Gamma Ray - Empire Of The Undead
erhältlich ab
28.03.2014
Genre
  • Hard&Heavy
  • Heavy Metal
Label
Ear Music
Vertrieb
Edel
Laufzeit
01:01:22
Redaktion
Eure Bewertung

Strahlemänner aus Stahl

"To The Metal!" nannte sich das letzte, 2010 erschienene Album von Gamma Ray. Aber eigentlich könnte so ziemlich jede ihrer Platten diesen Titel tragen. Ende der 80er-Jahre kehrte Kai Hansen seinen Kollegen von Helloween den Rücken. Was folgte, war die Geburt einer der beständigsten Institutionen im Bereich des treibenden, melodiösen Heavy Metals. Und auch "Empire Of The Undead", das insgesamt elfte Studiowerk, hütet sich davor, Markenzeichen über Bord zu werfen.

Wenn Kai Hansen anmerkt: "Bleibt nichts, wie es war", dann ist das weniger auf die musikalische Gangart bezogen, als vielmehr auf die Tatsache, dass "Empire Of The Undead" für immer mit einem gravierenden Vorfall in Verbindung gebracht werden wird: Im November 2013 fielen die bandeigenen Räumlichkeiten einem Großbrand zum Opfer. Jedoch: Die Aufnahmebänder wurden gerettet, eine Welle der Unterstützung folgte, die Band machte in einem anderen Studio weiter. Vor diesem Hintergrund ist das Album auch ein Zeugnis von Solidarität und Durchhaltevermögen.

Entsprechend starten Gamma Ray mit ausgestreckten Flügeln durch. Ein Phönix aus der Asche? Ansatzweise bestimmt. Auf jeden Fall rauschen sie mit "Avalon" ohne Umschweife in die Welt der Mythen. Die meisten anderen Bands hätten solch einen Neuneinhalb-Minüter ans Ende gepackt. Hier eröffnet er den Reigen mit allem, was Long-Tracks aus der metallisch-melodischen Kategorie eben so brauchen, um sich wohl zu fühlen: markantes Riffing, große Spannungsbögen, einen aufgepumpten Refrain und Platz zum solistischen Atmen.

Im Anschluss folgt die Erneuerung des Glaubensbekenntnisses: "Hellbent for Metal, straight from the heart". Dabei kann von purer Absicht ausgegangen werden, wenn sich jeder Metal-Aficionado sofort an das Priest'sche "Hell Bent For Leather" erinnert fühlen dürfte. Der Rest ist schnell erzählt: ordentliche Stampfer ("Pale Rider"), eine gut gemachte Quoten-Ballade ("Time For Deliverance"), fröhliche Single-Kandidaten ("Master Of Confusion") und noch mehr Judas Priest ("Empire Of The Undead"). Lohnenswert: der Griff zum CD/DVD-Paket, das Live-Aufnahmen der finalen Studiosessions, Interviews sowie Ausschnitte aus der DVD "Skeletons & Majesties" enthält.

Alexander Diehl
teleschau | der mediendienst

Tracklist

Disc
Titel Unsere Songtexte
Avalon Avalon
Hellbent Hellbent
Pale Rider Pale Rider
Born to Fly Born to Fly
Master of Confusion Master of Confusion
Empire of the Undead Empire of the Undead
Time for Deliverance Time for Deliverance
I Will Return I Will Return

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