Soundgarden - King Animal
erhältlich ab
09.11.2012
Genre
  • Rock/Pop
  • Rock
Label
Mercury - UID
Vertrieb
Universal
Laufzeit
00:52:01
Redaktion
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Man hätte nicht unbedingt damit gerechnet, 16 Jahre nach dem fulminanten "Down On The Upside" wirklich noch einmal ein neues Album von Soundgarden in den Händen halten zu dürfen. Klar, Seattles damaliges Grunge-Flaggschiff nach Nirvana und Pearl Jam hatte bereits Anfang letzten Jahres die Arbeit am neuen Longplayer angekündigt, doch was heißt das bei den vier Querköpfen schon? Jederzeit hätte man sich wieder zerstreiten, musikalische Differenzen nicht ausdiskutieren oder einfach das große Ego des anderen wieder klein streiten können. Doch die bisherige Arbeit seit der Reunion vor über zwei Jahren hat wohl das gemeinsame Verständnis untereinander gestärkt: Tolle Live-Shows und überzeugende Appetizer in Form einzelner Songs ("Black Rain", "Live To Rise") legten die Vermutung nahe, dass da was Gutes nachkommen könnte. Vielleicht fließt das neue Werk "King Animal" gerade deshalb so berauschend durch die Gehörgänge, weil es nicht nur physisch greifbar, sondern auch noch verdammt großartig ist.

In der Tat waren Soundgarden viel zu lange weg, wie sie in "Been Away Too Long" konstatieren, der von griffigen Riffs dominierten ersten Single, die so herzlich beschwingt nach vorne rockt. Das folgende "Non-State Actor" springt indes wie ein hungriges Raubtier aus dem großen Off. Sänger Chris Cornell schreit sich dabei die Last von den Schultern, als müsse er explizit die bösen Geister der Erwartungshaltung verscheuchen, die wohl bei der Entstehung von "King Animal" Pate gestanden haben müssen.

Anscheinend hat es gewirkt, denn Soundgarden haben all das, was sie einst ausmachte, bestmöglich in die Gegenwart von "King Animal" portiert: Komplexität und Härte treffen auf stilübergreifende Leichtigkeit und knackige, augenzwinkernde Melodie-Bögen. Beispiele: "Blood On The Valley Floor" entfaltet diese typische, zwischen den Riffs schlurfende Gewalt eines sanften Riesen, die Soundgarden einst auf "Badmotorfinger" perfektionierten. Dabei wird beständig gegroovt, ohne den knochentrockenen Rock zu verwässern. In "A Thousand Days Before" gönnen sich Cornell und Co. einen gelungenen sonischen Ausflug in den Orient. Und auch der Schlusspunkt "Rowing", ein progressiver Blues mit Gospel-Einschlag, hält das durchgehend hohe Niveau der Platte bis zum letzten Ton. Besser hätte das Soundgarden-Comeback nicht laufen können.

Constantin Aravanlis
teleschau | der mediendienst

Tracklist

Disc 1
Titel Unsere Songtexte
1 Been Away Too Long Been Away Too Long
2 Non-State Actor
3 By Crooked Steps By Crooked Steps
4 A Thousand Days Before A Thousand Days Before
5 Blood on the Valley Floor Blood on the Valley Floor
6 Bones of Birds Bones of Birds
7 Taree Taree
8 Attrition Attrition
9 Black Saturday Black Saturday
10 Halfway There Halfway There
11 Worse Dreams Worse Dreams
12 Eyelid’s Mouth
13 Rowing Rowing

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