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Funeral prosession (teil1)
Funeral prosession (teil1)
Funeral prosession (teil1)Autorin: Janine Zeitraum: 2006 Art: Tragödie/ Roman-Form/ Liebesbeweis/ Romantik/Drama Weiteres: Ich-Erzählerin, Tagebuch
Funeral prosession „ Irgendwann kommt er zu dir. Irgendwann steht er vor dir. Manchmal kommt er schnell. Manchmal kommt er langsam. Irgendwo hast du keine Chance. Irgendwo gibt es kein Irgendwo. Frag nicht wann er kommt. Frag nicht wie es ist. Frag nicht wieso er kommt. Fragt nicht wo er kommt. Er kommt zu dir. Aber mich hatte er vergessen...
Hört die Wirklichkeit...
Ab einen bestimmten Zeitpunkt stand ich unter einem schlechten Stern. Einem Totes- Stern, so würde ich es bezeichnen. Die Menschen schauten mich an, Mitleid, Hoffnung, Liebe. Alles das gaben sie. Doch es gab mir nichts. Es änderte nichts an meinen Gefühlen. Es änderte nicht das was passiert war. Nichts änderte sich dadurch. Ich hasste diese Menschen. Was wussten sie schon? Nichts! Sie hatten dies nicht erlebt. Sie haben nicht den Kopf gehalten. Geweint und Geweint. Sie wissen nicht wie es war. Sie fragen wo es war. Doch ist es ihnen egal, denn sie können nicht verstehen was du sagst. Anstatt den Menschen ,dass zu erzählen was sie wollten, schwieg ich. Zuerst wehrte ich mich. Aß nicht, redete nicht. Stand ich unter Schock? Nahm ich es nicht war? Doch das tat ich. Ich wusste was passiert war. Ich wusste das es zu ende war.
Ich drehte den Wasserhahn auf. Wasser floss in die weiße Badewanne.
Es war nicht wie nach einer Party. Du hast zu viele Drogen konsumiert. Du hattest doch so viel Spaß. Jeder möchte dich. Die Jungs liebten dich. Du wolltest doch nur spielen. Doch irgendwann liegst du da. Du kannst dich nicht erinnern. Du kannst nicht aufstehen. Du fühlst dich so leer. Was hattest du getan? So viele Fragen. Sie haben eine Antwort, du kannst dich bloß nicht daran erinnern.
Ich erinnerte mich. Ich kann mich an jedes Detail erinnern. Meine Erinnerung blutet. Nein, das bin ich. Das ist mein Körper. Ich habe mich geschnitten. Ein leichter Schmerz. Aber nicht größer als der Schmerz denn ich schon seit Tagen verspüre. Was habe ich geweint. Wegen eines Jungen, wegen einer Note, wegen eines Spruches oder wegen ... sinnlosen Kleinigkeiten. Fast schäme ich mich dafür das Geschehen hiermit zu vergleichen. Heute sitze ich wieder da. Kein Tag unterscheidet sich. Und schon bald ist ein Monat vergangen. Ich kann es immer noch nicht glauben. Ich bin allein gelassen worden. Meine Eltern, meine süße kleine Schwester alle hast du mir genommen. Was bringt mir das Leben noch, wenn ich es nicht mit der Familie teilen kann? Was bringen mir die Geschenke, wenn ich nicht damit prallen kann? Natürlich, es gibt schlimmeres. Du kannst nichts dafür. Aber es gibt schlimmeres. Sei glücklich. Ich kann gar nicht mehr schreiben. Innerlich überlege ich ob es meine letzten Wörter sind. Wieso schreibe ich gerade jetzt diese Wörter auf ein Stück Papier? Wieso jetzt? Hätte ich nicht meine glücklichen Momente aufschreiben sollen? Hätte ich nicht vielmehr Menschen glücklich machen sollen? Erst jetzt wo mir so viel einfällt, erst jetzt wo ich begreife –ist es doch zu spät. Ist das nicht traurig? Wie man sein Leben versäumt und plötzlich will man so viel machen und kann es nicht mehr.
Ein kleines Licht. Ich zündete die Kerzen an. Sie schwammen auf dem Wasser.
Du nahmst mir so viel. Warum auch noch das? Wieso? Ich glaube nicht an dich. Ich kann dich nicht sehen. Ich kann dich nicht spüren. Woher weiß ich dass es dich gibt? Woher weiß ich, dass du mir zuhörst? Es ist ungewiss. Ich glaube nicht an dich und doch gebe ich dir die Schuld dafür. Die Schuld dafür mir das zu nehmen. Das Schicksal verlangt...
Ich gebe auf in diesem Spiel. Weiß nicht ob es ein nächstes gibt. Verlange es auch nicht. Der Engel hatte mich vergessen. Der Teufel hatte mich vergessen. War ich in Vergessenheit geraten?
Ich wusste was ich tat. Ich wusste, dass es falsch war. Ich wusste so viel. Wusste wie falsch es war. Und doch richtig für mich war! Fühlte ich mich diesmal stark. Obwohl sich nichts verändert hatte. Ich spürte einfach nur wie ich die Entscheidung hatte. Diesmal konnte mir keiner wehtun. Diesmal nicht!
Ich hatte keine Ahnung wie man es richtig macht. Richtig etwas Falschen zu tun. Ich will nicht mehr Leben. Nicht mehr ohne, nicht mehr mit. Meine Eltern, meine Schwester, dieses Feuer hat sie mir genommen. Ich kam aus der Schule. Ich kam an die schwarze Wohnung. Es war vorbei. Ich nahm das Messer. Ich setzte die Klinge an. Auf die blaue Linie am Arm. Wie gerne würde ich Lachen. Wie oft habe ich versucht zu lachen. Ich habe gelacht, doch es war nicht mein Lachen. Es war das Lachen einer Lügnerin, einer Schauspielerin. Habe ich mich selbst angelogen? War mein Leben nur eine Lüge? Ist es jetzt vorbei? Die Lüge? Ich sah mein eigenes Blut. Ich fühlte ein leichtes stechen. Der rote, kleine Fluss rannte meinen Arm hinunter und das Wasser hatte Farbe bekommen! Welch Gefühl. Ein besonderes wie die erste Liebe? Eher wie der Zug an der Zigarette. Eher wie der letzte Schluck des Schnapses. Mir ist schwindlig. Alles ist rot. Mir ist kahl. Doch ich fühle kein bereuen. Es ist zu ende. Ich weiß es. So endete die Geschichte. Wie finde ich meine eigene Geschichte? Armselig. Falsch und egoistisch. Doch egal, es ist meine falsche Geschichte und das Ende. Mein Ende gefällt mir, denn es ist zu ende. Beendet. Nie wieder aufgeschlagen. für immer geschlossen. Für immer in Erinnerung. “ Anmerkung des Einsenders: Bitte schreibt mir dazu! Bewertung
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Kommentare
Hat der Autor diesen Text aus eigener Erfahrung geschrieben? Geht eigentlich
nicht, ist ja logisch, dass man sich nicht umbringen kann & es danach noch zu
Papier bringen kann...Ich bin sehr auf den zweiten Teil gespannt.
Vllt bringt der Licht ins Dunkel....
also ich find den Text genial!! sehr schön
