Grenzmuseum Rhön „Point Alpha“

Kategorie: Geschichte
Eingesendet: 22.07.2006
Wörter: 15322
Autor: jugendch1
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Grenzmuseum Rhön „Point Alpha“

Grenzmuseum Rhön „Point Alpha“

 

1.)               Was war Point Alpha, was ist es heute?

 

Point Alpha befindet ist heute ein Gedenkstätte. Sie befindet sich an der hessisch - thüringischen Grenze zwischen Rasdorf und Geisa in der Rhön.
Dieser historische Ort mit seinen Gebäuden und Anlagen erinnert an die Teilung Deutschlands sowie an die Schrecken des Kalten Krieges. Der Gesamtkomplex ist ein einmaliger Zeitzeuge des Machtkampfes zweier politischer Systeme. Hier standen sich über vier Jahrzehnte die Vorposten von NATO und Warschauer Pakt Auge in Auge gegenüber.
Das Museumsareal gliedert sich lokal in drei Einheiten:


  • der Observation Point Alpha, der einzig noch erhaltene, unter Denkmalschutz stehende ehemalige Beobachtungsstützpunkt der U.S. Army mit und Ausstattung, auf hessischem Boden,


  • ein Freiluftgelände entlang des Grünen Bandes mit originalgetreuen und rekonstruierten Grenzanlagen in ihren verschiedenen Ausbaustufen unterschiedlicher Zeiten,


  • das "Haus auf der Grenze" auf thüringischer Seite, in dem auf ca. 600 m ² Ausstellungsfläche die Einwirkung des Grenzregimes auf Mensch und Natur dargestellt wird; im Dachgeschoss präsentiert sich das Biosphärenreservat mit dem Themenkreis: "Natur in der Rhön".


2.)    Erkläre den Ost-West Konflikt!

 

Der Ost-West-Konflikt, war ein Konflikt der beiden Supermächte USA und der Sowjetunion samt ihrer Verbündeten, in dessen Mittelpunkt der Konflikt der Marxistischen-Leninistischen Politikauffassung und der westlichen Idee und Werteorientierung stand. Der Konflikt begann 1917 mit der Februarrevolution in Russland und endete mit dem Zerfall der Sowjetunion 1990. Seinen Höhepunkt fand der Ost-West-Konflikt im Kalten Krieg, der von 1947 bis zum Zerfall der SU 1990 dauerte.

 

3.)    Was waren die Bestandteile der Grenzanlagen und welche Funktion hatten sie?

Fertige dazu eine Skizze an!

 http://www.grenzmuseum.de/Hintergrund/Thema4/grenzanlage.JPG


1   Grenzverlauf mit Grenzsteinen

- wirklicher Grenzverlauf
2   Grenzpfahl, teilweise mit Hinweisschild "Landesgrenze"

- Grenzmarkierung
3   DDR-Grenzsäule schwarz-rot-gold mit Hoheitszeichen

- Grenzmarkierung
4   "Vorgelagertes Hoheitsgebiet" der DDR

- keine Funktion / freies Gelände
5   Grenzzaun

- sehr stabile Gitterzäune mit Selbstschussanlagen
6   Gassentor

- Durchfahrt nur mit Erlaubnis, oder Ausweis (Pass, Stempel)
7   Kfz-Sperrgraben

- verhinderte unerlaubtes überfahren mit dem Kfz
8   Kontrollstreifen K-6

- Kontrolllaufweg
9   Kolonnenweg

- Kontrolllaufweg
10 Lichttrasse

- zur besseren Erkennung der Grenzübergänger
11 Ruf- und Sprechsäule


12 Beobachtungsturm BT-11 (runde Bauweise, Durchmesser 1 m)

- Beobachtungspunkt der Soldaten
13 Beobachtungsturm BT-11 (quadratische Bauweise 2x2 m)

- Beobachtungspunkt der Soldaten
14 Führungsstelle

- Sitz des Oberoffiziers
15 Beobachtungsbunker

- Beobachtungspunkt der Soldaten
16 Hundelaufanlage

- Zur Warnung/Abschreckung von Flüchtlingen
17 Grenzsignal-und Sperrzaun-ll

- zur Warnung zur Grenze
18 Stromverteilungs- und Schalteinrichtung für den GSSZ-II

- kein Zweck
19 Hunde-Freilaufanlage

- siehe 16
20 Signalzauntor

- Zur Warnung zur Grenze
21 Betonsperrmauer

- verhinderte die Flucht
22 Kontrollpunkt an den Zufahrtsstraßen ins Grenzgebiet

 

- zur Kontrolle


- zum Rufen anderer Soldaten                                                                        

 

 

 

4.) “Observation Point Alpha ist sicherlich das Herz unserer Einheit. Jeder Soldat, der hier oben eingesetz ist, bekommt eine klare Idee davon, was unsere Mission ist. Wenn er hier wieder weggeht, dann hat er den Unterschied zwischen Ost und West begriffen. Dann weiß er aus eigenem Erleben, welcher Herrausforderung die freie Welt gegenübersteht.“

 

Aussage eines unbekannten amerikanischen Wachoffiziers des 11. Armored Cavalry Regiments „Black Horse“

(Ende der siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts)

Erkläre die Aussage des am. Offiziers!

