Steh doch auf, du armer Hund Lyrics

Steh doch auf und schlaf nicht ein in deinem Blut du armer Hund
Bück dich jetzt nicht mehr nach deinen Zähnen guter Mann steck sie dir nicht nochmal in den aufgeqollnen Mund los doch spuck sie aus sie wachsen nie mehr wieder an
Kriech nach Hause wenn du kannst
du riechst nach Blut und Schnaps und Schweiß
Hast bekommen was du brauchtest und jetzt bist du endlich still
Einer der so ist wie du der muss das haben ja ich weiß
Einer der so ist wie du den sonst keiner haben will

Und nun krümmst du dich du fluchst und hustest hälst dir deinen Bauch
Willst was sagen kannst es sowieso nicht, kotz dich lieber aus hast dein Leben lang nie reden können, mit wem denn auch?
Aber irgendwann kommt doch plötzlich alles raus
Die Jauche die sich in dir sammelt staut sich unter deiner Haut
schließt die Poren kocht und brodelt und mischt sich mit deinem Blut
Und wenn die Suppe sich in deinem Hirn zusammenbraut
stinkts wenn du das Maul aufmachst und du spuckst vor Hass und Wut

Immer wenn du soweit bist wirst du in eine Kneipe gehn denn unter all den Leuten die hier saufen so wie du gibt’s immer einen der ist voll bis obenhin kann kaum noch stehn
Der rempelt dich nur an und schon schlägst du wieder zu
Und dann siehst du nichts mehr, hörst nichts mehr wirst erst zufrieden sein wenn du daliegst so wie jetzt deine Augen schmutzverklebt und den Schmerz genießen kannst im zerquetschten Nasenbein
Der stark pocht damit du spürst dass in dir noch etwas lebt

Gib sie mir ich kann sie brauchen diese fürchterliche Wut
Ich würde sie nicht so vergeuden mich nicht haun wo’s keiner sieht
Ich würde warten, Ich, der keiner Fliege etwas tut
auf den Tag an dem was national Bedeutendes geschieht
Ein hohes Tier müsst es schon sein darunter rührt ich keine Hand
Doch bei so einem da langt ich hin als legte ich darein
Aber nur wenn’s Fernsehn live dabei wär für das ganze Land
Und die Weltpresse, versteht sich, müsste auch zugegen sein

Doch du hast viel mehr nachzuholen kriegst vielleicht auch irgendwann
einen der’s verdient zu fassen hab schon an den Papst gedacht nimm ihn dir vor
Nein! Schlag ihn nicht. Er ist ein kranker Mann
Der wie du für seinen Chef auch nur die Dreckarbeiten macht
Nein, drück ihm seinen hohen spitzen Hut tief ins Gesicht
Über beide Ohren das er sich daran verbiegt
Und die Brillianten runterbröckeln aber bück dich danach nicht
Gleich weitergehn ins Paradies der Papst weiß wo es liegt

Dieses Paradies hat vor dir keine Menschenseele je, lebendig oder tot, gesehn
Nur hat mans vorher nie gewusst. Nimms in Besitz dies kahle Land du findest schon den Dreh
Wie du mit Deinesgleichen dieses Feld beackern musst
Vielleicht trefft ihr hier oben, doch das steht noch gar nicht fest,
Einen Greis zehntausend Jahre alt der nicht sterben kann
Der sich nur noch von seinem Sohn mit Grießbrei füttern lässt
Lässt aus Furcht um seinen Thron niemand sonst an sich heran

Noch hält dieser Greis in seiner Hand die Fäden dieser Welt
nehmt sie ihm ab, verzeiht ihm oder nicht, es ist auch gleich
Erlöst seid ihr dann wenn sein Thron in sich zusammenfällt
Doch den Sohn behandelt gut er ist einer von euch

1 Kommentare

Wenn du dich anmeldest brauchst du deinen Namen nicht bei jedem Kommentar anzugeben.

maribu4949
25. März, 18:53 Uhr
von maribu4949

das Lied hat er aufgenommen in jungen jahren als er seine Wut noch so richtig herausgeschrieen hat.
ich hab das lied noch auch einer schwarzen scheibe
die man schallplatten nannte. vor etwa tausend jahren