Hallelujah - Eine Musik Challenge

Thu, 28 Apr 2016 12:55:00 GMT von

Die Single "Hallelujah" ist mittlerweile überall verfügbar, ein Album ist in Arbeit. Der dänische Überflieger Alexander Brown begeistert mit seinen lässig-rockigen Sounds die Massen und bekam vor ein paar Tagen Besuch von den zwei YouTubern Julian und Kurono.

Alexander Brown gilt als echter Ausnahme-DJ/Produzent. Sein Sound lässt sich mit nichts vergleichen. Der Däne stellt die außergewöhnlichen Sets gerne mit lässigen Grinsen seinem Publikum live vor, wobei er dieses nicht selten bis an die Grenze der Belastbarkeit treibt. Bereits zum vierten Mal in Folge ist er schon für den "Danmarks Best DJ" Award nominiert. Alexander blickt auf 11 Gold- und drei Platinauszeichnungen, sowie eine Reihe viel beachteter Kollaborationen mit internationalen Superstars wie Pitbull, Fatman Scoop oder Busta Rhymes zurück. Seine mittlerweile erhältliche Single "Hallelujah" stellt das erste Outtake des kommenden Longplayers dar. Sehr hörbar ist auch die Akustikversion des Titels.

Hybrid-House-Mix

Der Song "Hallelujah" lebt auf der einen Seite vom organischen Sound auf funky-treibender Basslinie, andererseits zieht er einen durch die rauchig-laszive Stimme der dänischen Singer-Songwriterin UHRE in seinen Bann. Außerdem verbinden sich echte Gitarren und Bässe mit elektronischen Beats zu einem ansteckenden Hybrid-House-Gemisch. Im Unterschied zu anderen DJs dreht Alexander Brown lieber seinen Amp bis zum Anschlag auf, statt auf vorgefertigte Soundschnipsel zurückzugreifen. So ist zwar ein gewisses Risiko bei Live-Sets vorhanden, andererseits ist die Clubmusik dadurch ehrlich, authentisch und wirklich handgemacht.

Musik-Challenge im Homestudio

Die beiden YouTuber Julian und  Kurono machten sich vor Kurzem auf den Weg in Alexanders Heimat Dänemark. Sie besuchten den DJ Zuhause in seinem eigenen Tonstudio und forderten ihn zu einem kleinen Kräftemessen heraus. Alle Drei verstanden sich prächtig - die Chemie stimmte auf Anhieb und das Beste: Alexanders Deutschkenntnisse waren gar nicht übel. Warum die zwei Scherzbolde ihm aber weismachen wollten, das wichtigste deutschen Wort sei Schlingel, wissen wohl nur sie selbst. Der eigentliche Grund ihres Überfalls war, dass Julian und Kurona sich beim Produzieren eines Tracks mit dem skandinavischen DJ messen wollten.

Die beiden hatten 15 Minuten Zeit, um einen Song mit Gitarre und Klavier zu kreieren, wohingegen Alexander nur fünf Minuten für ein Ergebnis aus dem Computer gewährt wurden. Wer am Ende die Challenge für sich entscheiden konnte, lässt sich hier im Video herausfinden.

Interview mit Alexander Brown

Magistrix: Seitdem du 15 Jahre alt bist, bist du als DJ unterwegs. Wie bist du zur Musik gekommen und was/wer hat dich inspiriert?

Alexander: Ich habe sehr früh als Praktikant bei einem lokalen Radiosender meiner Heimatstadt begonnen zu arbeiten. Ein DJ und Booker arbeitete auch dort und eines Tages fragte er mich, ob ich nicht Lust hätte in einem großen Club in Dänemark aufzulegen. Da ich erst 15 Jahre alt war, hatte ich noch keinen Führerschein, weshalb meine Eltern mich immer zu den Clubs fahren mussten. Sie haben mich immer unterstützt und auch zuhause gab es immer eine Menge Musik als ich noch klein war. Ich fand Musik schon immer toll, wobei ich eigentlich eher Rockmusik bevorzuge. Meine großen Vorbilder sind Pearl Jam, Johnny Cash und Johnny Depp. All die Jungs, die niemals den einfachen Weg gewählt haben. Mich inspirieren Menschen, die keine Angst davor haben ihr wahres Inneres zu zeigen.

M: Wenn du kein DJ geworden wärst, was wärst du dann geworden?

