Fünfzehn

Kategorie: lektüre
Eingesendet: 17.04.2007
Wörter: 3605
Autor: Meline
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Fünfzehn

In der Kurzgeschichte
„Fünfzehn“ von Reiner Kunze wird ein typischer Generationskonflikt dargestellt,
wie er wohl in jeder Familie zu finden ist.

Hier kritisiert
ein Vater das Verhalten seiner 15-jährigen Tochter durch Übertreibung auf eine
humorvolle Art.

Die namentlich
nicht genannte 15-jährige Tochter ist ein typischer Teenager: Sie kleidet sich
wild, hört sehr laut Musik und räumt ihr Zimmer nicht auf. Sie will unabhängig
sein und hört nicht auf Erwachsene: „… und gibt nichts auf die Meinung uralter
Leute – das sind alle Leute über dreißig.“ (Z 10/11)

Ihr Vater, der
durchaus Verständnis für seine Tochter zeigt, versucht den äußeren
Erziehungsrahmen durch sanften Druck aufrecht zu halten. Er erzählt ihr von
Spinnen, die unter ihrem Bett nisten. Doch statt aufzuräumen, bringt sie lieber
ihre Schuhe in Sicherheit.

Der Vater ist
anscheinend auch sehr an Harmonie interessiert: „…, dass ich ab zu heimlich ihr
Zimmer wische, um ihre Mutter vor Herzkrämpfen zu bewahren …“ (Z 34/35). Dieses
Zitat zeigt, dass er gerne den Vermittler spielt, um seiner Tochter den Ärger
mit ihrer Mutter zu ersparen.

 

Wenn man beginnt die
Geschichte zu lesen, könnte man denken, es sei eine Art Leserbrief aus einer
Zeitung, in dem sich ein Vater über das Benehmen seiner jugendlichen Tochter
aufregt. Doch wenn man weiter ließt, wird einem schnell klar, dass dies ein
Vater ist, der sich sehr viele Gedanken zu seiner Tochter macht und versucht
ihr rebellisches Verhalten zu respektieren: „Ich weiß: Sie will sich nicht den
Nichtigkeiten des Lebens ausliefern. Sie fürchtet die Einengung des Blickes,
des Geistes. Sie fürchtet die Abstumpfung der Seele durch Wiederholung!“ (Z
29-31)

Die Geschichte
wurde aus der Ich-Perspektive geschrieben. Der Erzähler übernimmt hierbei die
Rolle des Vaters.

Der Anfang und das
Ende der Kurzgeschichte sind offen. So hat der Leser die Möglichkeit sich
selbst Gedanken darüber zu machen, wie es mit dem Mädchen und ihren Vater
weiter gehen könnte.

Ich finde diese
Geschichte sehr realitätsnah. Sie zeigt sehr deutlich, dass jeder Teenager in
diesem Alter seine ganz eigenen „Macken“ hat.

 

 

 

Wörter: 320

Anmerkung des Einsenders: Ich hab dadrauf eine gute 2 bekommen. Ihr müsst nur noch die Spinnen mehr erwähnen ...
Viel Spaß damit !

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