| Kategorie: | Böhse Onkelz |
|---|---|
| Eingesendet: | 23.02.2007 |
| Wörter: | 14554 |
| Autor: | adio |
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BÖHSE ONKLEZ
Alben:
1984 - Der nette Mann
1985 - Böse Menschen, böse Lieder
1985 – Mexico
1987 - Onkelz wie wir
1988 – Kneipenterroristen
1989 – Lügenmarsch
1990 - Es ist soweit
1991 - Wir ham' noch lange nicht genug
1992 - Heilige Lieder
1992 - Live in Vienna
1992 - Ich bin in dir
1993 - Weiß1993 – Schwarz
1994 - Gehasst, Verdammt, Vergötter
t1995 - Finde die Wahrheit
1995 - Hier sind die Onkelz
1996 - E.I.N.S.
1997 - Live in Dortmund
1998 – Terpentin
1998 - Viva los tioz
2000 - Dunkler Ort
2000 - Ein böses Märchen,...
2001 - Gestern war heute noch morgen
2001 - Live in Frankfurt (Jubiläumskonzert)
2002 - Keine Amnestie für MTV
2002 – Dopamin
2004 - Onkelz vs. Jesus
2004 – Adios
2005 - Live in Hamburg
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So fing alles an:
Gegründet
wurden die Böhsen Onkelz am 25.Dezember 1980 in Frankfurt. Von Beginn an dabei:
Sänger Kevin Russell (16), Bassist Stephan Weidner (17) und Schlagzeuger Peter
'Pe' Schorowsky (16).Viele Leute fragen sich bestimmt wie man auf den Namen
BÖHSE ONKELZ kommt. Also, die drei Bandmitglieder liefen eines Abends durch die
Straßen und sahen ein paar Kinder die mit einem Schlitten einen Berg
hinabfuhren. Als diese Kinder die Jugendlichen sahen riefen sie : Guck mal da, die
bösen Onkels... Na ja so war das damals..... Ein halbes Jahr später
komplettierte Gitarrist Matthias 'Gonzo' Röhr die Band. Ab Mitte 1981 spielten
die Onkelz erste Konzerte in diversen Frankfurter Punk- und Independent-Clubs.
Etwa zeitgleich nahm die Band die bis heute umstrittenen Demotapes auf, auf
denen u.a. die Songs 'Türken raus' und 'Deutschland den Deutschen' zu hören
sind. Diese Kassetten fanden als Raubkopien weite Verbreitung unter
rechtsgerichteten Jugendlichen, fortan zählten die Onkelz als 'Fascho-Combo'.
Die Gründe für die ausländerfeindlichen Texte erklärte Weidner später wie
folgt: "Die Texte waren eine Dummheit, aber damals eine Reaktion auf
unsere Straßenerfahrung. Wir sind damals fast täglich mit türkischen
Jugendgangs in Schlägereien verwickelt worden."1983 wandten sich die
Onkelz von der sich ihrer Meinung nach zu sehr ans Establishment annähernden
Punk-Szene ab und orientierten sich am - so Weidner - "ungebremsten
Underground", den Skinheads. Im Jahr darauf veröffentlichte die Frankfurter
Band ihr Debütalbum 'Der Nette Mann' beim Punklabel Rock-O-Rama. Da sich auch
die Skinhead-Szene immer stärker politisierte, kehrten die Onkelz auch ihr
wieder den Rücken. 1985 erschien 'Böse Menschen - Böse Lieder' sowie das
Minialbum 'Mexiko'. Die Onkelz gaben erste Konzerte außerhalb von Frankfurt,
sie spielten u.a. in London und Berlin. Eine ihrer Berliner Shows wurde vom ZDF
für das Fernsehspiel 'Zakarbata' aufgezeichnet. Anfang 1986 wurde 'Der Nette
Mann' wegen "pornographischer, nationalsozialistischer und gewalttätiger
Tendenzen" auf den Index gesetzt. Die Onkelz distanzierten sich mehr und
mehr von den politischen Aussagen ihrer frühen Texte, verließen Rock-O-Rama,
weil dort immer mehr rechte Bands unter Vertrag genommen wurden, und wechselten
zu metal Enterprises (Vertrieb: Bellaphon). Auch das äußere Erscheinungsbild
der vier Musiker änderte sich in jenen Tagen: Die Haare wurden länger, die
Skinhead-Texte verschwanden vollends, zudem sprachen sich die Onkelz erstmals
gegen Rassismus und Gewalt aus. Ein Jahr später erschien 'Onkelz Wie Wir...',
im Jahr danach das Album 'Kneipenterroristen' und die Maxisingle Lügenmarsch'.