 

Point Alpha war der heißeste Punkt im Kalten Krieg. Man hat den Konflikt zwischen Ost und West an der Grenze regelrecht noch mehr gespürt und gesehen was für Elend im Ostgebiet herrschte. Im Osten der Warschauer Pakt und im Westen die NATO waren zwei unverwechselbare Situationen. Ausschlaggebend für den Konflikt ist auch noch die wirtschaftliche Lage und die Freiheit gegenüber West und Ost, dem freien Land und dem diktatorischen geführten Land.

 

5.)    Entwerfe ein Plakat zum Grenzmuseum oder schreibe einen Zeitungsartikel über diese Exkursion!

 

Auf dem Weg zum Point Alpha, eine Grenzanlage an der hessisch - thüringischen Grenze, macht man sich schon Gedanken, was einen Schüler der 10 Klasse alles erwarten könnte.

Als Einführung in die Führung kommt eine kurze Zusammenfassung über die politische Lage die in Deutschland herrschte, das alles passiert noch im Osten der Grenzanlage. Dann kommt so nach und nach Sachen und Erklärungen aus dem Alltag. Zum Beispiel wie die Grenze aufgebaut ist, oder wie Selbstschussanlagen funktionieren, was ein Grenzpendler für Stempel im Pass haben muss und und und. Man hat an alles gedacht bis hin zum Original-Ost-Armeeauto.

Dann ging es zur separaten Ausstellung über Naturschutz, als kurze Pause von den vielen Informationen zwischen Ost und West.

Danach ging es weiter über das Freiluftgelände entlang des Grünen Bandes mit der exemplarischen Darstellung der Grenzanlagen in ihren unterschiedlichen Ausbaustufen zum Point Alpha. Das ehemalige US Camp Point Alpha, der einzig noch erhaltene, unter
Denkmalschutz stehende ehemalige Beobachtungsstützpunkt der U.S. Army
mit authentischen Gebäuden und Ausstattung auf hessischem Boden. Dort wurden noch ein paar Fakten freigelegt und dann wurde der Führer mit einem Applaus verabschiedet.

Zur Zusammenfassung kann man sagen, dass es jeden gefallen hat, alle aufmerksam zugehört haben und das einige Daten und Fakten schockierend waren. Ich würde den Point Alpha als Museum auf jeden Fall weiter empfehlen.

 

 

6.)    Was war „Aktion Kornblume“?

 

Aktion Ungeziefer war ein Tarnname (im Gebrauch waren auch die Bezeichnungen Aktion Grenze, Aktion G sowie Kornblume) einer vom Ministerium für Staatssicherheit der DDR vorbereiteten und von der Volkspolizei durchgeführten Zwangsumsiedlungsaktion, in deren Verlauf zwischen Mai und Juni 1952 von der Staatsführung als "politisch unzuverlässig" eingeschätzte Bürger mit ihren Familien zwangsweise in das Landesinnere umgesiedelt wurden. Grundlage und Auslöser dieser Aktion war die vom Ministerrat (DDR) am 26. Mai 1952 beschlossene "Verordnung über Maßnahmen an der Demarkationslinie zwischen der Deutschen Demokratischen Republik und den westlichen Besatzungszonen Deutschlands". Die Einschätzung der "politischen Unzuverlässigkeit" erfolgte oft genug willkürlich (zum Teil auch durch Denunziationen von Nachbarn), so dass von der Zwangsumsiedlung Bürger mit Westkontakten, Kirchgänger, ehemalige Angehörige der NSDAP und ihrer Gliederungen, aber auch Bauern, die ihr Ablieferungssoll an den Staat nicht erfüllten und Menschen, die sich in irgendeiner Form missliebig über den Staat geäußert hatten, erfasst wurden. Vereinzelt stellten sich dieser Zwangsmaßnahme ganze Dörfer entgegen, so dass die Umsiedlung nur unter Einsatz von Verstärkungskräften und um einige Tage verzögert stattfinden konnte.

Insgesamt geht man davon aus, dass bei den Aktionen "Ungeziefer" und Aktion Kornblume von 1961 insgesamt zwischen 11.000 und 12.000 Menschen umgesiedelt wurden und sich ca. 3000 Menschen dieser Maßnahme durch Republikflucht entzogen. Für Aufsehen sorgte die gemeinsame Flucht von 53 Menschen aus Böseckendorf (Thüringen) im Oktober 1961.

 

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Kommentare

  • unbekannt
    Mon, 26 Oct 2009 17:36:26 GMT Super ! von Lisa H. (Gast)

    ich fand diesen Bericht sehr hilfreich da ich über point alpha einen hefter
    anlegen muss. ich konnte mit hilfe dieser seite einigge aufgaben lösen, die ich
    nirgentwo finden konnte . zwar habe ich nicht alles raus bekommen aber es hat
    mir auf jeden fall zur besseren note verholfen ^^

    Also danke und ein ganz großes lob lg lisa

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