Yes - Heaven & Earth
erhältlich ab
18.07.2014
Genre
  • Rock/Pop
  • Progressive Rock
Label
Frontiers
Vertrieb
Soulfood
Laufzeit
00:53:18
Redaktion
Eure Bewertung

Sag ja zur Blumenwiese

Am Ende kommt es dann doch noch unter dem Bett hervorgekrochen: Das kleine Prog-Monster, auf das Yes-Fans der alten Schule gewartet haben. "Subway Walls" verteilt auf neuneinhalb Minuten seine Geschenke. Die nimmt gerne entgegen, wer noch da ist. Und angesichts des zuvor veranstalteten Ausflugs von "Heaven & Earth" nicht bereits selig in türkis bemalten Träumen schwebt.

Willkommen im Prog-Pop-Schmetterlingshaus. Es geht um Liebe und Licht. Yes hatten immer schon ihren eigenen kleinen Planeten, auf dem sie lebten. Umso schöner war es, als "Fly From Here" im Jahre 2011 wieder auf der Erde landete. Das Album punktete, was nicht zuletzt der Mitwirkung von Trevor Horn (Buggles) zu verdanken gewesen sein dürfte. Der ist bei "Heaven & Earth" nicht mit von der Partie. Dafür brachte sich Neu-Sänger Jon Davison (Glass Hammer) aktiv ein. Auf den aktuellen Bandfotos sieht er wahlweise wie ein Biomarktverkäufer, Naturreligionsguru oder Berufsgutmensch aus. Er greift zur Akustikgitarre und wandert mit seinen neuen Freunden Steve Howe (Gitarre), Geoff Downes (Keyboards), Chris Squire (Bass) und Alan White (Drums) auf den Berg: "So I climbed to the height of a mountain line / Is there a vision here / Woven to touch / And all to capture light?"

Der Einstieg mit "Believe Again" weist den Weg. Yes stehen im Jahre 2014 für gut gestricktes, gefälliges Songwriting ohne Ecken. Auch "The Game" und "To Ascend" unterstreichen dies. Mit Roy Thomas Baker (Queen, The Cars) wurde darüber hinaus ein prominenter Produzent engagiert. Der Mann ist für Yes kein Unbekannter: Bereits Ende der Siebziger war es zu einer Kollaboration gekommen, die jedoch ohne konkretes Ergebnis blieb und von Sänger Jon Anderson als "komplette Katastrophe" bezeichnet wurde.

"Heaven & Earth" klingt wenig bissfest, beizeiten auch kuschelig. Was aber nicht böse gemeint ist: Es besitzt einige einnehmende Momente und einige typische Yes-Elemente. Mit den gängigen Referenzwerken der Band hat es jedoch wenig zu tun. Mit Ausnahme vielleicht von "Subway Walls". Aber das Thema hatten wir ja bereits.

Alexander Diehl
teleschau | der mediendienst

Tracklist

Disc 1
Titel Unsere Songtexte
1 Believe Again
2 The Game
3 Step Beyond
4 To Ascend
5 In a World of Our Own
6 Light of the Ages
7 It Was All We Knew
8 Subway Walls

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