| Kategorie: | Geschichte |
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| Eingesendet: | 26.05.2006 |
| Wörter: | 16992 |
| Autor: | Aleera |
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Angela S.
Heute werde ich mein Geschichte-Referat über China halten. Was wisst ihr über China? Wie viele Nachbarländer schätzt ihr, dass China hat und welche davon könnt ihr nennen? (14, Sammeln der Namen, von Norden im Uhrzeigersinn: Mongolei, Russland, Nordkorea, Vietnam, Laos, Myanmar/ Birma, Bhutan, Nepal, Indien, Pakistan, Afghanistan, Tadschikistan, Kirgisien, Kasachstan) Die Landesgrenzen haben insgesamt eine Länge von 25 000 km. China ist also ein sehr großes und meiner Meinung nach auch ein großartiges Land. Ich hoffe, dass ihr nach diesem Vortrag genau so wie ich denkt.
Mein Referat ist in mehrere Teile gegliedert. Es beginnt mit einer geographischen Einführung über China. Dazu gehören die Topographie des Landes, sein Klima, die Katastrophen, der gelbe Fluss und die Bevölkerung. Der größte Teil meines Vortrags bezieht sich auf die verschiedenen Dynastien Chinas. Über die Verbotene Stadt in Peking werde ich noch einen kleinen Filmausschnitt zeigen.
Mit seiner Oberfläche von knapp 10 Millionen km² ist China etwa so groß wie die USA oder ganz Europa bis zum Ural. Ein Land mit kontinentalen Ausmaßen, denn Chinas nördlichster Punkt liegt auf dem 54., Chinas Süden liegt auf dem 18. Breitengrad. Dazwischen liegen etwa 4500 km. Die Ost-West-Ausdehnung beträgt 4200 km. Der Osten Chinas ist von Ebenen geprägt, nur die Küstenstreifen sind hügelig bis gebirgig. Das gesamte östliche Gebiet liegt etwa 500 Meter unter dem Meeresspiegel. Nordostchina hat ein warmgemäßigtes Klima, das durch den Wintermonsun beeinflusst wird. Südostchina und Südchina werden vom Sommermonsun stark beeinflusst, sodass dort zwischen Mai und September reichlich Niederschläge fallen. Westlich an die Ebenen schließen sich Bergland, Hochebenen und Hochbecken an. Die Berge haben eine Höhe von etwa 1000 bis 2000 Metern. Westchina ist geprägt von Hochebenen und Hochgebirgen wie dem Himalaya. Die durchschnittliche Höhe der ganzen Region beträgt 4000 Meter über dem Meeresspiegel und gehört damit zu den höchstgelegenen Ebenen der Welt. Tibet und Qinghai haben ein dauerkaltes Hochlandklima. Im Nordwesten des Landes befinden sich die Wüsten und Steppen Xinjiangs (Gobi, Taklamakan). Dieses Gebiet weist lange, kalte Winter und kurze, heiße Sommer auf.
Besonders der Osten Chinas, aber auch südliche Provinzen und der Himalaya sind häufig von Erdbeben betroffen. Zudem entsteht bei Bodenerosion die Gefahr von Erdrutschen. An den Flüssen Jangtsekiang und Huán Hé kommt es häufig zu Überschwemmungen. Dem Huáng Hé, dem „gelben Fluss“ und der gelben Lößerde verdankt die nordchinesische Ebene ihre Fruchtbarkeit. In Jahrmillionen wehten die Windstürme ungeheure Massen feinen Sand aus den Steppen und Wüsten Zentralasiens in die Ebenen. Der Sand lagerte sich ab und wurde zu Löß. Dessen schwammhafte Struktur gibt ihm die Fähigkeit, Wasser aufzusaugen und zu speichern. Der Huáng Hé brachte über Jahrtausende hinweg bei Überschwemmungen kostbare braungelbe Erdmassen heran. Somit wurde das Gebiet fruchtbares Ackerland. Die Überschwemmungen waren jedoch nicht nur ein Segen.
