Kylie Minogue - The Abbey Road Sessions
erhältlich ab
26.10.2013
Genre
  • Rock/Pop
  • Pop
Label
Parlophone / Capitol
Vertrieb
EMI
Laufzeit
00:55:57
Redaktion
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Glamour statt Glitzer

Kylie Minogue ist keine große Musikerin - auch wenn sie inzwischen als Co-Autorin einiger ihrer Songs angegeben wird. Die Australierin ist auch keine unfassbar begnadete Sängerin - ihr laszives Flüstern (etwa im Nick-Cave-Duett "Where The Wild Roses Grow") verführt, ihre positiven, manchmal gar kämpferischen Pop-Parolen ("All The Lovers") reißen allerdings mit. Kylie Minogue war zunächst naives Disco-Mäuschen, dann clevere Dancefloor-Dompteurin, zuletzt eine über allem schwebende Liebesgöttin "Aphrodite" (2010). Inzwischen verkörpert die 44-Jährige Jugend ohne Wahn, Sex-Appeal ohne Stripclub-Tanznummern, bestmöglichen Pop ohne billigen Popanz. Insofern ist es nur konsequent, dass sie nun 16 ihrer größten Hits in den Londoner Abbey Road Studios neu einspielte - und sich dabei als gereifte, glamouröse Diva inszeniert.

Keine von angesagten Produzenten beigesteuerten Beats und Synthie-Sounds, stattdessen nur eine kleine Band, ein paar Backing-Vocals sowie große Streicher: Natürlich sollen diese neuen Versionen das bislang nie so recht gewürdigte Talent der Musikerin und Sängerin Kylie Minogue offenbaren, der legendäre Aufnahmeort und die Instrumentierung den Blick auf die Qualität der Songs freigeben. Das gelingt "The Abbey Road Sessions" nicht. Denn Hits wie "Never Too Late" aus der 80er-Jahre-Songfabrik von Stock/Aitken/Waterman oder auch der "Na na na na na na na na"-Superhit "Can't Get You Out Of My Head" besitzen keine musikalische Tiefe, die man nur ergründen muss.

Im Falle von Kylie Minogue macht das aber nichts. Denn man sieht und hört ihr trotzdem gerne zu, wie sie den glitzernden Disco-Queen-Minirock hier gegen die lange, glamouröse Robe der Pop-Diva tauscht. Einige der neuen Outfits stehen ihr tatsächlich hervorragend: "Slow" wird als schwüle Jazznummer verkleidet, die 80er-Klamotte "The Locomotion" kommt als stilvolle Doo-Wop-Schwofnummer daher. Ein Hingucker und -hörer ist aber vor allem der einst quirlig-bunte Schulmädchenpop von "I Should Be So Lucky", der zur langsamen, in Nostalgie schwelgenden Ballade wird. Und nein, diese neuen Kleider machen Kylie Minogue immer noch nicht zu einer großen Musikerin. Ein neue Facette des Popstars zeigen sie dennoch.

Stefan Weber
teleschau | der mediendienst

Tracklist

Disc
Titel Unsere Songtexte
Where the Wild Roses Grow Where the Wild Roses Grow (Übersetzung)
Where the Wild Roses Grow
Disc 1
Titel Unsere Songtexte
1 All the Lovers All the Lovers
All the Lovers
2 On a Night Like This On a Night Like This
3 Better the Devil You Know Better the Devil You Know
4 Hand on Your Heart Hand on Your Heart
5 I Believe in You I Believe in You (Übersetzung)
I Believe in You
6 Come Into My World Come Into My World (Übersetzung)
Come Into My World
7 Finer Feelings
8 Confide in Me Confide in Me
9 Slow Slow (Übersetzung)
Slow
10 Locomotion
11 Can't Get You Out of My Head Can't Get You Out of My Head (Übersetzung)
Can't Get You Out of My Head
13 Flower Flower
14 I Should Be So Lucky I Should Be So Lucky
15 Love at First Sight Love at First Sight (Übersetzung)
Love at First Sight
16 Never Too Late Never Too Late

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