! ! Die Valley Farm-Mit Herz für Tiere in Not ! !-LESTXD

Kategorie: Eigene Geschichten
Eingesendet: 04.04.2007
Wörter: 13308
Autor: Adithekid
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! ! Die Valley Farm-Mit Herz für Tiere in Not ! !-LESTXD

Die Valley Farm- Ein Heim mit Herz für alle Tiere

 

„Wer zum verflixten Dudelsack hat das Gatter offen gelassen?“. Willis Gesicht war purpurrot angelaufen und seine Hände zu Fäusten geballt. „Lewis!“, knurrte der alte Mann. „Ey, ich hab gar nichts gemacht“, fluchte dieser und kletterte die wacklige Leiter herunter. „Megan! Trish! Josh!“. „Ach, Willi, was ist denn los? Wieso schreist du so? Huch, was macht Millys Kopf den in dem Butterkuchen?“, rief eine sanfte Stimme. Gwen eilte in die, nach Kuchen duftende, Küche. Ein Ponykopf mit dichter, strubbliger Mähne machte sich gerade über den dampfenden Kuchen her. „Megan, nun komm endlich!“, quengelte Josh. Gwen trippelte, den kleinen Matthew tragend,  aus dem Haus und zur Scheune hin. Lewis schwang seine langen Beine auf den Boden und klopfte Willi auf die Schulter. „Reg dich ab. Die Gäule laufen schon nicht weg“. Er lachte über seinen miserablen Witz und brauste grinsend auf seinem Motorrad weg. „Du solltest uns doch noch helfen!“, schimpfte Megan ihm hinterher die wild mit den Armen fuchtelnd über den gepflasterten Hof rannte. „Immer hinterlässt der Idiot Ärger und Chaos und haut dann ab“. „Ärger dich später über ihn und hilf mir lieber die Pferde einzufangen“, wies Josh sie zurecht und hielt ihr ein Halfter entgegen. In dem Moment lief Trish ihnen entgegen. „Wieso laufen die Pferde frei herum?“, fragte sie verwirrt. „Du hast sie gesehen?“. „Natürlich. Sind mir übern Weg getrabt“. „Wieso zum verflixten Dudelsack hast du sie dann nicht gefangen?“, krächzte Willi dazwischen und sah sie vorwurfsvoll an. „Weil…äh...“, stotterte sie, lief rot an und fügte verteidigend hinzu: „Wieso habt ihr sie überhaupt frei gelassen?“. „Frag das Lewis“, säuselte Megan und rannte weiter.

 

„Also Milly und Fabel sind auf der Weide geblieben, Milly beziehungsweise am Küchenfenster“. Megan musste beim Gedanken an die Szene grinsen. Josh redete unterdessen weiter. „Das heißt wir müssen 5 Pferde suchen“. Sie nickte gedankenverloren. Plötzlich quietschten Autoreifen und ein schrilles Wiehern erklang. Ein eiskalter Schauer rieselte über ihren Rücken und ihr Herz schlug augenblicklich schneller. Gemeinsam folgten sie dem Geräusch und schon bald erschien ein kleiner, roter Käfer und Lyrus, ein ehemaliges Droschkenpferd. „Lyrus“, lockte Megan lieblich. Das dunkelbraune Pferd mit der schmalen Blesse schnaubte und warf den hageren Kopf auf und ab. Der Fahrer stieg aus und knallte wütend die Autotür zu. „Was fällt ihnen ein, ein Pferd frei rumlaufen zu lassen?!“. Josh murmelte ein paar Entschuldigungen und halfterte Lyrus auf. „Diese Jugend von heute…“, brummte der bullige Mann und Megan warf ihm einen bösen Blick zu. Sie wettete dass sie mehr arbeitete als er und mehr Verantwortung tragen konnte. Nach und nach fanden sie auch die anderen Pferde. Einige tummelten sich im Garten von Mrs. Hopskin und schlürften genüsslich aus ihrem sorgfältig angelegten Teich. Sie hatte ihn mit Besen und spitzen Schreien verteidigt und den beiden mit einer Anzeige gedroht, wenn nur ein Fisch fehlen sollte. „Die waren alle sehr teuer, höchste Qualität…“. Josh beruhigte sie zwinkernd, dass Pferde reine Vegetarier seien. Nach diesem turbulenten Abenteuer sah Megan den Pferden fröhlich pfeifend beim Grasen zu.