Die Volksrepublik China ist mit seinen 1,3 Milliarden Einwohnern das volkreichste Land der Erde. Die Bevölkerungsdichte beträgt 135,8 Einwohner pro km². Diese nicht sonderlich hohe Zahl täuscht, denn Westchina etwa weist eine sehr niedrige Bevölkerung auf, jedoch kann dieses Territorium aufgrund des Klimas nicht mehr Menschen aufnehmen. Dagegen konzentrieren sich ca. 115 Millionen Menschen, also fast 10% der chinesischen Bevölkerung, auf eine Fläche von nur 50 000 km². Viele von Chinas Regionen gehören zu den am dichtesten besiedelten der Welt. In der Geschichte des Landes waren Überbevölkerung und die damit verbundenen Probleme bei der Ernährung der Menschen Ursache für tiefe politische und wirtschaftliche Krisen. Heute versucht man das Problem der Überbevölkerung dadurch zu lösen, den Frauen zu verbieten, mehr als ein Kind zu bekommen. Nur Minderheiten und Bauern, deren erstes Kind ein Mädchen ist, wird ein zweites Kind erlaubt. Diese Methode ist auch in China nicht unumstritten. Eine Alternative wäre, eine steuerliche Schlechterstellung von Familien mit höheren Kinderzahlen.
Das Wort Dynastie bedeutet so viel wie Herrscherhaus, oder auch Herscherfamilie. Am Anfang gab es wohl nur Stammesansammlungen, die unter der Führung eines Königshauses standen Die erste chinesische Dynastie von der man weiß, ist die Xia-Dynastie. Seine Existenz ist umstritten, aber wenn es sie gab, dann zwischen etwa 2070 v. Chr. bis1600 v. Christus. Zu dieser Zeit wurden die ersten Kalender angefertigt, um die Produktion in der Landwirtschaft zu steigern. Diese Kalender waren wahrscheinlich der Ursprung des traditionellen chinesischen Kalenders. In der zweiten, der Shang-Dynastie, wurden erste zeitgenössische Dokumente gefunden. Die Shang-Dynastie ging von ca. 1600-ca.1050 v. Christus. Die Shang-Menschen betrieben intensiven Handel. Es wurden Gräber mit Beigaben entdeckt, was darauf schließen lässt, dass die Menschen zu dieser Zeit an ein Leben nach dem Tod glaubten. Lebendige Sklaven wurden mit ihren Herrschern begraben, damit sie ihnen weiterhin dienen konnten.
In der frühen Zhou herrschten viele tyrannische Könige. Das Gebiet wurde oft von Barbaren angegriffen, die schließlich den derzeitigen König töteten und die damalige Hauptstadt plünderten. In der späten Zhou von vertrieb dann ein Heer der Lehnsherren die Barbaren. Aber nun wollten sämtliche Lehnsherren die königlichen Rechte und bald zersplitterte das Reich in die sieben Einzelreiche Zhou, Qin, Qi, Han, Wei, Chu und Yan. Diese Endzeit des Zhou wurde die Periode der Streitenden Reiche genannt. In der Zhou soll das erste Kupfergeld eingeführt, und Steuern und Kriegsdienste angeschafft worden sein.
Als Fürst Zhao Zheng an die Macht über das Qin-Reich kam, besiegte er innerhalb von zehn Jahren die sechs anderen Reiche und gründete das Kaiserreich. Der zweite Berater des neuen Kaisers hieß Li Si. Er vereinheitlichte Maßeinheiten, Münzen und Schrift im Reich. Unter dem zweiten Kaiser Shi Huang Di fand 213 vor Christus die Bücherverbrennung statt. Sämtliche Bücher, mit Ausnahme medizinischer und landwirtschaftlicher Bücher wurden auf den Rat Li Sis verbrannt, damit Kritik an der neuen Regierungsform unterbunden sei. Die alten Befestigungsmauern im Norden wurden zu einer ununterbrochenen Linie, der Großen Mauer verbunden. Besitz- und Arbeitslose wurden aufgegriffen und zur Arbeit an der Mauer gezwungen. Die Bevölkerung war unzufrieden wegen dem Ausmaß der Staatserneuerung. Sie mussten die gewaltigen Baumaßnahmen finanzieren und das harte Strafensystem ertragen. Der Aufstand begann, als eine Gruppe von 900 Arbeitern hingerichtet werden sollte, die aufgrund von starken Regenfällen zu spät zur Arbeit an der Großen Mauer kam. Die Betroffenen, die ja nichts mehr zu verlieren hatten, begannen die Rebellion. Bald hatten sie viele Anhänger, die mit ihnen die Dynastie stürzten. Es begann die Han-Dynastie. Der