Schwarzer Monolith Lyrics

Vor achtzehn Monaten wurde der erste Beweis für die Existenz von bewußtem, intelligentem Leben außerhalb der Erde entdeckt.
Wir fanden auf dem Mond einen schwarzen Monolith, der fünfzehn Meter unter der Oberfläche in der Nähe des Kraters Tycho vergraben war.
Außer einer sehr kräftigen Strahlung, die auf Jupiter gerichtet ist, bleibt der vier Millionen Jahre alte Monolith völlig inaktiv.
Sowohl sein Ursprung wie auch sein Zweck sind bisher noch ein ungelöstes Rätsel.
(--> 2000 - Odyssee im Weltall (das ganze Lied geht darum))

XX-Delta-1 ist der Codename meiner Geheimmission, sie führt mich geradewegs zum Mond als irdischer Spion.
Meine Festplatte ist vollgespeist mit Instruktionen, also packe ich meine Ausrüstung samt Überlebensration.
Und schon zeichnet sich ab: die Zeit ist knapp bemessen, zweiundsiebzig Stunden, hoffentlich hab' ich nichts Entscheidendes vergessen.
Und selbst wenn, ich steh' im Kontakt zur Bodenstation durch ein Implantat, so erhalte ich auch neue Informationen.
Der Countdown läuft, ich verlass' die Erdrotation und begebe mich zu jenem Krater in der Tycho-Sektion.
Planquadrat Y, sieben Alpha eins Strich zwei! Ich scanne sofort die Oberfläche und bemerke nebenbei Unebenheiten
in der Molekularstruktur des Planeten. Ich muß mich wohl im Radius des Monolithen bewegen.
Finsternis umgibt mich, also nutze ich mein Infrarotvisier, sehe dadurch Wärmefelder, an denen ich mich orientier'.
Ich analysiere die Umgebung, kombinier' die Koordinaten, vergleich' die Wahrscheinlichkeitsrechnung mit den vorhandenen Daten.
Jedoch etwas irritiert mich, denn irgendetwas stimmt hier nicht, bei meinem Infarotvisier verschwindet ständig die Sicht.
Also meld' ich: Bodenkontrolle, hier XX-Delta-1, habe ein Problem: Zwei-Null-Eins-Drei, wiederhole: Zwei-Null-Eins-Drei!

XX-Delta-1, hier ist die Bodenkontrolle, haben Ihre Nachricht Zwei-Null-Eins-Drei verstanden. Wir bedauern, daß Sie eine kleine Panne haben.
Wir prüfen teleautomatische Informationen in unserem Simulator nach und werden Sie dann verständigen!

Ohne darüber nachzudenken und Zeit zu verschwenden, suche ich umgehend nach einer Öffnung in den Felswänden mit bloßen Händen.
Mit meinem Instinkt und dem siebten Sinn finde ich einen scheinbar geheimen Gang und bin drin
in einer Art unter der Oberfläche liegendendem Labyrinth. Immer im Laufschritt, da die Zeit unaufhaltsam verrinnt.
Ich nähere mich dem Monolithen, auch Ausgangspunkt der Strahlen, die auf Jupiter gerichtet sind, wenn das aus den Berichten stimmt.
Nach minutenlanger Finsternis empfinde ich die Dunkelheit wie Tageslicht, nach dem Grund zu fragen wage ich nicht.
Also zieh' ich unter Zeitdruck unaufhaltsam weiter, mit dem Ziel vor Augen ohne Sicht wie ein Astral-Fighter.
Denn meine Kräfte entziehen sich menschlichem Verständnis und widerlegen jede Form von wissenschaftlicher Erkenntnis.
Letztendlich steh' ich vor einem Fort aus schwerem Metall, ich platziere TNT, spreng' sie auf und seh' überall
Monitore, Schaltkonsolen und Hi-Tech-Computer. Jedoch in welcher Verbindung steht das alles zu Jupiter?
Um das herauszufinden, muß ich wohl was riskieren, also plane ich den Monolithen vollständig zu aktivieren.
Zuvor melde ich den Plan der Bodenkontrolle kodiert: Bodenkontrolle, hier XX-Delta-1, melde Eins-Neun-Drei-Null, wiederhole, Eins-Neun-Drei-Null!

XX-Delta-1, hier ist die Bodenkontrolle. Haben Ihr Eins-Neun-Drei-Null verstanden. Wir stimmen ihrem Plan zu!

Um den Monolithen zu aktivieren, muß ich den Hauptschalter finden. Vielleicht sollte ich aber zuerst die starke Strahlung unterbinden?
Jedoch Parameter und LCDs mit unbekannten Zeichen erschweren den Vorgang. Auch ein Versuch es zu vergleichen
mit irdischen, ähnlich konstruierten Kommandobrücken, bleibt ohne Erfolg. Mann, welchen Knopf soll ich bloß drücken?
So nah am Ziel und doch so weit entfernt von der Wahrheit! Ich drück' den Knopf mit dem Sonnensymbol und hoffe auf Klarheit.
Ein Signalton ertönt und eine Mechanik wird ausgelöst, daß der Boden zirkuliert, was mich einen Augenblick irritiert.
Wieder voll konzentriert stell' ich fest, daß man die Strahlen von hier aus kontrolliert, sie stärkt, schwächt und eliminiert.
Daraus resultiert eine Entdeckung, die in den Geschichtsannalen seinesgleichen sucht. Denn die verfluchten Strahlen
erzeugen eine Art Schutzmantel-Montage für den Planeten, wohinter sich eine neue Welt versteckt. Vielleicht der Garten Eden
voller Leben und Wesen, wie das, was wir Mutter Erde nennen, in unserem Sonnensystem. Eine neue Welt, die wir nicht kennen?

Wir sind selbst skeptisch und werden diese Ergebnisse nochmals üprüfen, um festzustellen, ob unsere Mutmassungen wirklich zutreffen!
Delta-1, hier ist die Bodenkontrolle. Zwei-Null-Vier-Neun, Übertragung beendet!

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