Avenged Sevenfold - Hail to the King
erhältlich ab
23.08.2013
Genre
  • Hard&Heavy
  • Heavy-Metal/Heavy-Rock
Label
Warner
Vertrieb
Warner
Laufzeit
00:53:19
Redaktion
Eure Bewertung

Rebellische Hymnen beim Kaffeekränzchen

Rock ist Rebellion. Doch auch in der scheinbar liberalen Rock-Szene gibt es durchaus Bands, die konservative Werte vertreten. Avenged Sevenfold gelten als ein Paradebeispiel der angepassten Rebellen: Die US-Amerikaner lassen nur wenige Gelegenheiten aus, um auf ihren Patriotismus zu verweisen. In ihrer Heimat lösten die Kalifornier unter linkspolitischen Kollegen, Journalisten und Fans schon so manche Debatte darüber aus, ob ihr offensiv patriotisches Auftreten denn überhaupt noch etwas mit rebellischer Rockmusik zu tun hat. Über einige sonderbare lyrische Ergüsse lässt sich auch auf dem sechsten Avenged-Sevenfold-Album "Hail To The King" trefflich streiten. Ihre leichte musikalische Neu-Orientierung dürfte aber auch bei alteingessenen Fans für Diskussionen sorgen: Die einstigen melodischen Speed-Attacken der Metalband sind einem schleppenden Midtempo-Ungeheuer gewichen.

Nach der letzten Platte "Nightmare" (2010), die ganz im Zeichen ihres gerade einmal wenige Monate vor Veröffentlichung verstorbenen Schlagzeugers Jimmy Sullivan stand und dementsprechend auch einen leicht düsteren Touch hatte, war ihre zukünftige Ausrichtung lange unklar. Letztendlich entschieden sich Avenged Sevenfold, auf "Hail To The King" das Tempo erheblich zu drosseln und auf schwerere Riffs und mehr Groove zu setzen. Parallelen zu Metallica, deren Bandgeschichte und dem selbstbetitelten schwarzen Album, sind dabei nicht von der Hand zu weisen.

Die fünf US-Amerikaner ließen sich aber nicht nur von den "Four Horsemen" beeinflussen, sondern sie wilderten auch etwas bei Guns N' Roses ("Doing Time") und Iron Maiden ("Coming Home") - nicht die schlechtesten Vorbilder. Und doch kommt "Hail To The King" nicht so wirklich in Fahrt, was auch an der technischen Limitierung von Neu-Drummer Arin Ilejay liegt. Er besitzt zwar den nötigen Punch und spielt tight auf den Punkt, lässt aber mitreißende Rolls oder interessante Patterns fast völlig vermissen. Die Fußstapfen von Sullivan sind noch eine Nummer zu groß für ihn.

Textlich bewegen sich Avenged Sevenfold, vor allem im Titelsong "Hail To The King", immer noch nah an der Grenze zur Konföderiertengesinnung, und auch musikalisch tritt die Band aus Huntington Beach mittlerweile auf die konservative Bremse. Das neue Album ist kein schlechtes, innerhalb der bisherigen bärenstarken Diskografie im Rücken bewegt es sich aber nur im metallischen Mittelmaß.

Ben Hiltrop
teleschau | der mediendienst

Tracklist

Disc
Titel Unsere Songtexte
St. James St. James
Disc 1
Titel Unsere Songtexte
1 Shepherd of Fire Shepherd of Fire (Übersetzung)
Shepherd of Fire
2 Hail to the King Hail to the King
3 Doing Time Doing Time
4 This Means War This Means War
5 Requiem Requiem
6 Crimson Day Crimson Day
7 Heretic Heretic (Übersetzung)
Heretic
8 Coming Home Coming Home (Übersetzung)
Coming Home
9 Planets Planets (Übersetzung)
Planets
10 Acid Rain Acid Rain (Übersetzung)
Acid Rain

2 Kommentare

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01. September, 14:22 Uhr
von ReaLiZeD

Beschte.

25. August, 15:23 Uhr
von Benny

Also ich persönlich finde das Album Klasse !
Es ist zwar insgesamt etwas langsamer, aber das dieses Album anders wird als die Vorgänger wurde ja schon vor der Veröffentlichung angekündigt.
Von mir gibt's 5 Sterne :)

Qmn