Emilia Galotti - Inszenierungsentscheidungen

Kategorie: lektüre
Eingesendet: 16.07.2008
Wörter: 2465
Autor: try
Dokument melden:

Emilia Galotti - Inszenierungsentscheidungen

Bei den Inszenierungsentscheidungen der Emilia Galotti war besonders war das Bühnenbild. Es wurden Scheinwerfer auf der Bühne aufgestellt, so traten die Schauspieler davor und warfen einen Schatten auf die Bühnenwand. Je nachdem wie weit die Person vom Scheinwerfer entfernt war, wurde der geworfene Schatten größer oder kleiner. Der Schatten spiegelte die Beziehungen der Personen wieder. So sah man deutlich, wer wem über-oder unterlegen ist. Weiterhin war auf die Kleidung der Schauspieler zu achten. Die Männer trugen einen Anzug, Emilia und Claudia ein Kleid, jedoch trug Orsina eine Hose. Diese Hose drückte aus, dass Orsina moderner und vernünftiger in ihrem Denken ist als alle anderen. Sie ist emanzipiert und sagt, was sie möchte. Im ersten Moment könnte Orsinas Hose irritierend wirken, da ansonsten alle Frauen Kleider oder Röcke trugen. In dem ganzen Schauspiel wurden nur wenige Hilfsmittel zur Darstellung verwendet und dann kam beim Wendepunkt des Stückes Emilia blutverschmiert in das Lustschloss des Prinzen. Womöglich sollte der Auftritt dramatischer wirken und dem Zuschauer zeigen, dass Blut vergossen wurde.
Erinnert man sich nochmals an Claudias Kleidung, so fällt auf, dass sie sehr an dem Stadtleben interessiert war, so trug sie auffallende Schuhe und provozierende Kleidung.
Der Wendepunkt war sehr deutlich durch zwei laute Schüsse erkennbar. Das Publikum schreckte hoch und jeder wusste, dass etwas Neues kommen wird.
Immer, wenn ein neuer Punkt in dem Drama erreicht war, wurde eine Bühnewand umgeklappt, so standen Emilia und Odoardo am Schluss auf einem freien Feld. Der Zuschauer erkannte, dass der dramatischste Punkt eintraf und empfand Mitleid, was für Lessing von großer Wichtigkeit war.

Ich persönlich fand das Drama schlecht umgesetzt. Marinelli entsprach gar nicht meiner Vorstellung, denn er kam mir keineswegs berechnend, hinterlistig und erst gar nicht so vor, als wollte er Macht besitzen. Der Prinz schien sehr entschlossen und rational, was ich aus dem Buch so nicht entnehmen konnte. Claudia war mir zu aufreizend gekleidet, da ich sie mehr eher als schlichte Hausfrau vorgestellt habe. Außer der Hose von Orsina hätte ich die Rollen Orsina und Claudia getauscht. Des weiteres habe ich aus dem Buch nie interpretieren können, dass Emilia mit dem Prinzen geschlafen haben soll, was jedoch in dem Schauspiel eindeutig war. Gut fand ich jediglich das Bühnenbild, welches die Beziehungen der Personen gut darstellte

Diskussion

Dein Kommentar

Was hältst du von dem Dokument Emilia Galotti - Inszenierungsentscheidungen? Sag uns eines Meinung!

  1. (freiwillig, wird nicht veröffentlicht)

Kommentare

  • unbekannt
    Sun, 04 Dec 2011 19:22:53 GMT Überschrift von Dein Name (Gast)

    (

Feedback