 

 Insgesamt gab es 5 Pferde und 2 Ponys auf der Farm. Da waren Jolly Jumper, das ehemalige Showpony, ein reinrassiges Dt. Reitpony und Krümel, ein Shetlandpony welches früher vollkommen falsch gehalten wurde und beinahe in einer viel zu engen Gartenhütte verkommen wäre. Lyrus, das Droschkenpferd, Air Jordan, ein gebarrtes Springpferd, Comance, ein misshandeltes Reitpferd, Dark Teardrop, eine Dressurstute die nicht genügend Leistung erbrachte und geschlachtet werden sollte, Fiddle, ein Pferd aus schlechter Abstammung mit unkorrektem Gebäude und Ginger, eine Problemstute. Neben den Pferden gab es hier streunende und verletzte Katzen und Hunde, Vögel aller Art und 4 Hasen, 2 Esel, 3 Schafe und ein Ziegenbock. Sie kam durch Zufall auf die Farm und wurde sofort herzlich von Gwen und Rob aufgenommen. Josh trat in dem Schatten der ausladenden Äste der Bäume zu ihr. „Eine neue Katze. Sieht schlimm aus“. Sein Gesicht war verschlossen und ohne jede Gefühlsregung. Etwas was immer so war, wenn ein neuer Patient auf die Farm kam. „Die Frau fand ihn auf der Straße und brachte ihn zu uns, weil die Farm in der Nähe lag“. Megan sah die zitternde Frau und den Kater, worauf sie heftig zusammen zuckte. Die Hälfte des Schwanzes war abgetrennt, ein Vorderbein stark angehoben, überall Kratzer und manchmal auch kahle Stellen. „Ich…hab gesehen…wie ein paar Jungen… einen Böller an seinen Schwanz band und dann… aus dem Fenster warf. Er blieb sogar manchmal… an Drähten hängen“. „Sie heißt Mrs. Nelson. Ich habe den Tierarzt bereits gerufen“, ergänzte Josh immer noch mit düsterer Miene. Megan streichelte sanft den Graugetigerten Kater und wartete ungeduldig. Der Atem ging rasch und stoßweise, fast rasselnd.

 

Scheinbar nach einer Ewigkeit traf Dr. O´ Conner ein. Er war ein stämmiger Mann mit Wettergeerbten Gesicht und einem dichten, grauen Bart. Den Mund konnte man nur erahnen. Mit sicheren Griffen untersuchte er den Kater und grummelte ab und zu. „Ich muss ihn mitnehmen“, lautete sein knappes Kommentar und schon trug er ihn ins Auto. „Ich bringe ihn dann vorbei“, brummte er noch und zog die Mütze zum Abschied. „Schrecklich was Menschen machen können“, wisperte Megan, die noch unter Schock stand. Josh lachte spöttisch und sagte: „Es gibt Leute die Tiere noch schlimmer misshandeln“. Inzwischen fütterte Trish die Hasen. Lollipop, Gambler, Bitchy und Mr. Right drängelten sich gierig am Holzaun und hoben die kleinen Nasen schnüffelnd in die Höhe. Sie lebten in einem Auslauf mit einem großen Laufstall, mit allem möglichen gesundem Futter. Trish achtete nämlich sehr streng darauf, dass nirgends eine giftige Pflanze zu sehen war. Megan machte sich unterdessen auf den weg zu den Hundeausläufen.

 

Es gab 3 Stück indem jeweils 3 Hunde Platz finden konnten. Zurzeit waren es aber nur 4 Hunde, wodurch sie auf 2 Hunde verteilt worden waren. Einmal die kleine Mississippi, ein Papillon die von Kindern falsch behandelt worden ist, Gabriel, ein Irischer Setter mit drei Beinen, Basta, ein auf Hundekämpfe abgerichteter Hund und Lessly, ein ausgesetzter Husky. Gwen und Rob selbst besaßen Fin, einen Berner Sennenhund und Josie, eine Border Collie Hündin sowie McOld, ein alter Irish Wolfshund. Die Hunde bellten und kläfften aus voller Kehle und die Katzen miauten kläglich. Alle wollten ihr Futter. Nach der Fütterung holte Megan eine Trense und trenste Air Jordan auf. Er vertraute niemand anderem außer den Bewohner der Valley Farm und konnte deshalb auch nicht abgegeben werden. Sie fand das gar nicht schlimm und sogar toll, denn Air Jordan war ihr ans Herz gewachsen. Fiddle, Ginger und Lyrus konnten auch nicht verkauft werden da ihre „Macken“ Probleme machen würden oder sie schlicht zu schwach und zu alt waren. Comance und Dark Teardrop hingegen hätten gute Chancen auf neue Besitzer. Megan seufzte tief, so war das eben auf der Valley Farm. Nicht alle Tiere die hier Zuflucht fanden konnten auch für immer hier bleiben. Sie ließ Air Jordan kantern und genoss den Ritt.

