| Kategorie: | Böhse Onkelz |
|---|---|
| Eingesendet: | 23.02.2007 |
| Wörter: | 20614 |
| Autor: | adio |
| Dokument melden: |
Danke für Nichts - Die Bandbiographie
Im Frühjahr 1995 entschieden sich die Böhsen Onkelz
dazu, endlich mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen und sie in
Form einer Biographie zu veröffentlichen. Die Anfeindungen in der Tagesprässe
während der Jahre von 1990-1994, die schlampige Recherche der Journalisten und
nicht zuletzt die gesamte verfahrene Situation innerhalb und außerhalb der
Band, bewegte sie zu diesem Schritt. Keine andere Band in Deutschland war
jemals in einem solchen Maße als "Mittel dümmlicher politischer Agitation
missbraucht" worden, schreibt Edmund Hartsch, Autor dieser Biographie in
seinem Vorwort.
Hartsch traf die Onkelz im Juni 1987, als sie eines
Tages unvermittelt in seinem Skate- und Snowboardladen "Cadillac
Ranch" auf der Bockenheimer Landstraße auftauchten und begleitete die Band
auf ihrem Weg seit dieser Zeit. Als man sich 1995 zu dem Projekt
"Biographie" entschied, war es Hartsch, der am lautesten "hier -
ich mach's" rief und sich kurz darauf in eine zwei-einhalbjährige
Arbeitszeit stürzte. Er führte über 100 Stunden Interviews mit Band,
Verwandten, Freunden, Fans und Kritikern, studierte, überarbeitete und
re-organisierte das gewaltige B.O. Archiv und ließ nicht zuletzt seine
persönlichen Eindrücke in dieses Werk mit einfließen. Hartsch war definitiv
dichter an der Band, als es ein Journalist jemals hätte sein können und konnte
so Zugang zu den intimsten Informationen erhalten. Seine Schilderung der
Onkelzhistorie verarbeitete er schließlich in dem 274 Seiten und über 400
Abbildungen starkem Buch "Danke für nichts", was im September 1997 veröffentlicht
wurde und sich bisher über 75.000 mal verkaufte. Das Buch gilt heute als
Standard-Nachschlagewerk für alle, die genau Bescheid wissen wollen über die
Onkelz und wurde damals von der Fachpresse hochgelobt. So schrieben z.B. Sven
Reinfrank vom Break Out Magazin: "Selten zuvor war eine derart
umfangreiche Biographie, vollgestopft mit Hintergrundinformationen, Fotos,
Dates und Facts in einer Buchhandlung erhältlich..." und Götz Kühnemund,
Chefredakteur des Rock Hard: " Auf jeden Fall ist "Danke für
nichts" eines der lesenswertesten Bücher, die mir in den letzten Monaten
in die Hände gefallen sind. Sowohl in puncto Aufbau, als auch in Bezug auf den
äußerst lebhaften Schreibstil hat Edmund Hartsch hier einen tollen Job
abgeliefert."
Trimmi war DER beste Freund von den
Onkelz, es war der Mann für sie, wie sie beim Konzert Live in Vienna sagen.
Dieses Konzert widmenten sie ihm. Die folgende Textpassage stammt aus dem Buch
"Danke für nichts".
... Kevin, Auge und Trimmi waren im "Speak Easy" und feierten einen
Sieg der deutschen Fußballmannschaft ... Trimmi musste irgendwann einmal die
Toilette aufsuchen. Auf dem Klo traf er Auge, vollbärtig und angetrunken.
Nebeneinander standen sie an der Rinne und lachten über Witze, die sie sich
kurz zuvor an der Theke erzählt hatten. Aus einer der Toilettenkabinen kamen
Geräusche, die sich verdächtig danach anhörten, als wenn sich dort zwei Typen
gerade eine Nase Koks reinziehen würden. Auge war als erster fertig und verließ
auch als erster das Klo.
Nicht ohne sich auf halbem Wege zu Bar nochmal umzudrehen. Durch die offene
Klotür mußte er eine Szene beobachten die so kurz und so irreal war, daß die
ganzeWelt um ihn herum zu gefrieren schien. Alles was sich zwischen Auge und
dieser Szene befand, erstarrte in der Bewegung. Die zwei Typen, die aus dem Klo
gekommen waren, hatten Trimmi in ihrer Mitte stehen. Trimmi mit einem Bierglas
in der Hand, sah aus, als wenn er dringend Hilfe benötigte. Die Situation
schrie nach einem Eingriff, aber Auge konnte sich nicht bewegen. Seine Füße
waren wie einzementiert. Einer der zwei Männer hatte ein Messer in der Hand und
stach es Trimmi in die Brust. Einfach so. Trimmi stürzte daraufhin panisch aus
der Toilette, durch den Flur und genau in Auges Arme. Er stammelte etwas davon,
daß er gestochen worden war, und er schrie Auge an, daß er etwas unternehmen
sollte. Dann riß er sich los und flog auf Kevin zu, der ungläubig auf Trimmis
blutende Brust starrte und dann nach Auge schielte. Auge hatte endlich seine
Fassung wiedergefunden und brach krachend durch die Klotür. Der Täter der nicht
größer war, als er selber und auf den ersten Blick absolut ungefährlich aussah,
stach sofort mit seinem Messer auf Auge ein. Auge hatte ein paar Schwinger
landen können, blutete aber stark aus mehreren Wunden. Keine 5 Sekunden später
lag Auge am Boden und fürchtete selbst um sein Leben. Im Speak Easy war die
Party Laune verschwunden und viele machten sich aus dem Staub. Kevin hockte
drausen auf der Straße und hielt den schwer blutenden Trimmi in seinen Armen.
