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Engelskrieger Teil 2


Kategorie: Fan Fictions
Eingesendet: 15.01.2004
Wörter: 13961
Autor: Shinlu
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Engelskrieger Teil 2

„Mädchen wollt ihr den Jungs mal zeigen, was ihr draufhabt??“ Hörte man Frau Toshijama sagen. Alle Mädchen jubelten. Damit meinte Frau Toshijama die Rhythmische Gymnastik, welche die Mädchen lernten, wenn keine Jungen mit turnten. Man hörte Bänke verrücken und Bänder rascheln. Dann lief Musik und man hörte, wenn eines der Mädchen hüpfte und dann wieder auf dem Boden aufkam. Auch hörte man die Bänder in der Luft surrten und pfiffen. Die Jungs klatschen und machten manchmal `Ahhhhhhhh´ und `Ohhhhh`. Als es zur nächsten Unterrichtsstunde klingelte stellten Kai und Yuji die Eimer auf den Boden und schon kamen ihre Klassenkameraden aus der Turnhalle gestürmt. „Kai, Yuji kommt rein ich muss mit euch reden.“ Kam es aus der Turnhalle. Frau Toshijama hatte sie gerufen. Wie sie gesagt hatte gingen die Jungen in die Turnhalle. „Setzt euch hin!“ Frau Toshijama weiß auf die Bank, die ihrem Stuhl gegenüber stand und setzte sich selbst. Kai und Yuji folgten ihrem Befehl und setzten sich ebenfalls. „Warum seid ihr weggegangen? Was ist Passiert?“ Frau Toshijama klang nun nicht sauer oder aufgebracht. Nein. Sogar freundlich und voller Sorgen. „Ähm na ja als Susan da auf dem Boden lag, zögerte ich nicht lange und brachte sie ins Krankenzimmer. Da dort aber keine Krankenschwester war, wollte ich warten. Nach einer Weile, eine Krankenschwester war immer noch nicht aufgetaucht, ging ich in die Turnhalle......... um......... um ihnen bescheid zu sagen. Aber....... naja....... ähm.....“ Kai wusste nicht, was er sagen sollte. Er konnte ja nicht sagen, dass die Zeit stehen geblieben war und alle wie versteinert dastanden. „Weiter! Ich höre dir zu!“ Frau Toshijama lauschte gespannt, was nun kommen würde und Kai erzählte weiter: „Naja dann habe ich gemerkt, dass Yuji nicht da war und dachte ihm sei etwas passiert. Also bin ich ins Krankenzimmer zurückgegangen. Und da war immer noch keine Krankenschwester. Yuji war mit einem Schlafgas oder so was eingeschläfert worden und ich versuchte ihn wach zu bekommen. Doch selbst, als ich ihm kaltes Wasser übergoss wurde er nicht wach. Also beschloss ich zu warten. Nicht, dass irgendetwas passierte. Es könnte ihm ja z.B. auch gift gespritzt worden sein oder ähnliches. Ich blieb also neben ihm sitzen und beobachtete, ob sich seine Gesichtsfarbe änderte. Susan lag immer noch auf dem Bett. Sie schlief auch, also besser, sie war noch Ohnmächtig. Als Yuji dann aufwachte kamen wir wieder hier in die Turnhalle. Und den Rest kennen sie ja.“ „Ja das tue ich. Naja unter diesen Umständen....... werde ich auf eine Bestrafung verzichten. Kai?“ Kai und Yuji, die sich gerade innerlich gefreut hatten und aufspringen wollten erstarrten in ihrer Bewegung. „Ja?“ Kai klang unsicher und seine Stimme zitterte. „Du hast richtig gehandelt. Das war sehr klug von dir! Und nun könnt ihr gehen. Ihr müsst in den nächsten Unterricht.“ Frau Toshijama stand auf und die Jungs taten es ihr gleich. Dann rannten Kai und Yuji aus der Turnhalle und über den Hof in ihren Klassensaal. „Entschuldigen sie bitte Fräulein Tanemura. Wir hatten noch ein Gespräch mit-“, doch weiter kam er nicht. Fräulein Tanemura nickte und Kai und Yuji setzten sich hin. Nun fuhr Fräulein Tanemura mit dem Unterricht fort.


