Kehrt Limp Bizkit den USA den Rücken?

Mon, 20 Aug 2012 05:54:00 GMT von

Die erfolgreiche US-amerikanische Nu-Metal-Band Limp Bizkit will nicht mehr in ihrer Heimat auftreten. Seit 2006 sind die Jungs nicht mehr vernünftig in Amerika auf Tour gewesen.

Weicher Keks

Limp Bizkit wir abgeleitet von Limp Biscuit (weicher Keks), was umgangssprachlich soviel heißt wie "weich in der Birne". Aber wie kommt man darauf so einen Namen für seine Band zu nehmen? Da kam den Bandgründern Fred Durst, Sam Rivers und John Otto der Zufall zu Hilfe. Ein Freund vom heutigen Frontmann Fred Durst sagte dem einmal, dass sich sein Hirn anfühle wie ein "limp biscuit". Somit war der Name der Band gefunden. 1997 veröffentlichten die Punker ihr Debütalbum "Three Dollar Bill, Yall$". Dies verkaufte sich gleich sechs Millionen Mal und bekam zwei Mal Platin. Als Singles wurden u.a. "Counterfeit" und "Faith" ausgekoppelt. Die Kritiken waren voll des Lobes für die junge aufstrebende Band. Sie wären von Bands wie Korn, den Red Hot Chili Peppers und Faith No More beeinflusst. Was sie aber vom Rest abhebe, sei diese frenetische Energie mit der sie ihre Songs spielen würden.

 

Weiterer Weg

1999 hatten die Jungs um Fred Durst mit "Significant Other" ihr erstes Nummer eins Album in den USA. Dieses Album war mit knapp acht Millionen verkauften Einheiten sehr erfolgreich. Mit dem Nachfolger "Chocolate Starfish and the Hot Dog Flavored Water" 2000 konnten sie nicht nur an diesen Erfolg anknüpfen, sie konnten ihn übertreffen. Diese Scheibe ging gleich in den USA, In Deutschland, Österreich und in England auf Platz eins. Die Single "Rollin' (Air Raid Vehicle)" stieg in England ebenfalls auf Platz eins. Die wohl erfolgreichste Single war "Behind Blue Eyes" im Jahre 2003. Dabei handelt es sich um ein Cover des Originals von The Who aus dem Jahr 1971. Insgesamt sind Limp Bizkit mit knapp 33 Millionen verkauften Alben eine der erfolgreichsten Bands in ihrem Musikgenre.

 

Amerika? Nein Danke!

Frontmann Fred Durst ließ in einem Interview verlauten, dass Limp Bizkit nicht mehr in Amerika spielen werden. Da ginge es immer nur um das Neue. Sie hätten das Gefühl, für viele Menschen nur etwas Temporäres gewesen zu sein. Sie hätten Amerika jetzt seit Jahren boykottiert, so Durst. Die Enttäuschung ist deutlich. Viele frühere Fans der Gruppe wären mittlerweile weitergezogen. Der "Boiler"-Sänger sagte, dass Limp Bizkit nur ein Augenblick gewesen sind. Dieser sei nun vorbei. Genau diese letzte Aussage stachelte jetzt die Gerüchteküche an.

 

Aus und vorbei?

Lösen sich Limp Bizkit jetzt auf? Gegenüber "Metal Injection" sagte der Sänger, dass er in Amerika nicht mehr spielen wolle und könne. Er wisse einfach nicht was in Amerika vor sich ginge. Es ginge nur noch um Verkaufszahlen im Land der Kollaborationen. Die Band sei nur Limp Bizkit und sie wüssten auch nicht, wie sie etwas Anderes sein könnten. Ist damit der "Moment" von Limp Bizkit wirklich vorbei? Der Gitarrist Wes Borland stellte später per Twitter klar, dass die Band sich keineswegs auflösen werden. Auch von Leadsänger Fred Durst kamen dann ganz andere Töne. Er sprach sogar von einer USA-Tour, die in Arbeit sei. Was denn nun? Ein Fall von weicher Keks oder ist das Ganze ein Versuch etwas mehr Aufmerksamkeit auf sich zu richten? Dann ist es aber ein ziemlich chaotischer. Vielleicht sollten sich die Jungs erstmal bandintern einigen was Sache ist und dann mit der Öffentlichkeit sprechen.



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