erhältlich ab
13.12.2013
Genre
  • Hard&Heavy
  • Progressive Metal
Studio
Eagle Vision
Vertrieb
Edel
Laufzeit
03:51 h
Untertitel
Englisch, Deutsch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Holländisch, Portugiesisch (nur Extras)
Bild
16:9 NTSC
Ton
DTS Surround, Dolby Digital
Sprachen
Englisch (DTS 51., DD 5.1, DD 2.0)
Extras
Dokumentation, Trailer, Hinter den Kulissen, Cartoon Intro
FSK
6
Preis
ca. 19 Euro

Bewertung

Bild
Ton
Extras
Gesamt
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Das letzte Beweisstück

So. Jetzt ist er auch live da. Der Beweis, den Dream Theater seit dem Einstieg ihres neuen Drummers Mike Mangini immer wieder bemüht waren zu liefern: Der Mann ist der richtige, der Mann kann uns weiterbringen, der Mann ersetzt Mike Portnoy mehr als nur zufriedenstellend. In Interviews waren sie voll des Lobes, im Studio leistete er ganze Arbeit. Und jetzt "Live At Luna Park". Mitgeschnitten auf der ersten Tour mit Mangini.

Zwei Konzerte in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires liegen der Doppel-DVD zugrunde. Sie fanden im August 2012 im Rahmen der "A Dramatic Tour Of Events" statt. Der Name ist natürlich angelehnt an das zugehörige Album "A Dramatic Turn Of Events" (2011), und tatsächlich sind sämtliche Titel dieser Platte vertreten. Einige von ihnen gehören dabei zu den Höhepunkten des reichhaltigen Programms: das großartige "Lost Not Forgotten" etwa, oder "This Is The Life" auf der ruhigeren Seite. Aber auch an Klassikern mangelt es nicht, wobei die gesamte Bandbreite abgedeckt wird. Von der virtuosen Extraklasse in "Metropolis Pt. 1" über leise Momente mit Streichquartett-Unterstützung bis hin zum unvermeidbaren "Pull Me Under", das seltsamerweise in die Bonus Track-Abteilung verschoben wurde.

"Live At Luna Park" ist eine spezielle DVD, nicht einfach ein weiterer Live-Schlag des vielleicht berühmtesten Komplexitätsklotzes des Heavy Metal. Sie ist in Ton und vor allem Bild gut, aber nicht perfekt, was überraschen mag. Ebenso darf die Frage gestellt werden, warum ausgerechnet eine bestuhlte Halle als Ort des Geschehens ausgewählt wurde. Aber in der Hauptsache erreicht sie die volle Punktzahl: Ihr gelingt es, die Barrieren zwischen Zuschauer und Konzert zu überwinden. Die Musiker sind nahbar. Ihre Kontaktfreude wird eingefangen, ihr Spiel - und nicht irgendein Showelement oder außermusikalisches Phänomen - bekommt den Platz in der ersten Reihe.

Und Mike Mangini? Findet sich erwartungsgemäß ausgezeichnet ein. Grinst hinter seinem Ungetüm von Schlagzeug hervor und läuft gerade im Zusammenspiel mit Keyboarder Jordan Rudess zu Höchstform auf. Die ganze Geschichte, angefangen beim Ausstieg von Mike Portnoy und der Suche nach einem Nachfolger, wird übrigens in Form einer kurzen Dokumentation auf "Live At Luna Park" nochmals erzählt. Dort erfährt man auch, dass die öffentliche Präsentation des Auswahlverfahrens ein Kuriosum zur Folge hatte: Im "Urban Dictionary" gibt es das Verb "to mangini". Es steht für "auf eine gute Nachricht mit sprachloser, überschwänglicher Aufregung reagieren."

Alexander Diehl
teleschau | der mediendienst

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