 

 Rasch erschienen die Zäune der Valley Farm, von denen die weiße Farbe langsam abblätterte. Mit funkelnden Augen trieb sie Air an. Bevor er nach einer riskanten Aktion zu ihnen kam hatte er eine steile Springkarriere gehabt. Mit einem mächtigen Satz segelte er mühelos über den Zaun und Megan jubelte innerlich. Zufrieden tätschelte sie seinen schwitzenden Hals und entließ auf die Weide. Comance, der edle Trakehnerfuchs trabte auf sie zu und schmiegte sein Maul in ihre Handfläche. Comance war neben Air Jordan Megans Lieblingspferd und hatte sich mit ihrer Hilfe von den körperlichen, aber auch seelischen Wunden geheilt. Schnaufend warf er das Hinterteil hoch und stieg dann, übermütig mit dem Kopf schüttelnd. Megan lachte leise und drehte sich um. Trish winkte ihr und brüllte: „Abendessen!“. „Ich komme ja schon!“, schrie sie zurück und lief los.

 

 Am frühen Morgen erschien Dr. O´ Conner mit dem Kater. „Hatte Glück gehabt der Bursche“, murmelte er und Rob fragte höflich wie viel die Behandlung kostete. „Ach, Rob! Ist kostenlos, du weißt wie anständig ich es find, dass du solche armen Viecher aufnimmst“. Dr. O´ Conner hatte ein gutmütiges Herz, zeigte sich aber nach außen hin eher schroff zu Menschen. Bei Tieren war er der liebevollste Mensch den es gibt. „Wie sollen wir den armen nennen?“, fragte Trish die anderen neugierig. Sie liebte es Tieren Namen zu geben. „Lynx!“, schlug sie vor. „Lupus!“. „Abraxas“, meinte Josh. „Ja, Abraxas klingt klasse!“, fand auch Trish. Somit tauften sie den Kater Abraxas. In dem Moment ratterte das Motorrad von Lewis an. „Lewis!“, knurrte Megan und ging vor Wut kochend auf ihn zu. „Wieso...“, fing sie an doch Lewis hielt sie grinsend fest. Seine pechschwarzen, kurzen, abstehenden Haare und die Lederkleidung schreckte viele ab, Megan nicht. Seine grünen Augen schauten sie belustigt an. „Oh Gott, wie kann so ein Arschloch solche Augen haben?“, dachte sie verärgert. „Habe ich gestern etwas verpasst?“, fragte er süffisant und Megan hätte ihn erwürgen können. Josh bemerkte das und schob sie vorsichtig zur Seite. „Wüsste nicht was dich das angeht“, antwortete er ruhig. Lewis hob amüsiert die Augenbraune und feixte: „Na, muss Joshilein dich jetzt beschützen, wenn Lewis dir zunahe kommt?“. Trish hüpfte vom Heuballen herunter und stotterte was von Hausaufgaben.

 

Lewis zog mit einem Grinsen von dannen und Josh und Megan begannen mit der Arbeit. Spät am Abend saß sie bei Abraxas, der alleine in einer Holzbox lag. Sachte streichelte sie ihn und er schnurrte behaglich. „Wahrscheinlich wurde er oft von netten Kindern gestreichelt“. An seinem verfilzten Fell merkte sie, dass er ein Straßenkater war. Eine schlaksige Gestalt kroch in die Box hinein. Megan wollte empört aufschreien doch Lewis presste ihr eine Hand auf den Mund. „Ich werde dich schon nicht killen“, versicherte er. Argwöhnisch beobachtete sie ihn und seine Bewegungen. Lewis steckte immer in Schwierigkeiten, illegalen Deals oder Diebstählen. Manchmal half er auf der Farm, meist nur um sich von seinen Kumpels zu verstecken, wenn er Streit mit ihnen hatte oder auch vor anderen wütenden Leuten mit denen er „Geschäfte“ machte. Nein, Lewis konnte man nicht vertrauen. Eine Zeit lang saßen sie schweigend da, den schnurrenden Abraxas zwischen ihnen. „Ich gehe jetzt“, verabschiedete Megan sich und kroch heraus. Sie vergaß ganz die Mistgabel, die davor stand und stieß fluchend dagegen. Sie verlor den halt und drohte zu fallen. Plötzlich fingen zwei Arme sie auf und jemand küsste sie. Unfähig sich zu bewegen musste sie den Kuss geschehen lassen. Nachdem sich seine Lippen von ihren lösten schimpfte sie lauthals: „Verdammt, Lewis! Du alter Spinner!“. Ein heiseres Lachen erklang und er flüsterte: „Wusste gar nicht, dass ich so alt bin“. Nach Luft schnappend zog sie sich an den Holzbrettern hoch und verpasste ihm eine schallende Ohrfeige. „Wenn du das noch mal machst“, drohte sie doch Lewis war schon verschwunden. Josh sah sie erstaunt an als sie mit strubbligem Haar und Stroh sowie Dreck am ganzen Körper ankam. „Frag erst nicht“, murrte sie und stieg die knarrende Treppe hoch. Doch genau das tat Josh.

 

Anmerkung des Einsenders: Hier nochma mit AbsätzenXD Kommentiert pls! Soll isch weiterschreibn?

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