Beatrice Egli: "Ich lebe meinen Traum"

Tue, 14 May 2013 10:23:00 GMT von

Köln, 11. Mai, 23.05 Uhr, Beatrice Egli setzt sich gegen ihre Konkurrentin Lisa Wohlgemuth durch und entscheidet das Finale der Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" für sich.

70,25 Prozent der Zuschauer votierten für die 24-jährige Schweizerin - ein klarer Sieg, nicht nur für die blonde Sängerin, sondern auch für den deutschsprachigen Schlager. Mit Titeln von Helene Fischer und Vicky Leandros begeisterte sie nicht nur im Finale das Publikum. Folglich blieb die große Sensation in der zehnten "DSDS"-Staffel auch aus, viele sahen in Beatrice Egli schon seit Wochen die große Gewinnerin, auch wenn sie im Gespräch diese Favoritenrolle bei sich selbst nie sah. Einen Tag nach ihrem Erdrutschsieg kann sie die Situation, in der sie sich gerade befindet, aber immer noch nicht ganz fassen.

magistrix: Frau Egli, können Sie die Zahl Ihrer Gratulanten eigentlich noch zählen?

Beatrice Egli: Ich kann gerade von Glückwünschen nicht genug kriegen (lacht). Die Gratulanten helfen mir zu realisieren, dass es wirklich wahr ist, dass ich das Finale für mich entscheiden konnte. Umso mehr Nachrichten und Glückwünsche eintrudeln, desto schneller begreife ich vielleicht, was hier passiert ist. Bis jetzt ist es noch ein ziemlich unwirklicher Moment für mich, ich bin noch ganz konfus.

magistrix: Konnten Sie nach Ihrem Sieg überhaupt schlafen oder war daran gar nicht zu denken?

Egli: Ja, ich konnte schlafen. Zwar nicht sehr viel, da ich meinen Sieg noch ausgiebig feierte, aber ein bisschen geschlafen habe ich. So ein Stündchen vielleicht (lacht).

magistrix: Wenn Sie auf der Bühne stehen und hinter Ihnen auf den Studioleinwänden Einspieler von Ihnen gezeigt werden, realisiert man da überhaupt, dass man das selbst ist oder dachten Sie, dass es eine andere Person sei?

Egli: Ich habe da nie sonderlich hingeschaut. Ich habe meistens ins Publikum oder in die Kameras gesehen. Erst nach den Sendungen sah ich mir Sachen von mir im Internet an. Und dann dachte ich mir: "Ach ja, schau an, die kleine Beatrice!" (lacht)

magistrix: Haben Sie von sich im Internet eigentlich viel gelesen oder versuchten Sie weitestgehend, das alles auszublenden?

Egli: Ich versuchte schon halbwegs mitzubekommen, was alles über mich geschrieben wurde. In erster Linie interessierten mich natürlich nur die positiven Artikel und Kommentare.

magistrix: Es kursierte ja kurzzeitig das Gerücht, dass das Finale aufgrund der Erkrankung Ihrer Konkurrentin Lisa Wohlgemuth verschoben werden könnte. Hatten Sie da keine Bedenken?

Egli: Nein, da hatte ich keinerlei Sorge. Das Finale hätte auch nicht verschoben werden können. Kommenden Samstag ist doch der "Eurovision Song Contest" (lacht). Es existiert ja auch ein "Deutschland sucht den Superstar"-Regelwerk, in dem festgelegt wurde, dass eine Verschiebung nicht möglich wäre. Demnach wusste ich, dass das Finale stattfindet.

magistrix: Schauen Sie sich den Eurovision Song Contest an?

Egli: Na klar! (lacht) Jede Sängerin und jeder Sänger schaut sich doch den ESC an. Es ist ein absolutes Muss, und ich freue mich schon darauf.

magistrix: Wem drücken Sie die Daumen: Deutschland oder der Schweiz?

