Robin Schulz - Sugar
erhältlich ab
25.09.2015
Genre
  • House/Techno
  • Deep House
Label
Tonspiel
Vertrieb
Warner
Laufzeit
00:53:16
Redaktion
Eure Bewertung

Elf Chartsstürmer

Robin Schulz, den zurückhaltenden DJ-Superstar aus Osnabrück, muss man glücklicherweise gar nicht mehr groß vorstellen. Zumindest nicht seine Musik: Mit diversen Nummer-eins-Singles und mehreren weltweit millionenfach gestreamten Songs wie "Waves" oder "Prayer in C" gehört er zu den Größen des lohnenswerten Deep-House-Geschäfts. Er schafft das Kunststück, auch bei vermeintlich elektro-resistenten Musikliebhabern im Ohr hängen zu bleiben, ob die das nun wollen oder eben nicht. Und so ist es kein Wunder, dass das zweite Album "Sugar" ziemlich nahtlos dort weitermacht, wo das Debüt "Prayer" vor ziemlich genau einem Jahr aufhörte.

Sicherlich ist ein DJ, der vor allem für seine erfolgreichen Remixe von bekannten (David Guetta, Coldplay) und eher im Underground gehypten Künstlern (Mr. Probz, Lykke Li, Active Child) gefeiert wird, nicht auf das klassische Albumformat angewiesen. Seine Bekanntheit erlangte Schulz schließlich 2013 mit Neuabmischungen bekannter Hits, die er auf seiner Soundcloud-Seite veröffentlichte.

Wenn man nun trotz alledem ein Album wie "Sugar" zur Gänze anhört, wird einem erst bewusst, wie dominant der Künstler in den hiesigen und auch ausländischen Charts vertreten ist - und wie er diese in den vergangenen Monaten mit beeinflusste. Nur logisch, dass der 28-jährige Superstar dieses Jahr nicht nur den deutschen Echo in der Kategorie "Dance National" empfangen durfte, sondern im Februar auch für den begehrten Grammy Award in der Kategorie "Best Remixed Recording, Non Classical" nominiert war.

Die gleichnamige Single zum Album und auch "Headlights (feat. Ilsey)" waren schon im Vorfeld auf Dauer-Rotation im Radio. Auch sonst kann man sich eigentlich jeden der elf Songs als mitreißenden Mainstream-Clubhit vorstellen. Schulz konzentrierte sich dieses Mal tatsächlich mehr auf sein eigenes Material - das Debüt bestand vornehmlich aus Remixe. Einige neue Talente wie J.U.D.G.E., soFly, Singer/Songwriter Graham Candy, sowie etablierte Künstler wie Akon und DJ-Kollege Moguai holte er höchstpersönlich für seine eigenen Ideen ins Studio.

Eine besondere Ehre war es für Schulz indes, dass Elektro-Legende Moby seine Einladung annahm und den Track "Moonlit Sky (with the Void Pacific Choir)" mitproduzierte. Am Robin-Schulz-Sound ändert das derweil nicht viel. Seine perfekte Symbiose aus Ohrwurmtauglichkeit, Tanzbarkeit und Uniformität schreit nach wie vor nach den höchsten Charts-Würden.

Klaas Tigchelaar
teleschau | der mediendienst

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