Es stört mich nicht im Geringsten, dass du mich mittendrin am Nacken gepackt hast und leise geflüstert hast, dass du dein erstes Mal nicht im Sommer, draußen, an einem See, der natürlich nass ist, haben möchtest. Eigentlich störte es mich tatsächlich überhaupt nicht, denn etwas so spektakuläres würde weder zu dir, noch zu mir passen.
Jetzt in diesem Moment frage ich mich, warum ich mir immer noch Gedanken darüber mache und rücke meine Sonnenbrille zurecht. Es ist immer noch warm, nicht so warm, dass man schwitzt, sobald man draußen ist, aber auch nicht so warm, dass man es angenehm draußen finden kann.
Trotzdem liege ich auf der Hängematte meiner Mutter auf unserem platten Dach. Ich bin stolz darauf, dass wir ein plattes Dach haben, denn das ist cool. Jedenfalls sagt mir jeder, das ist cool. Und als du hier mit 7 Jahren mit mir mal warst, sagtest du auch, es sei cool.
Jedoch warst du dann nie wieder auf diesem Dach, denn als wir es cool fanden, vom Dach herunter zu springen, hattest du dir ein Bein gebrochen und die Ferien mit 7 Jahren im Haus verbringen müssen.
Ein Grinsen schleicht sich auf meinen Lippen, als ich daran denke, dass du immer noch so cool reagieren würdest, wie du damals reagiert hast.
„Ich glaube ich habe mir mein Bein gebrochen“, diese Feststellung war so sachlich, dass ich fast genau so reagiert habe und mich aus dem Dornenbusch befreit habe, um mich neben dich zu hocken.
„Wie cool“, ich betrachtete dein linkes Bein voller Begeisterung und wollte gerade dagegen stupsen, um zu sehen, wie es sich dann bewegte, als meine Mutter schreiend angerannt kam, mich von dir wegzog, über meine Wunden zeterte und dann dein gebrochenes Bein sah.
…Es wurden sehr langweilige Ferien für uns beide.
Als wir uns in der Schule wieder gesehen haben, hast du mir voller Stolz erzählt, dass du jetzt weißt, wo rechts und wo links ist und ich war so begeistert davon, dass ich mir auch unbedingt etwas brechen wollte. Geschafft habe ich es trotzdem nicht.
Mit einem leisen Räuspern und den Gedanken an damals lege ich mich auf den Bauch und schließe unter meiner Sonnenbrille meine Augen. Gerade bin ich dabei, unter der schönen, wärmenden Sonne einzudösen, werde aber abrupt dabei unterbrochen, als ich erschrocken ein Hohlkreuz mache und nach Luft schnappe.
„Kalt!“, zische ich laut und versuche das kalte Irgendwas von meinem Rücken herunter zu wischen, als ich dein belustigtes Lachen höre und erneut etwas kaltes spüre – jetzt in meinem Nacken. „Oh mein Gott, Ruki, lass das!“
Du unterbrichst das Ganze jedoch noch nicht einmal, als ich den Kopf in den Nacken lege und ich kann dich schon fast schmunzeln sehen, als du leise „Auf dir kann man ja schon fast grillen, so heiß bist du“ flüsterst und dann etwas unbeholfen das Zeug auf meinem Rücken verstreichst.
Während ich mich mit einem jammernden Seufzen daran gewöhne, dass du deinen Spaß daran hast, Eiswürfel auf meinem Rücken zu verteilen, lege ich meine Stirn auf meine Oberarme und schließe die Augen wieder.