Egli: Ich drücke allen die Daumen. Ich hoffe einfach auf eine gute Show, und das beste Lied des Abends verdient es dann zu gewinnen.

magistrix: Im Finale galten Sie als die gesetzte Topfavoritin. Wie gingen Sie mit dem Druck um?

Egli: Ich sah mich selbst nie als die absolute Topfavoritin. Ich war immer der Außenseiter, deswegen musste ich damit gar nicht umzugehen wissen. Ich war alles andere als eine Favoritin, mich hatte anfangs niemand auf dem Schirm. Ich singe Schlager und bin eine Frau. Keiner hat mich so weit vorne gesehen.

magistrix: Sie sind erst die zweite Frau, die DSDS für sich entscheiden konnte und dazu noch die zweite Schweizerin. Kommt da ein wenig Stolz auf?

Egli: Es ist total toll, dass bei der Jubiläumsstaffel von "Deutschland sucht den Superstar" eine Frau gewonnen hat. Und dann eben noch mit Schlager, das hätte doch keiner gedacht. Einfach fantastisch.

magistrix: Wie erklären Sie sich, dass der eigentlich schon totgeglaubte Schlager auf einmal wieder so ein Comeback feiern konnte?

Egli: Für mich war Schlager schon immer in, und mit dem DSDS-Format wurde das Genre weiter verjüngt. Ich zeige den Leuten, was Schlager auch sein kann. Deswegen knallte das auch so gut, und dieser Knall freut mich (lacht).

magistrix: Die letzten Monate waren bei Ihnen komplett verplant, das wird sich nun auch nicht mehr so schnell ändern. Haben Sie keine Sorgen, überhaupt keine Zeit mehr für sich zu haben?

Egli: Ich hoffe, dass meine Zeit komplett verplant wird. Das wollte ich auch, ich möchte ganz viel zu tun haben. Das war ein großer Wunsch von mir. Ich möchte auf ganz vielen Bühnen stehen und so viele Interviews wie nur möglich geben. Da brauche ich keine Zeit für etwas anderes. Ich mache das, was ich liebe, und ich lebe meinen Traum.

magistrix: Was machen Sie mit den 500.000 Euro Preisgeld?

Egli: Keine Ahnung, darüber habe ich mir noch keine großen Gedanken gemacht. Die größte Freude und der größte Hauptgewinn für mich ist es, dass ich ab Oktober auf Tour gehen darf.

magistrix: War Ihnen der Kult, der um Ihre Person gemacht wurde, nicht manchmal etwas unheimlich?

Egli: Hier geht wirklich eine richtige Rakete ab. Ich bin glücklich, auf ihr sitzen zu dürfen, aber andererseits fliegt die so dermaßen schnell, dass ich aufpassen muss, nicht runterzufallen. Mich unterstützen aber so viele großartige Menschen, die mit mir gemeinsam diesen Weg gehen und mich notfalls auf dem Boden halten, dass nur die Rakete und nicht ich abhebe (lacht).

magistrix: Können Sie ohne Bodyguard überhaupt noch auf die Straße gehen?

Egli: Ich habe es zumindest nicht mehr versucht (lacht).

magistrix: Wann erscheint Ihr erstes Album?

Egli: Die Platte erscheint am 17. Mai, mein Siegersong "Mein Herz" bereits drei Tage früher.

magistrix: Und wann haben Sie Ihren ersten Auftritt bei Carmen Nebel?

Egli: Die hat sich bei mir noch nicht gemeldet (lacht).

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4 Kommentare

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01. Mai, 10:19 Uhr
von christina

bin christina darf ich bitte ein autogram ?

16. April, 15:56 Uhr
von PETER

ICH will dich sehen

13. Juni, 18:40 Uhr
von martin

I a die im Blick gesehen

12. März, 07:29 Uhr
von Jennifer

Sein Blick
Er lacht mich an
Er zog hier ein
Gleich nebenan
Er ist ein Bild von Mann
Wie ein Magnet
Zieht er mich an

Qmn