterspiele war "Russian Kiss" schon für massive internationale Reaktionen verantwortlich; Russische Neonazis protestierten Seite an Seite mit Homophoben Menschen aus aller Welt gegen den Kurzfilm zur Single.

Youtube spielte nicht mit

In Norwegen reagierten Aktivisten für Schwulenrechte und Oppositionspolitiker indem sie die Premierministerin Norwegens aufforderten die Winterspiele in Sochi zu boykottieren. Auch Youtube reagierte am 6. Februar. Allerdings anders als erwartet
mit der Zensur des Videos. Der Grund: “Wiederrechtlicher Inhalt“. Obwohl weder Nacktszenen, Sex oder Gewalt zu sehen sind, sondern lediglich eine Menge sich küssender Männer und Frauen. Zum Glück gibt es Videoportale, wo ihr den Clip sehen könnt.

Der Feldzug geht weiter

Annie lässt sich nicht einschüchtern und auch nicht aufhalten. Ganz im Gegenteil: am 14.03. 2014 folgt der nächste Streich mit einem Remix von "Russian Kiss" unter dem Titel "German Kiss". Sam Barker und Andreas Baumecker zwei Namen, die meist in einem Atemzug mit dem Berliner Club Berghain genannt werden, stecken hinter der bald erscheinenden zweiten Ausgabe des Projekts.

"German Kiss" wurde eigens für Deutschland produziert. Wir können bereits jetzt darauf bauen, dass Annie für viele andere Länder, die sie auf ihrem Feldzug gegen die Homophobie noch bereisen wird, eigene Remixe anfertigt. Jeder wird seinen Platz im internationalen Protest gegen Homophobie finden. Und nun küsst, wen ihr wollt!



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