„Du kannst noch so sehr versuchen, mich kälter zu machen, die werde ich immer zu heiß sein“, sage ich dann irgendwann und höre dein belustigtes Lachen. „Dafür bin ich viel zu cool für dich“ ist deine Erwiderung und dann spüre ich, wie du kurz deine Lippen auf mein rechtes Schulterblatt legst, „Außerdem tun die Eiswürfel, was sie sollen…“
Ich grinse leicht, als du mir bis zum Nacken küsst und dann verharrst, bevor du wieder weiter flüsterst, „Und wenn wir jetzt nicht langsam rein gehen, verbrennst du mir noch wirklich.“
„Na, das wollen wir ja nicht…“, schmunzele ich, erhebe mich und ignoriere, wie das kalte Wasser in den Saum meiner Capri sickert, nehme mir einen Eiswürfel aus dem Becher, den du in der Hand hältst und stopfe ihn dir ins T-Shirt, was dich zu einem leisen, heiseren Schrei und lustigen Verrenkungen bringt. Zwischendurch denke ich, wie verteufelt gut du heute aussiehst und gebe dir einen letzten Schliff, indem ich dir meine Sonnenbrille aufsetze, die das ganze cool macht.
In der Küche schäle ich mir eine fair gehandelte Banane und beiße hinein, mustere dich einen Moment lang, die du verwirrender Weise zu grinsen beginnst und dann schnell weg schaust. „Wie bist du rein gekommen?“, frage ich, deine Handlung gerade übersehend und mustere dich von oben bis unten.
„Deine Eltern sind gerade gefahren“, erwiderst du mir und verwirrst mich um noch einiges mehr, denn eigentlich beantwortet das nicht meine Frage. Trotzdem redest du weiter, „Das heißt, wir sind ganz allein hier.“ Du schaust wieder auf und in meine Augen und ich glaube, dass mir das irgendwas sagen soll.
Überlegend beiße ich noch einmal von der Banane ab und beginne hysterisch zu husten, als du provokant eine Augenbraue hebst und dich gegen die Küchenzeile lehnst. „Gott, jetzt kann ich nie mehr eine Banane essen!“, zetere ich vor mich her und packe sie so schnell wie möglich in den Müll, wische mir über den Mund und sehe dich anklagend an, „Wer hat dich so versaut?!“
„Ich sagte doch gar nichts, das warst jetzt ganz allein du!“, lachst du mich aus und schiebst mir dreister Weise deine Gedanken zu, was mich den Mund öffnen und schließen lässt. Früher warst du ruhiger, denke ich mir still und könnte mich dafür schlagen, denn eigentlich ändert man sich nicht vollkommen in zweieinhalb Wochen.
Eine Weile ist es still zwischen uns und ich versuche mich möglichst gelassen auch irgendwo gegen zu lehnen, jedoch sieht es bei dir bestimmt um einiges cooler aus. „Also wenn ich das jetzt richtig versteh, willst du…“ So, wie ich bin, beginne ich ein wenig mit den Händen herum zu fuchteln, was dich zum Lachen bringt, „So ist es scheiße, so nicht. Lass uns irgendwas machen.“
Als ich dich überfordert anstarre, gehst du auf mich zu und greifst mich am Handgelenk, „Etwas anderes“, fügst du dann grinsend hinzu und ziehst mich nach oben in mein Zimmer, wo ich mir erst einmal ein Shirt überziehe, was dich breit grinsen lässt.
Du lässt dich auf mein Bett fallen und kramst ein wenig in deinen Hosentaschen herum, irritierst mich ein wenig mit den Dingen, die du so heraus kramst. Schließlich kramst du ein wenig Geld hervor und zählst es auf dem Rücken liegend. „Okay, wenn ich richtig gerechnet habe“, beginnst du schließlich und schaust mir entgegen, „Dann kommt der Eismann um circa viertel vor 3 hier an, denn bei uns ist er immer um circa 20 nach 3.“
„Hä?“, frage ich und setze mich auf meinen Schreibtisch, wobei ichversuche zu ignorieren, dass ich mich auf meinen Anspitzer gesetzt habe. Du rollst mit den Augen, „Ihr habt hier nie Eis, außer Eiswürfel, also habe ich zur Rettung unser Geld mitgebracht, um uns Eis zu kaufen. Die Stadt ist zu weit weg, also warten wir auf den Eismann.“
Für einen Moment schaue ich dich ungläubig an, dann lächle ich dir mitleidig entgegen und erhebe mich unauffällig wieder von dem Anspitzer, komme auf dich zu und lasse mich neben dich fallen, was dich lachen lässt, „Ein Scherz“, presst du zwischendurch aus dir heraus, was mich beruhigt, denn eigentlich magst du Eis nicht so gern.
