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erhältlich ab
25.09.2015
Genre
  • Hard&Heavy
  • Dark Electro Rock
Studio
3HE-Studios Media
Vertrieb
Sony Music / RCA
Laufzeit
03:23 h
Untertitel
Keine
Bild
1,78:1 (anamorph)
Ton
DTS, Dolby Digital
Sprachen
Deutsch (DTS 5.1 / DD 2.0)
Extras
Reisebericht; Warm-Up; Videothek
FSK
16
Preis
ca. 20,- Euro

Bewertung

Bild
Ton
Extras
Gesamt

Schock in der Manege

Das Eis ist gebrochen. Oder besser: Geschmolzen. Denn es ist Juni. 3. Juni 2015, um genau zu sein. Ort des Geschehens ist der Münchner Circus Krone. Auf der Bühne stehen die fünf Helden des Abends. In schwarzen Klamotten. Da darf ihnen schon mal warm werden. Auch wenn sie Eisbrecher heißen und eigentlich auf kalt kalkuliertes, durchexerziertes Liedgut zwischen Neuer Deutscher Härte und Dunkelrock stehen. "Schock Live" nennt sich ihr Konzertfilm. Und am Ende ist bei den Herren um den "Checker" Alex Wesselsky dann doch vor allem eines angesagt: eine verdammt heiße Party.

Die Bühne ist ein Maschinenraum. Exzellent ausgeleuchtet. Der Kommandant betritt die Szenerie. Mit Fernglas. "Volle Kraft Voraus". Das erste Stück des Abends ist der Opener des aktuellen Albums "Schock", das im Januar 2015 erschien und bis auf den zweiten Platz der Media Control Charts vorstoßen konnte.

23 Songs und zwei Stunden, so definiert sich der Umfang des Konzerts. Junge Kandidaten auf dem Weg zu Klassikern wie "Himmel, Arsch und Zwirn", "1000 Narben" oder das mit der Sängerin und Aktionskünstlerin Nina de Lianin im Duett dargebotene "Zwischen uns" stehen neben "Eiszeit" und der "Schwarzen Witwe". Als Dreingabe wartet das "Miststück", und zu "This Is Deutsch" zischen die CO2-Kanonen bis unter die Decke. "Amok" wird zum buchstäblich tonnenschweren Taktgeber, "Rot wie die Liebe" unterbricht das ansonsten rammsteinig-kühl gehaltene Gesamtbild, und die Zwischenmoderationen von Alex Wesselsky bringen die bereits auf Platte immer wieder herauszuhörende selbstironische Note deutlich ans Zirkuslicht. Sie geben Raum zum Atmen und ziehen im Notfall der deutschen Härte ihren schmerzenden Zahn.

Humor steht auch im Zentrum der zweiten DVD. Diese enthält einen knapp einstündigen, mit Interviews und Erkundungstouren gespickten Reisebericht sowie ein "Warm-Up" mit dem Bandtherapeuten Dr. Dietz, zwei Videoclips und den Song "Flieger" in Form eines - klanglich makellosen - Soundcheck-Tracks. Am Ende lässt "Schock Live" nichts zu wünschen übrig. Außer, dass die Herren uns bald wieder beehren mögen. Ob im außergewöhnlichen Zirkusrund, heißen Klub oder kalt betonierten Mehrzweckbau.

Auch als Blu-ray erhältlich.

Alexander Diehl
teleschau | der mediendienst

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