A: Eigentlich hatte ich niemals diesen ‘Plan B’. Ich wusste schon immer sehr genau, was ich machen wollte. Aber eventuell wäre ich dann jetzt an einer Schule oder einem Kindergarten.

M: Deine Single heißt "Hallelujah". Kannst du uns die Geschichte und Inspiration dahinter erzählen?

A: Überraschenderweise wurde der Song tagsüber geschrieben. Als wir im Studio waren, hatten wir ganz plötzlich die Songzeile ‘Hallelujah - you just mind-fucked me’ im Kopf und von da an schrieb sich der Song quasi von alleine. Das war eine von diesen Jamsessions, bei denen einfach alles auf natürliche Art und Weise von alleine läuft. Wir haben nichts erzwungen. Ich habe zuvor schon einige andere Songs gemeinsam mit UHRE gemacht und es läuft eigentlich immer so wie beschrieben - die Kombination fühlt sich einfach richtig an. Der Song selbst kann positiv oder negative gesehen werden. Das hängt ganz vom Zuhörer ab, denn die Textzeile ‘fuck your mind’ wird von jedem anders interpretiert. Wenn ich es höre denke ich an etwas positives. Es ist immer sehr überwältigend, wenn etwas unerwartet Gutes passiert, so dass du Gänsehaut bekommst und es dir einfach auf gute Weise den Kopf vögelt.

M: Mit wem hast du die Single geschrieben und produziert?

A: Die Single habe ich gemeinsam mit UHRE und einem weiteren Songwriter geschrieben. Produziert habe ich sie selbst in meinem Heimstudio. Ich glaube, dass ich vier verschiedene Versionen produziert habe bevor ich den gewünschten Sound gefunden habe. Meine Priorität dabei war etwas ganz Neues zu kreieren.

M: Wie würdest du das Musik Genre bezeichnen, in dem du dich bewegst?

A: Musik. Ich kümmere mich nicht um Genres, um mal ganz ehrlich zu sein. Ich denke, ein Track wie ‘Hallelujah’ ist einzigartig und lässt sich nicht in ein Genre stecken. Aber wenn ich etwas nennen müsste, wäre es ‘Organic House’.

M: Was hebt dich von deinen DJ-Kollegen ab?

A: Ich bin der beste darin Ich selbst zu sein, ich bin also einfach 100 Prozent Ich. Ich denke, dass einige Typen in der Musikindustrie versuchen wie jemand anderes zu klingen oder jemand anderes zu sein. Das habe ich nie verstanden. Ich will nicht zwingend generell der Beste sein, sondern einfach nur die beste Version von mir.

M: Du hast schon Remixe mit Pitbull und Busta Rhymes gemacht. Wie war das für dich?

A: Eigentlich waren es Original-Tracks mit Busta und Pitbull. Es war eine großartige Erfahrung und Ehre für mich und etwas, was ich noch nie zuvor versucht hatte. In vielerlei Hinsicht hat es mir die Augen geöffnet. Ich habe dadurch gemerkt, wie ich mein eigenes Spiel vorantreiben kann. Ich dachte immer: ‚Wenn du Typen wie diese für ein Feature bekommst, musst du etwas richtig machen.‘ Und die ganze Idee hinter ‚Wenn du davon träumen kannst, kannst du es auch machen‘ fing an in mir zu wachsen. Um es in eine Schale zu packen: Es wird immer eine einzigartige Erinnerung für mich bleiben und ich freue mich endlos darüber diese Chance bekommen zu haben die Tracks mit ihnen zu machen.

M: Gibt es einen Produzenten oder Musiker mit dem du gerne arbeiten wollen würdest?

A: Einer meiner größten Träume ist es mit Eddie Vedder (Pearl Jam) oder Myles Kennedy (Alter Bridge) zu arbeiten. Aber ich würde es auch großartig finden Johnny Depp für einen Gitarrenpart auf einem Track zu bekommen.

M: Was können wir in 2016 von dir erwarten?

A: Ich arbeite gerade an einem Album. 2016 werden einige Singles von mir folgen, angefangen mit ‘Hallelujah’. Danach ist der Plan auf Tour zu gehen und einige großartige Live-Gigs in der ganzen Welt zu spielen.

M: Was ist dein Ziel in den nächsten 10 Jahren?

A: Ich will die Welt bereisen und hoffentlich viele Herzen rund um den Globus mit meiner Musik berühren.

 



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