„Das will ich auch hoffen“, grinse ich dir entgegen und fahre dir dann durch die Haare. Wo hast du eigentlich meine Sonnenbrille gelassen…? „Sag mal, ist das nicht mein T-Shirt?“, bemerke ich dann sehr einfallsreich und zupfte an dem schwarzweißen Stück Stoff einmal herum. Du schaust kurz auf meine Hand und dann wieder in meine Augen.
„Gut möglich, unsere Kleiderschränke sind gemischter als Salatbuffets.“
„Wie kommst du auf Salatbuffets?“
„Meine Mutter hat gewütet…“
Ich grinse. „Du Ärmster – Aber es ist trotzdem mein T-Shirt.“
Als du leise auflachst grinse ich ein Stückchen breiter und drehe mich ein wenig mehr auf die Seite. „Warum ziehst du dir ein Shirt an und willst die Situation dann so drehen, dass ich meins ausziehe?“, deine Augen blitzen mir schelmisch entgegen, als ich einen Moment lang tatsächlich überlegen muss, „Das ist im Prinzip so zu sehen, wie deine Gedanken gepaart mit einer Banane.“
„Soso…“, grinst du mir entgegen und legst eine deiner Hände in meinen Nacken, ziehst mich zu dir hinunter und gibst mir einen Kuss, „Cool“.
„Das kenne ich irgendwoher“, gebe ich leise von mir und schaue dir in die verschmitzten Augen. „Ach, tust du das?“, grinst du und fährst mit deiner anderen Hand meine Seite hinunter. „Brechen wir das wieder ab?“, frage ich leise und gebe dir einen Kuss auf die Schläfe, schaue dir wieder in die Augen und grinse leicht, als du die Schultern zuckst und mir „Ich glaube nicht“ eröffnest.
„Also kann ich mir sicher sein, dass-“
„Reita, hör auf dich zu versichern… Und lass es einfach laufen.“
Als du an meiner Unterlippe nippst und ich schließlich erwidere, kannst du dir wohl sicher sein, dass ich nun wirklich schweigen werde, denn du grinst leicht und kraulst mir einen kurzen Moment lang im Nacken, bevor du das T-Shirt, dass ich gerade erst angezogen hatte, hochziehst und ich dich beim Ausziehen meinerseits unterstütze, indem ich meine Arme hochhebe.
Das T-Shirt ist schnell weg, es liegt jetzt wohl irgendwo in meinem Zimmer herum, während ich mich ein wenig mehr drehe und mich vorsichtig halb auf dich verfrachte – das stört dich aber anscheinend kein bisschen, denn momentan streichst du mir mit den Händen über die schon vorhin nackte Haut und vertiefst den Kuss.
Während meine Hände unter das T-Shirt wandern, das du trägst, lösen wir den Kuss und du wendest dich meinem Hals zu, küsst ihn entlang und ich spüre, wie du die Luft tief einziehst, als meine Finger deinen Bauch berühren und weiter nach oben streichen.
„Es ist keine große Sache“, flüsterst du leise, sehr, sehr leise und küsst mein Ohrläppchen, bevor du dich ein wenig erhebst. Ich bin mir sicher, dass du es zu dir selbst gesagt hast, als ich dir dein T-Shirt wie abgesprochen über den Kopf ziehe und es hinter mich schmeiße, „Aber es ist unsere Sache“, wispere ich gegen deine Lippen und lecke dir kurz über sie, als ich sie blind finde.
Ein kleines Zischen entkommt mir, als du mir in den Nacken kneifst und mir dann mitteilst, dass ich meinen Kitsch beiseite legen soll.
