erhältlich ab
25.01.2013
Genre
  • Rock/Pop
  • Pop
Studio
Universal
Vertrieb
Universal
Laufzeit
01:08 h
Untertitel
keine
Bild
1,78:1 (anamorph)
Ton
Dolby Digital
Sprachen
Englisch (5.1 / 2.0)
Extras
Dokumentation
FSK
ohne Altersbeschränkung
Preis
ca. 21 Euro

Bewertung

Bild
Ton
Extras
Gesamt
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Wäre es nicht schön ...

Als vor 50 Jahren ein paar Jungs die Vorzüge des kalifornischen Strandlebens besangen, konnte niemand ahnen, dass sie als The Beach Boys die Geschichte der Pop-Musik maßgeblich beeinflussen werden. Ihr makelloser Harmonie-Gesang brannte sich in die Hirne von Generationen, ihr Surf-Pop eroberte ab 1962 die Welt. Zur Zeiten des Flower-Power wandelten sich die unbeschwerten Surf-Geschichten zu psychedelischen Pop-Meisterwerken. Im Laufe der späteren Jahre wurden die Strandjungs allerdings von den Wogen des Schicksals erfasst: Die Brüder von Bandleader Brian Wilson, Dennis und Carl starben, zudem zerstritten sich die Mitglieder immer wieder und immer heftiger, während Brian Wilson mit psychischen Problemen und Drogenabhängigkeit zu kämpfen hatte. Unter diesen Umständen kann man eigentlich nur dankbar sein, dass die Beach Boys mit "That's Why God Made The Radio" im letzten Jahr ein wunderbares Comeback-Album gemacht und sich anschließend auf eine halbjährige Welt-Tour begeben haben, die nun auf der DVD "The Beach Boys - 50: Live in Concert" dokumentiert wird.

Der gut einstündige Mitschnitt in scharfem Bild und transparent abgemischten Ton (wahlweise in Stereo oder Dolby Digital 5.1) zeigt die Original-Beach Boys - Brian Wilson, Mike Love, Al Jardine, Bruce Johnston und David Marks - in Bestform. Entspannt und mit immer noch in Beton gegossenem Harmonie-Feeling führen die Beach Boys durch ein umfassendes Repertoire, das, neben neuem Material, viele Klassiker beinhaltet: "I Get Around", "Wouldn't It Be Nice", "Good Vibrations", "Kokomo", "Sloop John B" und natürlich "Heroes And Villans".

Auf das Meisterwerk "God Only Knows" wartet man vergebens, ebenso auf einige unzerstörbare Harmonie-Brocken aus der frühen Phase der Beach Boys wie "Surfer Girl", "Surfin' Safari" oder "Barbara Ann". In der Tat umfasst das DVD-Konzert nur 21 Songs, was weniger als die Hälfte des auf der Jubiläums-Tour performten Materials entspricht.

Produziert hat den Mitschnitt Brian Wilson höchstpersönlich, daher ist anzunehmen, dass einige Klassiker Wilsons wohlbekannter penibler Qualitätskontrolle zum Opfer gefallen sein könnten. Der Perfektionist scheint nur die besten Takes für "The Beach Boys - 50: Live in Concert" verwendet zu haben. Dabei wäre es sicher kein Problem gewesen, minimale gesangliche Schwächen einfach so dokumentiert zu lassen. Das sollten sich die Beach Boys bei einem Durchschnittsalter von 69 Jahren durchaus zugestehen.

Begleitend kann man auf der zweiten Disc die Dokumentation "The Beach Boys 50: Doin' It Again" verfolgen. Darin erzählen die Bandmitglieder von den Anfängen der Band, teilweise untermalt von exklusivem historischem Konzert- und Bildmaterial. Zudem kann man den Aufnahmesessions der 1966 eingespielten "Good Vibrations" beiwohnen und den Boys bei den Studioarbeiten zum neuen Album über die Schulter blicken. Abgerundet wird die Rückblende mit Erinnerungen an Dennis und Carl Wilson.

Constantin Aravanlis
teleschau | der mediendienst

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