Ein Sonett
Ein Sonett
Erst ganz zum Schluss, ist wer Geduld hat, schlauer,
allein die Furcht lässt manche Absicht scheitern. Des Schweigens Kerker steht so voller Leitern, die Blinden seh´n hier nicht einmal die Mauer. Sind Wonnen süß, ist kurz meist ihre Dauer, sogar von Gift lässt sich der Tor erheitern. Ein Wort im Zorn reißt Wunden, die schlimm eitern, Den Tod erfreut´s, der still liegt auf der Lauer. Die Offenheit lässt den Verschwörer weichen, Das Netz von Ichsucht, Stolz und Neid zu kappen, gelingt nur den an Wahrheitsworten Reichen. Der Irrtum steht auf Zweifels morschen Wappen, Die Klugen selbst in Not seh´n Hoffnungszeichen, besiegen mutig feige Jammerlappen.
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Kommentare
wer genau liest, sich seines Lebens..seiner eigenen Lebenslüge stellt..weiß
warum du diess Sonett magst. Ich mag es auch!!!
Ehrlichkeit, Wahrheit sich selbst gegenüber, sein eigenes Leben leben.
So lese ich es.
LG. Charly
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