So vergingen Wochen und nun war es fast an der Zeit die Abschlussprüfung zu bestehen. Viele Dämonen waren aufgetaucht und hatten nun auch eine sehr gute Freundin von Kai umgebracht. Kai hatte sie gefunden. Er ging nach Unterrichts ende in den Klassensaal zurück, weil er dort seine Mappe vergessen hatte. Und da sah er sie. Hannah war weiß und hatte Falten im Gesicht. Kai ging auf sie zu. Nun sah er, dass ihre Haut wie ausgetrocknet schien. Er berührte Hannah und sie war eiskalt, wie ins Gefrierschacht gelegt. Kai schrak zurück und rannte dann. Er rannte so schnell er konnte, bis er über den ganzen Hof zum Lehrerzimmer gerannt war. Er störte gerade bei einer Sitzung, doch es war ihm egal. Völlig in Tränen aufgelöst verkündete er der gesamten Lehrerschaft seine Entdeckung. Die meisten Lehrer waren erstarrt vor schreck, doch andere rannten in den Klassensaal und ein Medizin Professor stellte ganz offiziell ihren Tot an Energie -und Flüssigkeitsmangel fest.


Kai hatte Blutunterlaufene Augen, als er Heim ging. Er war wirklich sehr gut mit Hannah befreundet gewesen. Und nun war sie tot. Er konnte es immer noch nicht fassen. Kai beschloss von jetzt an nie wieder ein Krieger der Engel zu sein. Und das hielt er auch ein. Eine ganze weile......... .


Ungefähr drei Monate nach Hannah’s Tot war wieder einmal ein Dämon aufgetaucht. Kai interessierte sich nicht für ihn und machte ganz normal mit seiner Arbeit weiter. Es war morgens und Kai saß in der Schule. Er schaute zu Yuji rüber und dieser schaute zu Kai. Kai beugte sich wieder über seine Mathearbeit und dachte nach, doch in den Augenwinkeln sah er, dass Yuji nicht weiterarbeitete. Er hatte einen ernsten Gesichtsausdruck angenommen und sah sich um. Nach der Schule packte Kai hastig seinen Rucksack und wollte gerade aus dem Klassenzimmer gehen, als Yuji ihn leise ansprach. „Hey Kai! Hast du das auch gemerkt? Es war wieder ein Dämon!“ Doch Kai zuckte nur mit den Schultern und ging. Yuji schaute ihm verdutzt nach. Dann beschloss er aber den Dämon alleine zu bekämpfen und machte sich auf den weg. Er ging in Richtung Biologiesaal. Immer, wenn er näher kam spürte er den Dämon deutlicher und dann stand er vor dem Saal. Yuji versicherte sich, dass niemand in der nähe war und verwandelte sich in einen Engel. Dann ging er in den Biologiesaal. Er sah niemanden, doch er spürte. Yuji ging durch die Reihen, doch es war niemand da. Dann ging er langsam an den Lehrerpult und sah dahinter Frau Hitoshi liegen. Sie war die beste Biolehrerin der ganzen Schule. Sie bewegte sich. Plötzlich öffnete Frau Hitoshi ihre Augen und stand auf. Yuji wich einige Schritte zurück und blieb dann stehen. Frau Hitoshi schaute sich verwirrt um und erblickte dann Yuji. „W...was ist hier los?“, fragte sie verwirrt. Yuji traute ihr nicht und zog sein Schwert aus der Scheide. Frau Hitoshi erschrak. „Y.....Yuji?! Was.....was hast du vor?“ Nun wich sie zurück, doch als sie sah, dass Yuji sich nicht beirren lies, nahm sie ihre wahre Gestalt an. Sie war nun nicht mehr hübsch. Sie war groß und schwarz. Hatte lange, schwarze Flügel, ähnlich wie die einer Fledermaus. Sie hatte einen schwarzen, engen Roch und ein Oberteil an. Ihre schwarzen Haare flogen, obwohl kein Wind wehte, noch nicht einmal eine Briese zog durch den Raum. Auf der Stirn hatte Frau Hitoshi ein Rotes Zeichen. Yuji konnte es nicht genau erkennen, doch es sah aus, wie ein verschnörkeltes ’D’ mit kleinen Punkten daneben. Frau Hitoshi’s Haut war gräulich und ohne Falten. Sie grinste grimmig. „Na du bist ja aber ein schlauer!“ Yuji war erstaunt. Er hatte so was noch nie zuvor gesehen. Sie musste sehr mächtig sein. Yuji brauchte Hilfe und das wusste er auch. Er versuchte Kai mit Hilfe von telephatie um Hilfe zu bitten, doch Kai hörte nicht auf Yuji’s Rufe.


