| Kategorie: | Englisch |
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| Eingesendet: | 11.02.2006 |
| Wörter: | 5669 |
| Autor: | MaddinTT |
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Grundmuster von Detektiv Geschichten (Sir Arthur Conan Doyle)
• Signale des Textes regen zum „mitspielen“ an
Dem Leser ist ein Antrieb geboten nach dem zu Suchen, was der Text von Anfang an verschweigt
• Lücken im Text führen zu eigenen Deutungen des Lesers > Leser wird zum Detektiv
• Strategie des Autors: Bewusste Fehllenkung des Lesers
• Rede vom „fair play“: Dem Leser wird die Chance gegeben, selber die Lösung zu finden, bevor es der Detektiv macht
> Kritik: Das der Text des Autors extra mit Mehrdeutigkeiten bestückt ist und der Leser somit extra in die Irre geführt wird
• Der Leser / Schüler soll sich intensiv mit dem Text auseinandersetzen. Denn das Rätselhafte ist nicht nur strukturell, sondern auch durch den Inhalt gegeben
• Detektiv Kurzgeschichten sind überschaubar und die Behandlung der Texte ist gezielter > Motivationshemmung der Schüler ist nicht vorhanden
• In Kurzgeschichten ist eine ‚Bedeutungskonzentration’ unumgänglich und sie bekommt dadurch eine inhaltliche Bedeutung:
Bau der Handlung (Lücken > Reduktionsverfahren) > führt dazu, dass der Leser sie füllen möchte durch die vorgegebene Textur.
• Wichtig ist bei dieser Art Geschichte, dass der Leser kein unbedeutendes Detail (clue) auslassen darf, weil er der Schlüssel zum Verständnis des Ganzen stecken kann.
• Der Leser ist aktiv aufgefordert schwach ausgeprägte Daten zu rekonstruieren
> grade durch die Kürze der inneren Form
• ambiguity (Mehrdeutigkeit) ist von großer Bedeutung
• Ohne ein Entdecken von Mehrschichtigkeit ist die genaue Analyse der sprachlichen Mittel nicht möglich
Spiel Text – Leser
Gelenktes Spiel zwischen Autor/Text und Leser nach festen Spielregeln
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Sherlock Holmes Geschichten weisen ein bestimmtes Erzählschema auf. Es ist als Grundmuster für alle weiteren Detektiverzählungen verwendbar.
Handlungsschema – pattern of action
1. Zusammenfassender Rückblick auf frühere Fälle durch Dr. Watson
(Einleitung)
2. Auftritt eines Klienten
3. Bericht des Klienten: Lösung des Rätsels wird zur zentralen Aufgabe (1. Gruppe von „clues“)
4. erster Lösungsversuch
5. Holmes übernimmt den Fall: Ermittlungen notwendiger Hintergrundinformationen, Fahrt zum Tatort, Ermittlungen von Faktoren (2. Gruppe von „clues“)
6. Zweiter Lösungsversuch (oft durch Watson). Holmes bleibt meist abwartend, reflektierend.
7. Plötzliche Lösung (z.T. unter dramatischen Begleitumständen)
8. Gesamtanalyse des Falles durch Holmes (Erklärung für den Leser)
Der Autor zögert die endgültige Lösung so lange hinaus wie möglich, um so den Effekt des „denoument“ (Auflösung) gesteigert wirken zu lassen.
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