Das Album avancierte zum ersten großen Verkaufserfolg und ging bis heute mehr
als 250.000 mal über die Ladentische. Auch die Presse begann sich kritisch mit
der Band auseinander zusetzen. Der bayerische Verfassungsschutz attestierte den
Onkelz, sich vollends von der Skinhead-Szene losgesagt zu haben. Nach dem Album
'Es ist soweit' verließ die Band metal Enterprises, da auch dieses Label immer
mehr rechtslastige Formationen unter Vertrag nahm, und unterschrieb einen neues
Kontrakt bei Bellaphon.1991 erschien 'Wir ham noch lange nicht genug' sowie mit
'Live in Vienna' ein Konzertmitschnitt aus Wien. Das dazugehörige Musikvideo
war jahrelang eines der meistverkauften Musikvideos in Deutschland.1992
erschien 'Heilige Lieder', die dazugehörige Tournee musste abgebrochen werden,
da im Zusammenhang mit ausländerfeindlichen Übergriffen in Rostock und Mölln
die Presse Stimmung gegen die Onkelz macht. Die Musiker beendeten daraufhin
ihren Interviewboykott und stellten sich den Fragen in TV-Shows wie 'Bei Bio'
oder 'Na und?'. Außerdem engagierte sich die Band zunehmend für Greenpeace und
deutsche Gewerkschaften. Erstmals machten sich nun auch Prominente wie Wolfgang
Niedecken, Alice Schwarzer oder Daniel Cohn-Bendit für die Onkelz stark.1993
gelang mit den zeitgleich veröffentlichen Werken 'schwarz' und 'weiß' zwei
Chartnotierungen (Platz 10 & 12).Gemeinsam mit Seargant Fury und Thunderhead
spielten die Onkelz auf einem Rock-gegen-Rechts-Konzert. Ein Auftritt in Bad
Berleburg unter dem Motto 'Rock gegen Gewalt und Ausländerfeindlichkeit',
dessen Einnahmen einem Asylantenheim zugute kommen sollte, wurde dagegen
verboten. Im gleichen Jahr schalteten die Onkelz Anzeigen in deutschen
Publikationen, in denen sie sich gegen rechten Terror, Rassismus , Gewalt gegen
Ausländer und Intoleranz stark machen. Die Band erklärte: "Wir wissen,
dass unsere Wandlung in der Öffentlichkeit auf Skepsis und Misstrauen stößt.
Aber wir haben aus unseren Fehlern gelernt und hoffen auf eine faire
Chance." Etwa zeitgleich leitete die Gruppe rechtliche Schritte gegen
metal Enterprises ein, die ihrer Meinung nach die kontroverse Diskussionen um
die Band zu eigenen kommerziellen Interessen nutzt. In ihren Konzerten wichen
die Onkelz niemals einer Konfrontation mit militanten Skins aus. Wer in
irgendeiner Form rechtsradikale Gesinnung zu erkennen gab, flog raus.1995
endete mit dem Best Of Album 'Gehasst - Verdammt - Vergöttert' der Vertrag mit
Bellaphon. Die Onkelz wechselten zur Major-Company Virgin. Trotz Boykotts
großer Musik-Ladenketten wie WOM und Karstadt erreichten die Virgin Alben 'Hier
sind die Onkelz', 'E.I.N.S.' und 'Live in Dortmund' hohe Chartplatzierungen und
Goldauszeichnungen. 1998 war es dann mal wieder so weit: Erst die 'Maxi
Terpentin', welche in die Charts einschlug und Spitzenplatzierungen brachte und
knapp einen Monat später das neue Studio - Album 'Viva los tioz' ( spa.: Es
leben die Onkelz ), das es bis auf Platz 1 ! der deutschen Media-Control-Charts
brachte. Trotzdem war nicht Ruhe im Hause der Onkelz. Ihre alte Plattenfirma
Bellaphon brachte zuerst die Maxi zu 'Nur die besten sterben jung' raus, dann
auch noch eine Best of CD, ' Buch der Erinnerung ', welche die Onkelz
gerichtlich vom Markt geschafft haben. Außerdem gab es eine Tour '98 , welche
fast komplett ausverkauft war und ein Mega Erfolg war ! Da die Maxi und das
neue Album so gut verkauft wurden, lösten sich einige Geschäfte von ihrem
Boykott, z.B. Karstadt, um wieder fett Kohle zu machen ( siehe Text zu Danke
für nichts: gepusht wird was verkauft, schließt das uns ein? ).Das Thema Onkelz
wird damit wohl noch nicht abgeschlossen sein und der Mythos wird bestimmt noch
lange weiterleben...
Der
Name...
... Eines Tages liefen Stephan und Kevin auf dem Nachhauseweg an einem
Hügel vorbei, der zu dieser Jahreszeit von den Kindern der Nachbarschaft zum
Rodeln benutzt wurde. Natürlich waren sie eigentlich zu alt für so einen
"Kinderkram", aber sie hatten Langeweile, also beschlagnahmten sie
kurzerhand einen Schlitten, um Spaß zu haben. "Vorsicht! Die bösen
Onkels!" ging ein Warnruf durch die Kinderrunde.
- Damit war der Name der zukünftigen Band gefunden.
Punkgerecht und um von ihrem Hass auf die Schule und ihren eigenen
"blendenden" Leistungen dort Zeugnis abzulegen, schrieben sie es
falsch: zunächst "Böhse Onkäls" dann wahlweise "Onkels" mit
"s" oder "sz" am Ende, und schließlich ab 1983 "Böhse
Onkelz".
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