Übung macht die Meisterin

Fri, 22 Nov 2013 10:19:00 GMT von

Viel passiert in kurzer Zeit: Am 11. Mai entschied Beatrice Egli mit einem klaren Ergebnis die Jubiläumsausgabe der erfolgreichen Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" für sich.

Nur wenige Tage später veröffentlichte die junge Schweizerin ihr Album "Glücksgefühle", das in ihrer Heimat auf Platz eins der Charts einstieg, in Deutschland und Österreich den zweiten Rang erreichte. Anschließend ging die 25-jährige Sängerin auf Tour. Ein gutes halbes Jahr später steht das Schlager-Newcomerin aus Pfäffikon mit ihrem neuen Album "Pure Lebensfreude" - erneut geschrieben und produziert von Chefjuror und Mentor Dieter Bohlen - wieder in den Startlöchern. "Mein Leben ist derzeit unglaublich verrückt, und ich freue mich, dass es immer weitergeht und nicht aufhört. Jeder einzelne Termin ist für mich etwas ganz Besonderes." Es klingt aufgeregt, aber auch abgeklärt. In knapp sechs Monaten hat die gelernte Schauspielerin gelernt, ein Schlagerstar zu sein.

Voller Terminkalender

Der Terminkalender der blonden Künstlerin ist seit ihrem Gewinn bis zum Bersten gefüllt: Bereits im Juni, und damit nicht einmal einen Monat nach dem "DSDS"-Finale, begannen die Arbeiten an der neuen Platte. Klingt stressig, aber die Eidgenossin wiegelt ab: "Ich lebe zu sehr im Moment. 2014 ist zwar schon fast durchgeplant, und auch Ideen für 2015 laufen bereits an, aber ein bisschen Spontaneität und Flexibilität versuche ich mir noch zu bewahren."

Kritiker als Preis der Prominenz

Der Preis der neugewonnenen Berühmtheit ist hoch - darunter leidet nicht nur die eigene Freiheit und Freizeit. Je mehr eine prominente Person in den Fokus der Öffentlichkeit drängt, desto wahrscheinlicher wird es, dass kritische Stimmen ihr gegenüber lauter werden. "Mir hilft der Gedanke, dass umso mehr Menschen mich kennen, auch mehr Meinungen über mich existieren. Dagegen kann ich nichts machen, aber so lange ich mit mir selbst im Reinen bin, ist das nicht weiter schlimm", teilt die Sängerin ihre Erfahrungen mit, um selbstbewusst fortzuführen: "Wenn jemand nicht das mag, was ich mache, ist das seine Meinung. Die darf jeder haben, wie er möchte. Um mich herum sind so viele tolle Menschen, die mich unterstützen und mit mir diesen Traum erleben, dass ich ihn auch richtig genießen kann."

Bodenhaftung

Dass die blonde Schweizerin bei all ihren Liveshows, Goldauszeichnungen und Lobpreisungen nicht abhebt, dafür sorgen Eltern und Bekannte. "Die werden auch immer für mich da sein, egal, ob mit oder ohne Erfolg", weiß die ausgebildete Schauspielerin. "Ich bin dankbar, dass alles genauso geblieben ist wie es vorher war - denn das hält mich auch auf dem Boden." Damit auch alles so bleibt wie es ist, versucht Egli, so oft wie es nur geht, in die Schweiz zu fahren.

Freizeit in den Bergen

Dabei weiß die Musikerin aus dem Kanton Schwyz bereits ganz genau, was es bedeutet, längere Zeit von der Heimat weg zu sein. Schließlich absolvierte sie 2011 ihre Ausbildung zur Schauspielerin und zwar auf der Schule für Schauspiel in Hamburg. Für eine junge Schweizerin schon ein kleiner Kulturschock: "Ich frage mich im Nachhinein immer noch, wie ich die Ausbildung in der Hansestadt ohne Berge schaffte", lacht sie vergnügt. "In meiner Freizeit fuhr ich aber immer in die Schweiz und in die Berge, und das mache ich auch heute noch."

Hochdeutsch wie die Muttersprache

Ihre Zeit auf der Schauspielschule nutzte die Sängerin vom Zürichsee für ihre Stimmbildung, um sich ihren Schweizer Dialekt abzutrainieren. "Ich spreche Hochdeutsch, als wenn es meine Muttersprache wäre", berichtet die 25-Jährige von den Vorteilen ihrer Ausbildung. "Generell betrachte ich eine Schauspielausbildung für alle Künstler als eine gute Grundlage, auf der man aufbauen kann." Einen kleinen Nachteil brachte die lange Verweilzeit im hohen Norden dann doch mit sich: Ihre Verwandtschaft im Süden hatte auf einmal kleinere Probleme, ihre nun auswärtig klingende Beatrice zu verstehen. "Die Grammatik bei Hochdeutsch und Schwyzerdütsch ist vollkommen anders", weiß der Schlagerstar aus eigener Erfahrung zu berichten. Einige Satzkonstruktionen machten auf einmal keinen Sinn mehr, da Egli versuchte, eine Sprache in die andere zu übersetzen und umgekehrt.

Schauspielerfahrung

Bei all den positiven Erlebnissen der letzten sechs Monate, die sie auch vor die TV-Kameras der RTL-Soap "Unter Uns" führten, konnte sich die Sängerin einen Traum noch nicht erfüllen: "Ich würde so gerne mal in einem Rosamunde-Pilcher-Film mitspielen und mich auch schauspielerisch weiterentwickeln. Es ist noch nichts Spruchreifes dabei, aber mal schauen, was die Zukunft mit sich bringt." Die Schlagersängerin Beatrice Egli in einer romantischen Geschichte, die an einer zerklüfteten Küste spielt? Das würde sicherlich passen. Aber die Schweizerin würde sicherlich auch lernen, noch andere Rollen zu spielen.

teleschau | der mediendienst



2 Kommentare

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05. Oktober, 06:38 Uhr
von martin

Ich wilm dich sehen

29. Januar, 12:07 Uhr
von Jenny

Beatrice Egli

Qmn