Yuji stand wie erstarrt vor der Lehrerin und wartet auf Kai’s antwort, doch sie kam nicht. „Was hast du vor Yuji?“, fragte Frau Hitoshi triumphierend und ohne ihm eine Möglichkeit zur antwort zu geben griff sie an. Sie schwang ihr Schwert und hätte ihn getroffen, wenn er nicht ausgewichen wäre. „Scheiße wo bleibt Kai?“, fragte sich Yuji in Gedanken und Frau Hitoshi griff wieder an. Diesmal zielte sie direkt auf sein Gesicht. Yuji wich aus, doch nicht rechtzeitig. Sie traf ihn an der Wange und nun blutete er aus einer 5cm langen Schnittwunde. Yuji wischte sich das Blut ab und griff in fast der gleichen Bewegung Frau Hitoshi an, doch sie war sehr gut. Besser als er erwartet hatte. Frau Hitoshi wich aus und riss ihm mit ihrem Schwert das seine aus der Hand. Nun lag Yuji’s Schwert ca. 8 Meter weit entfernt auf dem Boden. Yuji starrte ungläubig auf sein Schwert am Boden. Immer wieder rief Yuji in Gedanken nach Kai, doch immer wieder kam keine Antwort. Yuji wusste nicht, dass Kai nie wieder ein Engelskrieger werden wollte. Immer wieder rief Yuji Kai um Hilfe. Kai, genervt von den Rufen in seinem Kopf, beschloss sich dann aber doch zu antworten. „Was ist denn Yuji?“, fragte er etwas genervt. „Ich........ich bin gerade - ahhhhh...!“ Yuji wurde gerade von Frau Hitoshi angegriffen und schwer verletzt. Sie stach ihm mit dem Schwert in die Magen Gegend. „In.....in der Schule...... bitte beeil dich!“ Yuji’s Stimme wurde schwächer und schließlich brach er an der schweren Verletzung zusammen. „Mist das ist ernst!“, dachte Kai und drehte sich um, um in die Schule zurück zu laufen. Kai rannte schnell, als ob er gleich fliegen würde und er kam innerhalb von 5 Minuten in der Schule an, obwohl er 15 Minuten gebraucht hatte, um dahin zu kommen, wo er eben noch stand. Als er in der Schule ankam spürte er gleich eine unangenehme Energie und dazu noch eine Energie, die gleich erlischen würde. Kai rannte in die Richtung los in der er die Energien spürte. Nun stand Kai vor dem Biologiesaal und sein Herz klopfte. Kai verwandelte sich und trat ein. Was er sah war unbeschreiblich. Yuji lag am Boden. Zusammengekrümmt und blutend. Frau Hitoshi stand über ihm. Das Schwert erhoben und zum zustechen bereit. Kai sammelte ein wenig Energie in seinen Händen und feuerte eine kleine, blau leuchtende Kugel auf Frau Hitoshi ab. Er traf sie und sie flog in eine Ecke. Sie war Bewusstlos. Kai ging langsam zu Yuji und sah, dass Yuji hustete. Blut hustete. Kai setzte sich neben Yuji auf den Boden und drehte seinen Freund um. Yuji hatte eine tiefe Wunde im Bauch und eine Schnittwunde an der Wange. „Y....Yuji!?“ Kai starrte auf Yuji und dieser öffnete ein wenig seine Augen. Kai konnte die Tränen in ihnen sehen. Yuji weinte. Ihm liefen die Tränen die Wangen runter und Kai dachte, dass Yuji keine Schmerzen mehr spürte, denn das Salzwasser seiner Tränen lief in die Wunde an Yuji’s Wange und er machte keinen Mucks. Kai weinte nun auch. „Warum........warum ist das passiert?“, fragte sich Kai und dann wurde es ihm mit einem Schlag klar. „Nur, weil ich nicht gekommen bin! Er hat gerufen und ich bin nicht gekommen! Es ist meine Schuld! Einzig und allein meine Schuld. Sein Blut klebt an meinen Händen.