Mit einem Grinsen schnappe ich mir deine Hände und pinne dich fest, hauche dir ein liebevolles „Halt die Klappe“ entgegen und beginne, dich wieder mal zur Besinnungslosigkeit zu küssen. Die Tatsache, dass ich deine dünnen Handgelenke nur mit einer Hand festhalte und mit der anderen zu deiner Hose wandere, scheint dich kein Stück zu interessieren, als du einen kleinen Machtkampf anzettelst.
Es kommt mir vor wie ein kleines Verbrechen, als ich den Knopf deiner Hose öffne und du wie elektrisiert kurz mit deinem Unterleib wegzuckst (somit übrigens gleichzeitig den Machtkampf verloren hast) und mir dann aber einen kurzen Moment lang in die Augen schaust, als wäre ich derjenige, der zurück gezuckt ist.
„Soso“, mache ich dich nach und küsse dir auf die Nase, bevor ich mit meiner Hand vorsichtig den Saum deiner Hose entlang streiche und immer nur ansatzweise mit meinen Fingern in sie hinein wandere, während ich meinen Rücken ein wenig krümme und Schmetterlingsküsse auf deiner Brust verteile. Ich höre dich leise keuchen.
Deine Hände entgleiten meiner einen und ich mache mich daran, deinen Körper ein wenig mit den Fingern zu erkunden, du machst dich daran, deine Hände in meinen Haaren zu vergraben, als ich mit meinen Lippen an deinem Bauchnabel ankomme und dich neckend ein wenig länger dort bearbeite, denn irgendwann in den paar Wochen vorher habe ich heraus gefunden, dass du da besonders empfindlich bist.
Deine Hosen werden von mir Stück für Stück weiter hinunter gezogen und ich bin sehr gespannt, als ich immer mehr Haut von dir zu sehen bekomme und ich der momentan noch leichten Wölbung in deiner Hose immer näher komme.
Ich bin mir sicher, dass ich noch nicht so weit bin, dass ich mehr mit meinem Mund machen kann, als dich zu vernaschen, aber ich denke, dass es genau dasselbe bei dir sein wird. Dieser Grund bewegt mich auch dazu, wieder zu dir hoch zu krabbeln und deine Lippen mit meiner Zunge zu spalten, während mit den Händen unsicher damit weiter mache, die Hose von deinem Körper zu entfernen – die du letztendlich nur noch abstrampelst.
Aus unerfindlichen anderen Gründen liegen meine restlichen Kleidungsstücke nur Sekunden danach irgendwo in meinem Zimmer herum und wir liegen und sitzen gleichzeitig, während wir uns weiter auf eine andere Art und Weise kennen lernen und uns immer noch und wieder küssen.
Ich höre dein Keuchen und ich weiß, dass ich dasselbe tue, aber ich habe noch nicht mehr von dir gehört. Vielleicht liegt es daran, dass ich etwas falsch mache, denke ich mir, ändere jedoch abrupt meine Meinung, als du unterdrückt aufstöhnst und den Kuss lehnst, bevor du deinen Kopf in meinem Nacken versteckst.
Man kann also nichts falsch machen, da es genau dasselbe Prinzip ist, wie als wenn man allein ist. Naja, fast..
Bei diesem Gedanken lächle ich kurz und gebe dir einen Kuss in den Nacken, bevor ich mein Gewicht ein wenig verlagere und dich auf den Rücken drücke. Ich schaue dir ein wenig unsicher in die Augen, jedoch gibst du mir ein stummes und ebenso unsicheres Einverständnis, ehe ich zu meiner Nachttischschublade greife und sie öffne.
„Du hast dich ja vorbereitet!“, lachst du ein wenig überfordert und belustigt, was mich für einen kurzen Moment zum Grinsen bringt.
