Marla Blumenblatt: Lust auf einen Flirt im Gartenpavillon?

Thu, 29 Aug 2013 13:47:00 GMT von

Was macht eine Tänzerin, wenn sie den Tanzschuh an den Nagel hängt? Sie tanzt weiter, singt dazu ihre eigenen Songs und verdreht den Boys den Kopf! Aber nicht nur die hätten ihren Spaß im Gartenpavillon.

Erst musste es ganz dringend Eis sein und nun will Marla Blumenblatt im Gartenpavillon knutschen. Worum es geht? Ganz einfach um eine ehemalige Tänzerin, die ständig neue verrückte Ideen im Kopf hat, seit sie ihre Tanzschuhe an den Nagel gehängt hat. Die Sonne scheint warm vom Himmel, das muss man ausnutzen und sich an der frischen Luft aufhalten, dachte sich die freche Marla und verdreht in ihrem neuen Video so manchen Kopf während sie durch die Straßen tingelt.

Videopremiere

Nächste Woche erscheint Marla Blumenblatts Debütalbum "Immer die Boys" und wir dürfen euch schon jetzt das Video zum Song "Gartenpavillon" präsentieren. Und tatsächlich überlässt die Profitänzerin das Tanzen diesmal fast den anderen Darstellern an ihrer Seite. Immerhin wirbelte sie bis eben noch solo als Diva über die Bühnen von Paris und Las Vegas und wird gerade als tollste Retro-Pop-Queen der Stunde gefeiert.

Ach... Immer die Boys!

Marla singt in "Cornetto" bereits von heißen Boys und fruchtiger Eiskrem, von feuchten Gefühlen an sonnigen Tagen und einer rosa Badewanne im schattigen Hain, in welche sie sich gern ihre Jungs winkt, mit einer Geste, die keinen Widerspruch duldet. Jetzt auf dem Weg zum Gartenpavillon liefern ein treibender Bass und ein hechelndes Schlagzeug gemeinsam den Beat zu dem sie durch die sommerlichen Straßen wirbelt.

Mit klimpernden Wimpern und wehendem Rock, mit juchzenden Huhus und Kieksen kündet Marla Blumenblatt von Leidenschaften, genauso wie vom Unglück des Verlassenwerdens, denn so hübsch die Idee von der Liebe auch ist, wie tief die Schläge in die Magengrube sein können, lässt Marla durchblicken, wenn sie auch mal von Gefühlen singt, die zu zeigen gar nicht sexy ist. Dazu plingt die Gitarre und jammern die Trompeten in bester Tarantino Marnier, bevor sich alles zu einer auch mal auf französisch gesungenen Hymne aufschwingt, die eine Edith Piaf nicht überzeugender hätte hinaus schmettern können. Ach Sommer, mögest du nie enden.

Debütalbum

"Immer die Boys" heißt das Debütalbum von Marla Blumenblatt. Ihr Debüt als Künstlerin ist es freilich nicht, fast zehn Jahre hat sie zuvor schon getanzt. In Wien ist sie als Kind mazedonischer Eltern aufgewachsen, studierte zunächst klassisches Ballett, bis heute liebt sie auch die klassische Musik und die Oper: die große Geste, das Drama, die Leidenschaft, das hört man immer noch in ihrer Musik. Mit einem Begabtenstipendium in der Tasche verlässt sie Wien und geht nach New York. Aber auch dort ist die klassische Form des Tanzes zu eng, das Repertoire zu klein. Im Ballett gibt es nur Mädchenrollen, keine souveränen Frauen.

Vom Ballett zur Showbühne

Darum warf sie irgendwann alles hin und ging nach Paris. Drei Tage war sie in der Stadt, da hatte sie schon ein Engagement im legendären Crazy Horse, für das sie wenig später auch in Las Vegas auf der Bühne stand. "Ich war ein Showgirl", sagt sie,"ich hatte alles erreicht, was ich wollte." Doch selbst die Solorollen, die sie schnell bekam, waren ihr nicht genug: "Das Tanzen war mir generell nicht genug; ich wollte mich ausdrücken, ich wusste ja, dass ich etwas zu sagen hatte." So ging sie zurück nach New York und nahm dort Gesangsunterricht: nach der Method-Acting-Methode, den ganzen Körper benutzend und in Schwingung versetzend, ohne Rücksicht auf Vorbilder oder Dogmen, nur am besten und eigensten Ausdruck orientiert.

Was noch noch zu sagen gibt

Und was soll man sagen: Was für ein Glück! Denn beim Singen entfaltet sie nun endlich all ihre Talente: das Drama, die Körperlichkeit und die Ausdruckslust. Wer noch mehr über diesen Ausbund an Energie erfahren will, sollte mal einen Blick in diesen ZDF Beitrag wagen - "so charmant, da muss man einfach dahin schmelzen".



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