201501 293602 1 048.jpg20141204 29134 18heb80 span3 portrait
erhältlich ab
05.12.2014
Genre
  • Rock/Pop
  • Rock
Studio
Eagle Vision
Vertrieb
Universal
Laufzeit
02:24 h
Untertitel
Englisch, Deutsch, Spanisch, Französisch
Bild
4:3 (Vollbild)
Ton
DTS Surround, Dolby Digital
Sprachen
Englisch (DTS 5.1, DD 5.1, DD 2.0)
Extras
Features "Feast Of Friends: Encore", "The Doors Are Open", "The End"
FSK
6
Preis
ca. 18 Euro

Bewertung

Bild
Ton
Extras
Gesamt

Hinter den Türen

The Doors. Der Name atmet Rockgeschichte. Sendet Gefühle aus einer Zeit, die für Aufbruch und Freiheit steht. Projiziert das Antlitz von Jim Morrison. Fasziniert junge Menschen. Bis heute. Keine Frage: Ein solcher Name will gehegt und gepflegt werden. Zum Beispiel mit "Feast Of Friends". Einem ursprünglich 1968 entstandenen Film von den Doors, über die Doors, mit den Doors, der nun - sorgfältig restauriert und mit reichlich Bonusmaterial aufgepeppt - erstmals auf DVD und Blu-ray erscheint.

Die erste Szene spricht für sich: Mit Begleitschutz fährt die Limousine zum Konzert. Die Begrüßung der Fans fällt euphorisch aus. Dazu die Klänge der Doors: "Strange days have found us". Es sind wahrlich seltsame Zeiten. Und der Film erzählt von ihnen. Er begleitet die vier Musiker auf ihrer Sommertournee 1968. Hält Ausschreitungen und Ausschweifungen, Stardasein und Normalität fest. Dabei bleibt vieles unkommentiert, Szenen wie das Gespräch zwischen Morrison und einem Geistlichen oder die unterhaltsame Improvisationsrunde sind jedoch auch ohne Zutun aussagekräftig genug. Am Ende besteht "Feast Of Friends" aus Puzzleteilen, die irgendwie alle zueinander passen. Und doch kein geschlossenes Bild ergeben.

Einiges in den knapp 40 Minuten kommt einem bekannt vor. Aus der Kino-Doku "When You're Strange" (2010) etwa oder einem der bereits erhältlichen Live-Mitschnitte. Dennoch besitzt die komplette Fassung des ursprünglichen Materials eine besondere Faszination. Ungeglättet, ohne Einwirkung heutiger Sichtweisen oder zusätzliche Mystifizierung.

Das gilt auch für die Extras, die weitaus mehr Laufzeit einnehmen als der Hauptteil. "Feast Of Friends: Encore" besitzt einige interessante, aber wenig essenzielle Dreingaben: "The Doors Are Open" ist eine ebenfalls aus dem Jahre 1968 stammende Fernsehdokumentation, die stark auf die politische Dimension der Musik schielt, dadurch etwas eindimensional wirkt, aber dennoch sehenswert bleibt. Und im Zentrum von "The End" steht eine Aufzeichnung des gleichnamigen Songs, gefilmt 1967 in Toronto und mit jener Art knisternd-geheimnisvoller Spannung gesegnet, für welche die Doors berühmt wurden.

Auf insgesamt 144 Minuten bringt es "Feast Of Friends". Mit ihnen wird ausreichend Feuer entfacht, um die Kult-Flamme eine Weile am Leben zu erhalten. Bis die Fans das nächste Mal die seltsamen Tage der Gegenwart gegen die aufregenden "Strange Days" der Vergangenheit eintauschen.

Alexander Diehl
teleschau | der mediendienst

0 Kommentare

Wenn du dich anmeldest brauchst du deinen Namen nicht bei jedem Kommentar anzugeben.

Qmn