Trimmi war kreidebleich und keuchte. Der Schweiß tropfte ihm von der Stirn. Die
nackte Panik sprach aus seinen Augen.Mit einer Hand hielt er sich an Kevins
Kragen fest, die andere hielt er auf die Wunde gepresst. Sprechen konnten sie
beide nicht.
Auge wehrte sich mit Händen und Füßen, während der Typ mit dem Messer immer
noch auf ihn einhackte. Stefan Winter, das Tier, das damals Kevin im
Klapperkahn, gleich um die Ecke, beinahe totgeschlagen hatte, war mit einem
Garderobeständer in die Herrentoilette eingefallen und schlug nun den
Messerstecher damit nieder. Gott im Himmel, wie haben Auge und Winter diese
Typen zusammengetreten. Dem einem hatten sie ein Ohr abgehauen, daß später
wieder angenäht werden musste. In all dem Blut sind dann Auge und Winter nach
draußen gelaufen. Sie mussten unbedingt herausfinden was mit Trimmi passiert
war. Auf der Straße hatte sich eine große Menschenmenge versammelt. Ein
Notarztwagen stand dort in der schmalen Gasse, und von überall waren Polizeisierenen
zu hören, die sich allesamt den Tatort näherten. Schnell waren Paradiesgasse
und Dreieicherstrasse von der Polizei abgeriegelt. Das Messer lag noch am
Boden, die Täter aber waren in dem Chaos geflüchtet. Winter machte sich schwere
Vorwürfe, daß er sie nicht gleich totgeschlagen hatte. Auge der ebenfalls stark
blutete, lief panisch die Gassen rauf und runter , um die zwei Jungs vielleicht
doch noch zu erwischen. Im Notarztwagen, vor dem Speak Easy, sah Auge seinen
Freund Trimmi liegen, dessen Körper sich unter den Stromstößen noch einmal
aufbäumte und dann liegen blieb. Trimmi, zu diesem Zeitpunkt 23 Jahre alt, war
schon nach 3 Minuten, noch bevor der Krankenwagen in die Große Rittergasse
eingebogen war, in Kevins Armen verblutet.
20 Jahre
Böhse Onklez:
Eine bomben Feier an einem
denkwürdigen Tag hätte es werden sollen - alles war bis aufs letzte Detail
geplant um gemeinsam mit den Fans eine monstermäßige Onkelz Jubiläumsparty am
25.11.2000 in der Frankfurter Festhalle zu zelebrieren. Doch leider erlitt
Sänger Kevin Russell unvorhersehbar kurz vor dem wichtigen Termin einen
Autounfall, bei dem er sich den Oberschenkel brach und nochmal sehr knapp dem
Tot von der Schippe gesprungen ist. Nach dem sich der Schock gelegt hatte und
Kevin schon nach wenigen Monaten und durch Reha Therapien wieder humpeln
konnte, wurde das Jubiläumskonzert anlässlich des 20 jährigen Bandbestehen auf
den 03.03.2001 verlegt und eben so erfolgreich durchgeführt.Zu sehen gab es ein einmaliges Back-to-Roots Erlebnis auf einer
nostalgischen arg verkleinerten Vorbühne, die an die frühen musikalischen
Anfänge der Band in den Jahren um die 80´er im Jugendzentrum Bockenheim
erinnern sollte. Ebenso rauh und wild waren auch die Songs, die aus der selben
Zeit stammen und aufgeführt wurden. Titel wie "Wilde Jungs",
"Dick und durstig" oder "Ich lieb mich" wurden genauso
begeistert von den mehr als 13.000 Besuchern aufgenommen, wie das Stücke
"Benutz mich", dass nach dem zwischenzeitlichen Bühnenumbau erstmalig
Live vorgetragen wurde. Leider fiel das Konzert insgesamt etwas Wortkarg aus,
da man sich anlässlich eines solchen Events schon ein Paar persönlichere Worte
und Live-Activitäten gewünscht hätte, aber letztendlich war das Konzert durch
die geile und sehr aufwendige Bühnenshow ein einzigartiges Erlebnis.Das Finale
wurde wie auf allen Onkelzkonzerten mit dem Lied "Erinnerungen" und
einem gebührendem Feuerwerk mit Goldregen gefeiert.