“ Dies hatte Kai ohne es zu merken laut gesagt und Yuji packte ihn am Kragen. Dann zog Yuji seinen Kumpel runter zu seinem Mund und flüsterte Kai ihn Ohr: „Nein! Es ist nicht deine Schuld Kai, mein bester Freund! Ich hab dich gern, Kai, beschütze die Welt und die Menschheit! Mein Freund!“ Dann sank seine Hand und sein Kopf kippte zur Seite. Yuji’s Augen waren halb offen und sein Mund formte ein leichte ’O’. „Nein! Du darfst nicht sterben Yuji! YUJIIII! Hörst du nicht? Steh auf und lach wieder. Wie früher!“ Kai schrie und weinte. „Yuji! Ich schwöre auf mein Leben, dass ich die Menschheit beschützen und dich rächen werde! Wenn ich diesen Schwur breche, werde ich sterben müssen!“ Dann schnitt er sich mit seinem Taschenmesser, dass er zufällig dabei hatte in die Hand und träufelte sein Blut über Yuji, um seinen Schwur zu besiegeln. Nun hatte Kai sich wieder einigermaßen eingekriegt und stand auf. Er drehte sich um und sah, dass Frau Hitoshi gerade dabei war aufzustehen. Kai nahm Yuji’s Schwert, dass immer noch achtlos auf dem Boden lag. Dann rannte er mit einem lauten Kampfschrei auf Frau Hitoshi zu und rammte ihr das Schwert mit voller wucht in ihr Herz. Frau Hitoshi schrie auf und klappte zusammen. Sie war Tot. Und diesmal nicht nur der Dämon in ihr, sondern auch Frau Hitoshi. Der Dämon war schon zu lange in ihrem Körper und deshalb konnte man ihn nicht mehr entfernen. Kai atmete schwer und ihm standen die Tränen immer noch in den Augen. Dann ging er zurück zu Yuji und hob ihn auf. Er wandte sich zum Ausgang und verlies den Raum. Yuji lag immer noch in seinen armen. Leblos. Kai verwandelte sich zurück und ging aus dem Schulgebäude. Als er ca. 20 m weit vom Schulhaus weg war, sah er, dass im Biologieraum Licht brannte und auch in den zwei daneben liegenden Räumen. Kai sah, wie Lehrer unruhig hin und her liefen. Kai drehte sich wieder um und ging weiter. Als er zu Hause ankam öffnete er die Haustür und ging ins Wohnzimmer. Dort legte er Yuji auf den Boden. Dann zeichnete er im Flur, der um einiges breiter als das Wohnzimmer war, ein Pentagramm mit Kreide, die er aus der Schule irgendeinmal mitgenommen hatte, und legte Yuji in die Mitte. Dann sagte er etwas auf einer anderen Sprache und zündete in jedem zacken des Sterns eine weiße Kerze an. Er wünschte Yuji, dass er in den Himmel kommen würde und dort glücklicher, als auf der Erde werden würde. Auch wünschte er ihm, dass er nie wieder so etwas erleben müsse. Dann ging er wieder ins Wohnzimmer und wartete. Als es Mitternacht war, nahm Kai Yuji wieder in die Arme und ging auf die Lieblingswiese der beiden. Niemand kannte sie. Yuji und Kai hatten sie als Kinder gefunden, als sie im Wald spazieren waren. Wunderschön und unberührt. Dort begrub Kai seinen Freund und blieb noch einige Zeit am Grab von Yuji sitzen. Dann stand er auf. Er ging wieder nach Hause. Dort lag er stundenlang auf seinem Bett und dachte nach. Einige Tränen liefen über seine Wangen, als er über Yuji nachdachte. Kai dachte so lange nach, bis er einschlief.

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