Brixtonboogie: Crossing The Borders wird supercool und absolut hot

Wed, 27 Mar 2013 14:17:00 GMT von

Wenn Tom Waits über einen Song "I love your version very much!" sagt, kommt das in Blues-Kreisen einem musikalischen Ritterschlag gleich. Wir finden, das kann man dick unterstreichen und sich tierisch auf "Crossing The Borders" freuen.

Krisz Kreuzer, Gründer des Blues-Kollektivs Brixtonboogie, freute sich also nicht zu knapp, als Waits seine Coverversion von dessen Stück "Way Down In The Hole" kürzlich mit genau jenen Worten adelte.

Album Nummer zwei

"Way Down In The Hole" ist eins von 16 Stücken auf dem zweiten Brixtonboogie-Album "Crossing Borders". Für Kreuzer musikalisch "eine konsequente Weiterentwicklung" ihres 2009 veröffentlichten Debütalbums "Urban Blues", das damals Platz 1 der iTunes Blues Charts erreichte und mit dem das Kollektiv den Blues in die Gegenwart holte. Ein Vorhaben übrigens, das zufällig entstand, als der 1962 geborene Gitarrist, Mundharmonikaspieler und Produzent Kreuzer in seinem Hamburger Studio eines Tages auf seine alten Blues-Platten-Sammlung stieß.

Geadelt

Wie ein Ritterschlag fühlt sich das Lob von Tom Waits an, der seine Zustimmung erteilte eine weitere Coverversion von "Way Down In The Whole" zu veröffentlichen. Weitere Künstler, die den Song bereits verwenden durften sind Neville Brothers, The Blind Boys of Alabama und Steve Earle. Hört euch das Snippet an und ihr werdet nicht anders können, als begeistert sein.

Blues seit Kindertagen

"Ich bin mit Blues aufgewachsen", erzählt Kreuzer. "Das ist eine Musik, die Bestand hat, Musik mit Würde und Haltung. Diese Haltung bewahren wir bei Brixtonboogie, aber wir wollen natürlich keine totgetretenen Pfade gehen. Keiner braucht die hunderttausendste Version von 'Sweet Home Chicago', und ich sehe mich auch nicht als Nachlassverwalter irgendeines Blues-Ghettos. Wir greifen den Blues auf, spielen und leben ihn aber im Hier und Jetzt."

Experimente zwischen Tradition und Moderne

Wie schon auf ihrem Debüt, vereinen Brixtonboogie also auch auf "Crossing Borders" Tradition und Moderne – mit dem Unterschied, dass dieses Mal noch mehr experimentiert wird. Deswegen auch "Crossing Borders". "Weil wir grenzüberschreitend agieren", so Kreuzer. "Vorher hat man gesagt 'da ist ein Grenzübergang, lass uns da durch schlüpfen', dieses Mal war es eher so, dass wir an einer Kreuzung standen und uns bewusst entschieden haben, einen bestimmten Weg zu gehen. Wo komm ich her? Wo will ich hin? So wie in der Geschichte von dem legendäre Blues-Musiker Robert Johnson." Glaubt man der Legende, begegnete Johnson an einer Kreuzung in Clarksdale, Mississippi, einst dem Teufel, dem er seine Seele verkaufte, um im Gegenzug ein begnadeter Gitarrist zu werden. "Nur, dass wir nicht unsere Seele verkauft haben", lacht Kreuzer.

Fast-Weltuntergang

Hätte am 21. Dezember 2012 wirklich der Weltuntergang stattgefunden, wäre uns die Premiere des Videos zu "John The Relevator" glatt entgangen. Zum Glück gibt es auch Irrtümer bei der Auslegung von Kalenderdaten…Neben diesem groovigen Song präsentieren Brixtonboogie weitere Teaserclips, die wir euch nicht vorenthalten wollen. Beeindruckend mit welcher Coolness Mascha und Ajay die Songs performen: die Haut beginnt zu frieren, das Blut kocht, wenn man ihnen zuhört - saucool und trotzdem heiss. Demnächst erscheint die zweite Single "Love Ain't Just A Word" und am 26. April kommt nach dreijähriger Pause das neue Album "Crossing The Borders.

Festschnallen und genießen, hier kommen die Teaserclips:
1. Black Betty
2. Heaven
3. Blood and Fire



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