erweiterte Inhaltsangabe: Die Nebel von Avalon (Marion Zimmer Bradley)

Kategorie: Vortäge
Eingesendet: 10.06.2010
Wörter: 4786
Autor: ani1994
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erweiterte Inhaltsangabe: Die Nebel von Avalon (Marion Zimmer Bradley)

In ihrem 1982 erschienenem Roman „Die Nebel von Avalon“, schreibt Marion Zimmer-Bradley über die heilige Insel Avalon, die immer mehr in den Nebeln der Zeit versinkt und über das Bemühen der mächtigen Frauen um Arthus und seine Tafelrunde, dieses Schicksal abzuwenden.

Die heilige Insel Avalon, Heimat der Hüterinnen des alten Glaubens, versinkt immer mehr in den Nebeln, da das Christentum beginnt in Britannien die Überhand zu gewinnen. Viviane, die Herrin vom See und Hohepriesterin von Avalon, sowie Taliesin, der Merlin von Britannien, versuchen dies zu verhindern, indem sie die Hochzeit von Vivianes Schwester, Igraine, mit dem zukünftigen Großkönig, Uther Pendragon, arrangieren. Das Kind aus dieser Ehe, der dann zukünftige Großkönig, soll Christen und Anhänger der Alten Religion von Avalon einen. So nimmt alles seinen Lauf.
Viviane nimmt währenddessen Morgaine, Tochter Igraines aus erster Ehe, bei sich auf, um sie zur Priesterin und Nachfolgerin ihrer selbst auszubilden. Nach Abschluss der Ausbildung muss sie an der „Zeremonie des Hirschkönigs“ als „jungfräuliche Jägerin“ teilnehmen. Bei dieser Zeremonie soll Igraines und Uthers Sohn, Arthus, der nun den Platz seines Vaters einnehmen wird, beweisen, dass er würdig ist, auch über Avalon zu herrschen. Morgaine und ihr Halbbruder Arthus vereinigen sich bei der Zeremonie als Gott und Göttin in der Großen Ehe ohne zu wissen, wen sie vor sich haben. Als Morgaine ihren Bruder erkennt ist es bereits zu spät. So verlässt sie, außer sich vor Wut über Vivianes Täuschung die Insel, flüchtet zu ihrer Tante Morgause, und bringt auf deren Burg Arthus’ Sohn zu Welt. Diesen lässt sie von Morgause aufziehen und reist, da sie den Weg zurück nach Avalon nicht mehr findet, weiter nach Camelot zu Arthus, der inzwischen mit Gwenhwyfar verheiratet ist.
Erst Jahre später erzählt sie Arthus von ihrem Kind.
Arthus entsagt auf Drängen der gläubigen Christin Gwenhwyfar dem Heidentum von Avalon und zieht fortan nicht mehr mit dem Drachenbanner in den Krieg sondern mit dem der Heiligen Jungfrau Maria. Dieser Verrat führt dazu, dass Morgaine und Arthus sich bald als Feinde gegenüberstehen. Weil Morgaine nicht mehr auf Camelot bleiben will, geht sie und macht ihren Frieden mit Viviane. Als diese erfährt was an Arthus Hof geschieht reist sie selbst dorthin, um mit ihrem Neffen zu reden. Doch bei diesem Versuch wird sie von einem der Gefährten Arthus’ erschlagen. Kurze Zeit später stirbt auch der Merlin Taliesin und ein verkrüppelter Barde namens Kevin tritt an seine Stelle.
Morgaine lebt wieder eine Zeitlang auf Camelot bis der alte König Uriens, dessen letzte Frau gestorben ist, bei Arthus um ihre Hand anhält. So zieht sie mit ihm nach Nordwales, verliebt sich dort aber in seinen Sohn Accolon. Mit Accolons Hilfe, der noch immer der Alten Religion angehört, will sie Arthus stürzen und ihm das magische Schwert Excalibur entwenden, welches extra für ihn in Avalon angefertigt wurde und das ihn unverwundbar macht. Bei dem entscheidenden Kampf stirbt Accolon.
Bald wird der neue Merlin, Kevin, zum Verräter. Er stiehlt das heilige Insignium von Avalon, den Kelch, später bekannt als „Der hl. Gral“, der nun vom Bischof genutzt werden soll - in Morgaines Augen eine Entweihung des Kelchs. In einer Verkleidung kann sie sich einschleichen und mit Zauberei den Kelch der Welt entrücken. Nun kehrt sie endlich nach Avalon zurück um dort den lange leeren Platz von Viviane einzunehmen. Kevin wird als Verräter getötet.
Das Verschwinden des Kelchs führt zur Suche durch die Gefährten Arthus’. Die Tafelrunde zerstreut sich in alle Winde und die Wenigsten kommen zurück.
In der Zwischenzeit hat sich Mordred, Arthus’ und Morgaines Sohn, einen Platz in der Tafelrunde seines Vaters erobert und soll Thronerbe werden, auch wenn der Bischof dies nicht billigt. Mordred kann es jedoch nicht erwarten und beginnt einen Kampf mit Arthus der für beide mit dem Tod endet. Trotz jahrelanger Feindschaft bringt Morgaine den Leichnam ihres Bruders nach Avalon, um ihn zu begraben.
Avalons Pläne sind endgültig gescheitert und die Insel entschwindet immer mehr in die Nebel. Die Ritter der Tafelrunde sind in ganz Britannien zerstreut und neue Kriege toben über dem Land. Nun hat Morgaine, die immer gegen die neue Religion war, die Erkenntnis, dass die große Göttin immer noch weiter angebetet wird, nämlich als Maria von Nazareth.

Meiner Meinung nach verstand die Autorin es gut der Geschichte, die sonst immer nur aus männlicher Sicht erzählt wurde, einen neuen Blickwinkel zu geben. Nämlich den einer Frau. Sie verdeutlicht die Wende von Naturreligion zum Christentum und den Übergang von Matriarchat zu Patriarchat. Die Idee, die Sage von König Arthus in dieser Weise umzusetzen, finde ich äußerst spannend.

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