Y’akoto - Babyblues
erhältlich ab
22.08.2014
Genre
  • Rock/Pop
  • Soul
Label
Warner
Vertrieb
Warner
Laufzeit
00:58:20
Redaktion
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Der Seele nachspüren

Als Y'akoto vor zwei Jahren ihr Debütalbum "Babyblues" veröffentlichte, erfand sie für sich mal eben ein neues Genre: "Soul Seeking Music". Dahinter verbirgt sich eine Mischung aus Soul, Pop, Singer/Songwriter, Folk und afrikanischen Einflüssen, gepaart mit Texten, die tief in ihre Seele leuchten. Y'akoto wurde prompt für einen Echo als beste Künstlerin nominiert und feierte sogar in Amerika, Polen und Italien kleine Erfolge. Auf den laut Y'akoto noch leicht naiven "Babyblues" folgt nun der ausgewachsene "Moody Blues". Will heißen: Die 26-Jährige klingt auf ihrem zweiten Album noch reifer und selbstbewusster.

Produziert wurden die Songs erneut unter anderem vom Kahedi-Team, hinter dem sich Samon Kawamura, Max Herre und Roberto Di Gioia verbergen. Und Y'akatos Wurzeln - sie wurde zwar in Deutschland geboren, verbrachte allerdings einen Großteil ihrer Kindheit in Afrika - hört man den Liedern auch dieses Mal an: Songs wie "Tobo Darling" und "Don't Call" sind von Afro-Sounds geprägt. Doch im Gegensatz zum Debüt spielt Y'akoto dieses Mal noch mehr mit Pop und Soul. Da sind Pop-Balladen wie "Forget", warme Soul-Stücke wie "I Will Go Down" und gutgelaunte Upbeat-Nummern wie "Save You" oder Perfect Timing", die echtes Hitpotenzial besitzen.

Dabei lohnt es sich auch dieses Mal genauer auf die Texte zu hören. Denn Y'akoto erzählt darin Geschichten, die es in sich haben. In dem Gospel-Stück "Off The Boat", dessen Instrumentierung lediglich aus kargen Klanghölzern und Stimmengewirr besteht, versetzt sie sich in die Situation von Flüchtlingen, in der Klavierballade "Mother And Son" geht es darum, dass viele Söhne auf der Welt ohne ihre Väter aufwachsen müssen.

Das bewegendste Stück des Albums ist jedoch "Come Down To The River". Darin singt Y'akoto von einer Frau, die in einem Fluss die Stimme ihres verstorbenen Mannes hört und auch ihrem Leben ein Ende setzen will. Am Ende weiß man gar nicht, was mehr unter die Haut geht - ihre tolle Stimme oder diese beeindruckenden Geschichten. So oder so: "Moody Blues" ist der Beweis, dass Y'akoto derzeit zu den spannendsten Künstlerinnen Deutschlands gehört.

Nadine Lischick
teleschau | der mediendienst

Tracklist

Disc 1
Titel Unsere Songtexte
1 Diamonds
3 Talk to Me
4 Drunk or High
5 Y’akoto’s Babyblues Y’akoto’s Babyblues
6 Moving
7 Good Better Best
8 Tonight
9 Bodymovements
10 Sitting ’round the Table
11 Whatever Dear
12 What Makes You Strong
13 Without You
14 Truth

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