„Bei dir platzt doch ständig jemand rein… Von daher war es doch ziemlich sicher hier“, erwidere ich dir leise und packe die beiden Sachen, neben uns, ehe ich dich noch einmal unsicher ansehe, „Wenn du doch nicht willst dann…“
„Reita…“ Du klingst genervt und belustigt, bevor ich erneut ein wenig grinse und eine leise Entschuldigung vor mich her murmele. Anscheinend habe ich meine Scheu überwunden, denn ich streiche dir ohne groß nachzudenken noch einmal über deine Erektion und gebe dir einen Kuss auf die Halsschlagader, während ich die Tube, die ich unter Schamesröte gekauft habe, aufdrehe. Ich will dich öfter stöhnen hören.
Durch die Erkenntnisse, die ich im Internet gemacht habe, bin ich anscheinend nicht ganz so ungeschickt mit dem Gel, denn es ist nicht eiskalt, jedoch zuckst du im ersten Moment trotzdem überrascht mit einem kleinen „Oh!“ weg, schaust mich an und beißt dir dann auf die Unterlippe. Deine Worte sind sehr leise und ich kann dir ansehen, wie du dich schämst, als du „Sei vorsichtig“ sagst und mich unsicherer als vorher anschaust.
Du lächelst, als ich stumm nicke und dir einen weiteren Kuss auf den Mund gebe, dann beginnst du den Kuss von selbst ein wenig impulsiver werden zu lassen – du sorgst für deine eigene Ablenkung, als ich mehr als vorsichtig einen Finger in dich hinein schiebe.
Ich bin mir so oder so sicher gewesen, dass du es bemerkst, ich bin mir jetzt jedoch noch sicherer, denn du hast den Kuss gelöst und dich angespannt, jammerst ein wenig herum und willst trotzdem, dass ich weiter mache.
Es ist wahrscheinlich ein seltsames Gefühl für uns beide (für dich nach einer Weile wohl ein recht angenehmes, wie ich deinen Lauten entnehmen darf), als ich dich weiter vorbereite und meine Finger in dir bewege, aber als du dich plötzlich aufbäumst und ein unkontrolliertes, aber wirklich sehr anstachelndes Stöhnen von dir gibst, bin ich sehr angetan von dem Ganzen.
Schließlich haspelst du meinen Namen und schaust mir in die Augen, was mich dazu bringt, einen Moment lang so zu verharren, wie ich war. Ich habe nicht erwartet, dass du irgendwann von selbst freie Bahn gibst, sondern hätte mir wahrscheinlich selbst freie Bahn gegeben, aber als du mir die Worte „Mach schon“ entgegen bringst, bin ich einen Moment lang überfordert.
„Mach schon!“, bringst du mir schließlich ein wenig fordernder entgegen und ich ziehe meine Finger wohl etwas zu hastig aus dir heraus, denn du gibst ein sehr unbefriedigtes Seufzen von dir, vielleicht ist das aber auch immer so.
Ich spreize deine Beine ein wenig mehr und positioniere mich sehr vorsichtig vor dir, bevor ich mich eventuell noch vorsichtiger in dich hinein drücke. Du beißt deine Zähne zusammen, höre ich, denn ich höre ein ungesundes Knatschen und du verkrallst dich in dem Laken. Für einen Moment stoppe ich.
„Alles okay?“, keuche ich dir entgegen und wundere mich, dass ich noch immer so etwas frage, wenn ich doch eigentlich schon fast das habe, was ich will.
„Mach… los“, bringst du mir ein wenig außer Atem entgegen und erledigst schließlich den Rest für mich, als du deine Beine um meine Hüfte schließt und dich an mich drückst, was mir ein heiseres Stöhnen und dir einen überraschten Schmerzensschrei einbringt.
„Oh Gott“, höre ich dich hauchen, als du deinen Kopf in den Nacken legst und so verharrst, wie du bist und ich lieber auch so verharre wie ich bin, auch wenn es mir tatsächlich geradeziemlich schwer fällt, ruhig zu bleiben.