Ausserdem wurde das Konzert
mit 16 Kameras aufgezeichnet. Am 22.10.2001 kam eine Doppel DVD (Plus) Veröffentlichung
des Konzertes mit einem integrierten Doppel-Live-Album für den CD-Player auf
den Markt. Neben den 24 Live-Tracks in einer einzigartig guten Klangqualität,
befinden sich hier auch 2 bisher unveröffentlichte Songs (Alkohol und
Festhallenjam) Die Menüs wurden aufwendig mit aussergewöhnliche 3D-Animationen
erstellt. Desweiteren können optionale Textkommentare zum Konzert abgerufen
werden und mit einer Fancam-Perspektive hautnah im Geschehen mitgefiebert
werden. Was den Sound angeht, kann hier zwischen 5 verschiedenen Tonformaten
gewählt werden, darunter auch, bei einer Musik-DVD zum ersten Mal, in DTS ES
Discrete Sound 6.1.
Und nicht nur hier sind die
Onkelz Vorreiter in Sachen Technik, denn diesmal wurde weltweit zum ersten Mal
ein Entertainmentprodukt mit dem DVDconnector ankündigt, der den User mit dem
Internet verbindet und ihm somit den Zugang zu diversen DVD Features und
Anwendungen im Web ermöglicht. Somit hat der Anwender die Möglichkeit sich
exklusive Dinge wie z.B. gestreamte Kommentare, unveröffentlichtes Fotomaterial
oder News anzusehen.
Um solch
eine Mammutveranstaltung überhaupt stattfinden zu lassen, gibt es auch im
Hintergrund so einige Mitarbeiter, die ihren Teil zum Gelingen des Events
beigetragen haben. Hier ein paar relevante Daten: Neun 40t Lkw´s haben gut 2500
Cases und 80 m Trassen in die Festhalle befördert. Dazu 100m „Barricades“, 200m
„Hamburger“, 10 Eingangsschleusen und zwei 6x4m Projektionsleinwände, die über
Mischpult gesteuert wurden. Im Rigg, das von 8 Riggern und 30 Mann Lichtcrew
bedient wurde, hingen 70 Motoren, 70 Moving-Lights, 300 Kannen Paarlicht und 5
KW Fluter für das Kameralicht.
Die P.A. bestand aus 120 Boxen und 40 Bassboxen plus Delay
dazu 8 Techniker. 15 Kameras waren am Start, 2 Ü-Wagen und ein 6x3m Zepellin,
ferngesteuert und mit einer Spezial DV-Kamera ausgestattet.
Die Crew bestand aus über 100 Technikern, 140 Mann Security,
40 Stagehands, 2 Pyrotechnikern, 30 Merchandisern, 4 Musikern, 3 Backlinern und
ca. 13.000 Fans. Die ganze Veranstaltung war ca. 3/4 Jahr im Vorraus
ausverkauft und begann mit dem Aufbau um 24:00 Uhr nachts am 03.03.2001 und
endete mit dem Abbau um 06:00 Uhr morgens am 04.03.2001.
_________________________________________________________________________________
Ende der
Band:
Nach dem Vertrag mit dem
Plattenlabel Virgin, der nach 3 Studioalben 1998 auslief, gründete
die Band ihr eigenes Label „rule23“, Virgin übernahm weiterhin den Vertrieb.
rule23 wurde später in „regel23“ umbenannt. Am 24. Mai 2004 kündigten die
Onkelz offiziell ihren Rückzug vom aktiven Musikgeschäft an. Auf der Homepage
stand: „[...] Aber – seien wir ehrlich zu uns, das ist die logische
Konsequenz aus allem. Aus den vergangenen 24 Jahren, aus dem Keller in Hösbach
und der ausverkauften Festhalle in Frankfurt. Die Onkelz hatten nie die
Ambition, als Rockeremiten mit ergrautem Haar auf dem Rockolymp anzukommen,
sondern wenn mit vollem Elan und nicht schon auf dem absteigenden Ast sitzend.“
Nach dem Erscheinen des
Albums, einem Auftritt im August beim Wacken
Open Air und der restlos ausverkauften Tour 2004 fand am 17. und 18. Juni
2005 ein Abschieds-Open-Air-Festival unter dem Namen „Vaya Con
Tioz“ (frei übersetzt: Geh mit den Onkelz) am EuroSpeedway Lausitz statt.
UND NOCH
EINIGE HOMPAGE/FANSEITEN:
http://www.onkelz.de/
http://www.heilige-lieder.de/
http://www.onkelzbootlegs.de/
http://www.findediewahrheit.de/
http://www.adioz.de
http://www.bosc.de/
http://www.los-heikoz.de/onkelz.htm
http://www.3tioz.de/website/boehseonkelz/fakten/geschichte.php
http://www.onkelzchat.de/
Diskussion
Dein Kommentar
Was hältst du von dem Dokument BÖHSE ONKELZ (FOTSETZUNG)? Sag uns eines Meinung!
Kommentare