Bushido nahm seinen umstrittenen Bambi entgegen

Fri, 11 Nov 2011 10:37:00 GMT von


Schon im Vorfeld der gestrigen Bambi-Verleihung hatte es heftige Diskussionen gegeben, dennoch nahm Bushido den Bambi aus der Hand von Peter Maffay entgegen und hielt eine ellenlange Dankesrede.

Trotz vieler Proteste nahm Bushido gestern Abend in Wiesbaden einen Bambi für Integration aus der Hand von Musikerkollege Peter Maffay entgegen. Die Chefredakteurin der Zeitschrift "Bunte" hatte bereits angekündigt, dass dieser Preisträger polarisieren würde, aber jeder hätte seine zweite Chance verdient. Die Laudatio, die Peter Maffay daraufhin verlas, versuchte dann ebenfalls Verständnis für den Rüpel-Rapper zu wecken. Dabei sagte der gebürtige Rumäne: "Wir sind beide Musiker und Abenteurer. Die Stilistik ist dabei Nebensache. Was zählt, ist die Haltung." Am Ende von Bushidos Dankesrede blieb die Frage offen - was hat er denn nun eigentlich gesagt? Er redete in Endlosschleife und ohne viel Substanz aber die Kernaussage dürfte gewesen sein: "Ich habe gelernt, dass das, was ich gemacht habe, falsch war."

Peter Plate bewies Mut mit seiner Protesthaltung

Das Duo Rosenstolz, dem ebenfalls ein Bambi verliehen wurde für ihr diesjähriges Comeback, bezog dann auch Stellung zur Preisvergabe an Bushido. Sänger Peter Plate sagte unter Applaus: "Jeder hat die Chance für einen Neuanfang in unserer Gesellschaft, das finde ich völlig korrekt. Aber was ich nicht korrekt finde ist, dass so wenige Jahre nachdem ein Musiker frauenfeindliche Texte, schwulenfeindliche Texte und im Endeffekt menschenverachtende Texte veröffentlicht hat, so einen Musiker heute Abend auszuzeichnen“. Der Lesben- uns Schwulenverband (LSVD) protestierte ebenfalls: "Burda leistet sich damit einen krassen Missgriff. Bushido hetzt seit Jahren gegen Homosexuelle und ruft in Liedtexten unverblümt zur Gewalt gegen Schwule auf. Gewalt und Hass verdienen keine Ehrungen, sondern müssen klipp und klar verurteilt werden." Auch die Grünen Politikerin Claudia Roth, die den LSVD unterstützt, kritisierte die Methode Bushidos mit den Worten: "Es ist mehr als verwunderlich, wenn ein Künstler wie Bushido für die Bambi-Jury als Vorbild für gelungene Integration gilt". Der Burda Verlag, der alljährlich die Bambis vergibt verteidigte seine Entscheidung in einem Statement damit, dass Rap eine Kunstform sei, zu dessen Stilmittel der Tabubruch gehöre. Egal ob man das nun möge oder nicht. In jedem Fall bekam Bushido einen eher verhaltenen Applaus vom anwesenden Publikum und es wird sicher an diesem Abend noch die eine oder andere heisse Diskussion gegeben haben.



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12. November, 01:44 Uhr
von fcxgvbgfdh n

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