Jedoch öffnest du nur ein paar Sekunden danach wieder deine Augen und schaust mich an, ziehst mich zu dir hinunter und gibst mir einen deiner Küsse, die mich um den Verstand bringen, „Okay“, flüsterst du leise gegen meine Lippen und bewegst deine Hüfte kurz, was mir ein kleines Keuchen entlockt, „Weiter.“
Auf dein Kommando hin, beginne ich mich langsam in dir zu bewegen und nehme weder mein Stöhnen, noch deins wahr. Nach ein paar Stößen ist mir jedoch auch wieder eingefallen, dass auch du so etwas wie Befriedigung brauchst und greife nach deiner Erektion.
Es ist kompliziert, zwei Dinge auf einmal zu tun, wenn man sich schon schwer auf nur eine Sache komplizieren kann, aber ich scheine das ganz gut zu meistern, denn ich kriege keinen Protest deinerseits mit.
Ich merke, wie ich immer schneller werde und wie ich dich mit meiner Hand im Prinzip im selben Takt befriedige, wie meine Stöße sind, als ich dein Stöhnen wieder wahr nehme, wird mir ganz schummrig im Kopf.
Mit noch ein paar Stößen bringe ich mich schließlich zum Kommen und bin plötzlich so erschöpft, dass ich mich kaum noch oben halten kann, oder gar meine Hand weiter bewegen kann, denn du bist noch nicht gekommen.
Mich überkam Erleichterung, dass du jedoch nur ein paar Sekunden später kamst und ich mich noch gerade so aus dir heraus ziehe, ehe ich mich einfach neben dich fallen lasse und unserem schweren Atem horche.
Ich habe nicht mitgekriegt, dass ich eingeschlafen bin, aber als ich meine Augen wieder öffne, ist es draußen am Dämmern. Du liegst immer noch neben mir und ich lege nach einem blöden Grinsen meine Decke, die wir zerwühlt haben, über uns beide.
Während ich ein wenig daher träume, mustere ich dich und erschrecke leicht, als mir einfällt, dass ich etwas sehr wichtiges vergessen habe, zu verwenden, als ich neben deinem Kopf die noch geschlossene Kondompackung entdecke.
Die Möglichkeit darüber groß panisch zu werden, wird mir genommen, als sich die Tür zu meinem Zimmer plötzlich öffnet und meine Mutter in das Zimmer hinein trippelt.
„Wir wind wieder da!“, teilt sie mir fröhlich mit und schaut einen Moment lang ein wenig irritiert, bevor sie auf den Zimmerboden schaut, „Wie oft noch, Aki? Du sollst deine Sachen nicht einfach auf den Boden schmeißen!“
„Mama…“, nörgele ich ein wenig und lasse mich in mein Kissen zurück fallen, sehe ihr dabei zu, wie sie die Kleidung aufhebt und dann aus dem Zimmer verschwindet. Für einen kurzen Moment lang ist es wieder still, als sie die Tür geschlossen hat, bevor ich schon wieder zusammen zucke.
„Hat sie mich gesehen?“, fragst du mich leise und ein wenig verschlafen, drehst dich sehr langsam zu mir um und schaust mir in die Augen.
„Definitiv.“, gebe ich als Antwort.
„Coole Reaktion.“
„Hm. Tut’s weh?“, ich mustere so viel, wie ich von dir sehen kann.
„…Hm. Bist du noch Jungfrau gewesen?“
„Ehm..“
„Dann können wir beide ja über die Sache mit dem Kondom erst einmal hinweg sehen.“ Du grinst, als du mir gegen die Stirn schnippst und dich mit einem erleichterten Seufzen wieder hinlegst.
„Weißt du, was du bist, Ruki?“, frage ich dann schließlich leise und lehne mich auf die Seite, schaue dir in deine verschlafenen Augen und schmunzle leicht, als du irritiert den Kopf schüttelst.
„Du bist einfach der Coolste von allen.“
Diskussion
Dein Kommentar
Was hältst du von dem Dokument The Coolest - Lass uns Tatsachen erörtern? Sag uns eines Meinung!
schöner schreibstil *_* gefällt mir...