| Kategorie: | Geschichte |
|---|---|
| Eingesendet: | 13.06.2005 |
| Wörter: | 2614 |
| Autor: | Katimausebaer |
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Frauenbewegung
Die erste Welle der modernen Frauenbewegung oder Frauenrechtsbewegung fand in der Mitte des 19. Jahrhunderts statt und dauerte etwa bis Anfang des 20. Jahrhunderts. Es wurde um grundsätzliche politische und bürgerliche rechte der Frau (z.B. Frauenwahlrecht, Recht auf Erwerbsarbeit, Recht auf Bildung) gekämpft. Die Mitglieder der Frauenbewegung wurden als Suffragetten (etwa: Wahlrechtlerinnen) bezeichnet.
Die Ursachen:
Da arbeitende Frauen aus den oberen Schichten gesellschaftlich nicht angesehen waren und somit kaum Frauen Geld verdienten, war die Ehe aus Geldgründen dringend nötig. Doch viele Frauen dieser Schichten empfanden dieses oft langweilige Leben in materieller Abhängigkeit von einem nicht geliebten Ehemann als Demütigung.
Sehr viele Frauen der unteren Schichten mussten als schlecht bezahlte Dienstmädchen oder Dienstboten unter entwürdigenden Umständen arbeiten.
Zudem verdrängten in der Industrie billige Lohnarbeiterinnen die männlichen Arbeitskräfte, so dass Mütter und Ehefrauen die Arbeit ihrer arbeitslosen Männer für deutlich weniger Lohn übernahmen.
Dies sind Gründe, warum sehr viele Frauen für eine Änderung einsetzten und protestierten.
Die bürgerliche Frauenbewegung
In der deutschen Revolution 1848 haben sehr viele Frauen mitgekämpft. Ein Jahr später gründete Louise Otto-Peters (1819-1895) die erste deutsche Frauenzeitung.
1865 entstand der „Allgemeine Deutsche Frauenverein“, indem sich Frauen für ihre Rechte einsetzten.
Die Ziele der bürgerlichen Frauen waren die beruflichen Bildungschancen für Frauen (ab 1876 auch Hochschulbildung), ein Recht auf Arbeit, eine Verbesserung materiellen Situation für arbeitende Frauen, die rechtliche Gleichberechtigung nach dem bürgerlichen Recht und ab 1900 auch die politische Gleichberechtigung.
Die proletarische Frauenbewegung
1865 wurde ein „Verein zur Wahrnehmung der Interessen der Arbeiterinnen“ gegründet. Kurz darauf entstanden die ersten reinen Frauengewerkschaften im Bereich der Textilindustrie. Sozialisten lehnten diese Frauenorganisationen jedoch als bürgerlich ab. Die Ziele der proletarischen Frauenbewegung sind die privatrechtliche Gleichstellung von Mann und Frau, der gleiche Lohn für die gleiche Arbeit, gleiche Bildungschancen, das Wahlrecht auch für Frauen, der Mutterschutz und die Befreiung der Dienstboten von ihrer Abhängigkeit.
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