erste Han-Kaiser war ein Beamter, der die Aufstände der Qin-Dynastie anführte. Jedoch änderte er das Verwaltungssystem nicht, sondern behielt das meiste, ja sogar das Bücherverbot bei. Erst ein späterer Kaiser bemühte sich um die Wiederherstellung der verloren gegangenen Literatur. Zur Zeit der Han-Dynastie vergrößerte sich das Reich im Süden durch Unterwerfung der dortigen Volksgruppen. Die Wirtschaftskraft wuchs durch explodierende Exporte (Seide, Lack, Jade) und Erfindungen wie Stahlerzeugung, Dezimalbruch, Schubkarre und Hängebrücke. Als China sich entlang der Seidenstraße ausbreitete, kamen immer wieder buddhistische Mönche aus Indien nach China. Die Religion verbreitete sich recht rasch. Jedoch fehlte es in der Han-Dynastie an einer starken Figur, denn fast alle Kaiser waren minderjährig. Als ein Aufstand ausbrach, mussten die Großgrundbesitzer mit weit reichenden militärischen und zivilen Rechten ausstatten, damit sie ihre Streitkräfte zur Verfügung stellten. Der Aufstand war zwar bald beendet, aber die privilegierten Mächte blieben zurück. Als ein Gouverneur schließlich den derzeitigen Kaiser von 189 stürzte, zersplitterte das Reich in viele Einzelstücke, von denen sich drei große Konkurrenten abzeichneten. Cao Cao mit dem Reich Wei im Norden, Sun Quan mit dem Reich Wu im Süden und Shu Han, dass von Liu Bei, einem Nachfahren der Han-Dynastie, regiert wurde. Liu Bei und seine Nachkommen wollten das Reich wieder Vereinen, das Misslang aber und Shu Han wurde von Cao Caos Nachkommen erobert. In den nachfolgenden Dynastien blieb China meist zersplittert. Erst in der Sui-Dynastie, die von 581 bis 618 ging, wurde China wiedervereinigt. Deswegen zählt die Sui-Dynastie trotz ihrer kurzen Dauer zu den großen chinesischen Dynastien. Die Sui waren aus dem türkischen Adel hervorgegangen. Die Dynastie begann mit zahlreichen Reformprojekten, die in kurzer Zeit Großes erreichten, das Land aber steuerlich stark beanspruchten und die Dynastie so vorzeitig zu Fall brachten. Es wurde mit dem Bau einer Kanalverbindung zwischen Nord- und Südchina begonnen, um Getreide und Truppen zu transportieren, die Große Mauer wurde nach Westen hin verlängert. Schließlich wurde der Kaiser von seinen eigenen Ratgebern erdrosselt. In der nachfolgenden, der T’ang-Dynastie von 618 bis 907, breitete sich das Reich weiter entlang der Seidenstraße aus und China öffnete sich dem Ausland. Das Schulwesen und der Buddhismus wurden in dieser Zeit besonders gefördert. Bei Hofe regierten jedoch bald schwache Kaiser, die Eunuchen oder einflussreiche Generäle. Um 755 fanden Aufstände statt, bei denen 36 Millionen Menschen ums Leben gekommen sein sollen. Der endgültige Untergang der T’ang kam aber erst im Aufstand des Huang Chao. Dieser Aufstand kostete nach damaliger Darstellung noch mehr Menschenleben als der vorige Aufstand. Nach Huang Chaos Sturz ergriffen die Eunuchen die Macht und wieder zersplitterte das Reich. Die Song-Dynastie vereinte China 960 wieder. Das Land war endlich wieder in einer Blütezeit. Der Buchdruck mit beweglichen Lettern, Schießpulver und Papiergeld wurden erfunden. Mit der Weiterentwicklung des Block- und Buchdrucks kam es zu einer Flut von Werken und einer Zunahme öffentlicher wie privater Schulen und Bibliotheken. 1126 endete die Song. Während der anschließenden Yuang-Dynastie war China von den Mongolen besetzt. Ausgerufen wurde die Dynastie von Dschingis Khans Enkel Kublai Khan. Die höchsten Posten des Reiches durften nur die „Weißen Mongolen“ innehaben. Die „Schwarzen Mongolen“ oder auch Semu waren die Völker, die die Mongolen bei der Eroberung unterstützt haben. Sie durften Handel treiben, Steuern erheben, Geld verleihen und die mittleren Beamtenebenen besetzen. Die Nordchinesen und Koreaner durften ein Kleingewerbe betreiben und die niederen Beamtenstellen besetzen, die Südchinesen durften sich nicht einmal gegen Schläge wehren und mussten die meisten Steuern zahlen. Kein Chinese durfte eine Waffe oder gar ein Pferd besitzen, Berufswechsel und Heiraten zwischen den Gruppen waren verboten. Mitte des 14. Jahrhunderts kam es zu einer Reihe von Überschwemmungen, die Dämme des Gelben Flusses brachen. Die Mongolen ließen einen neuen Kanal bauen. Dabei gelang es den Chinesen erstmals, die Aufständischen zu organisieren. 1368 verjagte eine Armee aus Aufständischen den mongolischen Herrscher aus Peking. Damit endete die Mongolenherrschaft. In der nächsten Dynastie, der Ming-Dynastie, wurde dich Wirtschaft wiederaufgebaut. Es kam zu unzähligen Bebauungs- und Bewässerungsprojekten. Erschwerend für den wirtschaftlichen Fortschritt kam die traditionelle Verachtung der Konfuzianer gegenüber dem Handel und den Händlern hinzu. In der Ming-Zeit erreichte diese Einstellung einen Höhepunkt, indem der Außenhandel nach 1433 stark beschränkt und sogar das Erlernen fremder Sprachen zeitweise verboten wurde. Die Folge der Verbote war ein Aufschwung von Schmuggel und Piraterie in den Küstengebieten - die Händler wechselten dort ihre Einkommensquelle. Erst nach 1520 verzeichnet man dann wieder einen Aufschwung des Großhandels und des Handwerks. Die größte Belastung der Ming waren die wechselvollen Kämpfe mit den Mongolen in der Mongolei. Wegen dieser Gefahr musste 1421 die Hauptstadt von Nanking nach Peking verlegt werden. Zusätzlich wurde die chinesische Mauer auf den heutigen Stand ausgebaut. Zum Untergang der Dynastie führten Angriffe der Mandschu und nach mehreren Missernten, die eine Hungersnot auslösten, die Bauernaufstände. Die Qing-Dynastie ist eine von den Mandschu 1644 gegründete Dynastie in China, daher auch Mandschu-Dynastie genannt. Die Dynastie endete erst 1911 mit der Errichtung der Republik China. Schon im 19. Jahrhundert zeichnete sich der innere Niedergang längst ab, wirtschaftlich und militärisch wurde die zunehmende europäische Überlegenheit nicht wahrgenommen. Man bestand auf der Weltanschauung, die Staaten danach einordnete, wie nah sie der chinesischen Kultur standen. Aber China machte Defizite in den Staatsfinanzen. Gegen unterworfene Völker, die aufständisch wurden, mussten teure Feldzüge unternommen werden. Zudem zweigten Beamten Gelder von Projekten ab. In den Jahren nach 1826 stieg der Opiumschmuggel schlagartig an. Das hatte auch negative Auswirkungen auf die öffentliche Moral und die Wirtschaft. Britische Bemühungen, Opium zollfrei nach China einzuführen als Bezahlung chinesischer Exportwaren, führten zum Opiumkrieg. China verlor und musste Hongkong an Großbritannien abtreten und Häfen dem europäischen Handel öffnen. Die Krise des Kaiserreiches entlud sich im Taiping-Aufstand (1851-1864) der die Gesellschaft in ihren Grundfesten erschütterte. 1855 verlagerte zudem der Gelbe Fluss seinen Lauf, eine Katastrophe für China. Diese inneren Schwierigkeiten behinderten jeden Fortschritt. Trotzdem bemühte man sich um die Modernisierung Chinas, soweit sie die regierende Kaiserinwitwe nicht in ihrer Macht einschränkte. Gegen 1900 liegt die Qing-Dynastie in Trümmern, die gerade mühsam aufgebaute Kriegsflotte wurde im Krieg von 1894/95 von den Japanern zerstört, wobei Korea und andere Gebiete verloren gingen. China wurde in Einflusssphären aufgeteilt, die Europäer und Japaner unterhielten nun dort Kriegsflotten und Truppen. 1911 kam es zum Sturz des letzten Kaisers Pu Yi. Am 1. Januar 1912 wurde die Republik China ausgerufen.
Anmerkung des Einsenders:
Eigentlich ist das ja ein Vortrag, den ich mal gehalten habe, aber ich kann den Text irgendwie nicht in diese Kategorie reinkriegen, da "reagiert die Website nicht". Also pack ich es erstmal hierrein.
Der Vortrag ist ziemlich torcken, obwohl ich versucht habe, die langweiligen und uninteressanten Dinge rauszukürzen. Vielleicht liest es ja trotzdem jemand von euch.
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