| Kategorie: | Deutsch |
|---|---|
| Eingesendet: | 10.04.2007 |
| Wörter: | 9365 |
| Autor: | AbbySciuto |
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Miller:
Miller hat als ehrbarer Musiker einen festen Platz in der zünftischen Ordnung der Stadt. Sein Denken bewegt sich im Rahmen der ständischen Regeln. Deshalb besteht er auf eine Beendigung der Beziehung zwischen seiner Tochter und dem Adeligen Ferdinand von Walter. Das Wohl seiner Tochter liegt ihm sehr am Herzen. Mit großen psychischen und religiösem Druck hält er sie vom geplanten Selbstmord ab. Er übersieht, dass sie an dieser Situation zerbricht. Erst als er vor Luises Leiche steht wird ihm klar, dass sein väterlicher Autoritätsanspruch gescheitert ist.
Frau Miller hat die Liebesbeziehung zwischen Ferdinand und Luise hinter dem Rücken ihres Mannes begünstigt, denn sie hofft auf einen gesellschaftlichen Aufstieg ihrer Tochter. Hier spielt sich im familiären Rahmen eine ständige Intrige ab. Ihr Mann wirft ihr zu Recht Schwatzhaftigkeit vor, denn sie hat Wurm ohne Not alle Informationen gegeben, die er braucht, um seine Intrigen in Gang zu setzen.
Luise:
Millers sechzehnjährige Tochter wird als das "schönste Exemplar einer Blondine" vorgestellt, "die (…) neben den ersten Schönheiten des Hofes noch Figur machen würde." Sie fühlt sich fest eingebunden in die bestehende Gesellschaftsordnung. Ihr Denken ist sehr vom christlichen Glauben geprägt. In ihrem Leben ändert sich alles, als sie Ferdinand, den Sohn des Präsidenten begegnet. Der übliche Kontakt zu einem Adeligen würde für sie auf eine Rolle als Geliebte oder Mätresse hinauslaufen. Hier kann sie menschlich und persönlich nur verlieren. Gleiches gilt für eine reine Liebesbeziehung über Standesgrenzen hinweg, die am Hofe nicht akzeptiert würde. Luise steht zwischen ihrer Liebe und der Erwartungshaltung des Vaters und ihren religiösen Überzeugungen. Sie ist nicht bereit, mit Ferdinand das Glück in der Ferne zu suchen aus Furcht vor seinem Vater. Sie lässt sich einen Brief an einen vermeintlichen Liebhaber diktieren, um Ihren Vater vor einem "Kriminalprozess" zu retten. Aus Vaterliebe und Gehorsam gibt sie den Gedanken an den Selbstmord auf. Erst als sie den sicheren Tod vor Augen hat, fühlt sie sich nicht mehr an die eidliche Verpflichtung zur Verschwiegenheit gebunden und enthüllt Ferdinand die ganze Intrige.
Frau Miller:
Fürst:
Der Fürst gilt als absolutistischer Herrscher, für den das Wohl seines Volkes belanglos ist. Er tritt nicht persönlich auf. Seine Macht ist jedoch für die Dramenfiguren allgegenwärtig. So befürchtet Miller ein "siedenes Donnerwetter", wenn der Fürst von der Beziehung seiner Tochter mit dem Adeligen erfährt. Luise glaubt, der Fürst habe die Verhaftung ihres Vaters wegen Majestätsbeleidigung befohlen. Der Präsident versteht sein Amt als "gefährliche Bahn zum Herzen des Fürsten". Lady Milford nutzt dagegen die menschlichen Schwächen des Herzogs. Sie kann ihn mit seiner Genusssucht, Eitelkeit und Wollust beeinflussen. Der Präsident meint sogar, dass seine "mächtigste Springfedern in die Wallungen des Fürsten hineinreichen". Die Allmacht und Charakterschwäche des Fürsten spiegelt sich in der Willkürherrschaft, Verschwendungssucht und der Ausbeutung wider, die sein Volk zu spüren bekommt.
Präsident:
Sein Amt hat er sich durch den Mord an seinem Vorgänger verschafft. Er will seine Stellung am Hofe festigen und sich die Gunst des Herzogs sichern. Diesem Machtkalkül unterwirft er Menschen und Gefühle. Dies gilt auch für die Liebe, die er als törichte Schwärmerei ansieht. Eine Heirat soll vielmehr dynastischen oder politischen Zielen dienen. Sein eigener Sohn Ferdinand soll deshalb die Mätresse des Herzogs heiraten. Sodann könnte der Herzog eine aus politischen Gründen geratene Ehe eingehen. Als Ferdinand sich weigert, versucht ihn sein Vater zu zwingen. Er bezeichnet Luise als Hure, um Ferdinand zu verletzen und will sie sogar festnehmen lassen. Ferdinand vereitelt dies mit der Drohung, die Machenschaften seines Vaters publik zu machen. Nach dieser Niederlage lässt der Vater seinem Handlanger Wurm freie Hand für die Kabale. Auf das Sterben seines Sohnes reagiert in gewohnter Manier, er will Wurm zum Sündenbock machen. Erst als Ferdinand ihm im Tode vergibt, bereut er seine Fehler. Gebrochen stellt er sich der Justiz.
Ferdinand:
Ferdinand hat mit dem Besuch der Akademien die modernen Gedanken der Aufklärung angenommen. Daraus erklärt sich seine Distanz zur höfischen Welt des Vaters und der dort vorbereiteten glänzenden Karriere. Vielmehr verachtet Ferdinand die intriganten Praktiken der höfischen Welt. Für ihn sind nicht der Stand, sondern die persönlichen Qualitäten eines Menschen maßgeblich. Trotz der Standesschranken will er Luise heiraten. Ferdinand muss schließlich an seinen hohen Idealen scheitern, denn dafür ist weder in der höfischen noch in der kleinbürgerlichen Welt Millers Platz. Als er bei Luise Untreue vermutet, sieht er die einzige Lösung darin, gemeinsam mit ihr in den Tod zu gehen. Erst nach Luises Tod ist er in der Lage, etwas von ihren Wertvorstellungen anzunehmen, nämlich die Aufforderung zur Vergebung.
Hofmarschall:
Er verdankt seine Stellung am Hof dem Mordanschlag, der Präsident von Walter den Weg ins Präsidentenamt freigemacht hat. Von Kalbs Lebensstil ist allein auf Äußerlichkeiten ausgerichtet. Sein Klatschbedürfnis wird vom Präsidenten ausgenutzt, um den Hochzeitsplan mit Lady Milford voranzubringen. Zunächst wird von Kalb nichts ahnendes Werkzeug der Intrige. Später muss er eine aktive Rolle übernehmen, um als frührer Mitverschwörer des Präsidenten nicht alles zu verlieren. Er weiß, dass er als Mensch ohne besondere Qualitäten keine andere Alternative hat.
Lady Milford:
Lady Milford verkörpert als Geliebte des Herzogs sowohl die höfische als auch die bürgerliche Wertewelt. Ihr drohte als Britin im deutschen Exil die völlige Verarmung, als sie den Herzog kennen lernte. Aus dieser Situation heraus erwidert sie bereitwillig seine Liebe. Diese Beziehung befriedigt nicht nur ihren Ehrgeiz. Vielmehr kann sie an seiner Seite ihr Bedürfnis nach Macht und Einfluss ausleben. Tatsächlich wurde der Heiratsplan mit Ferdinand nicht vom Präsidenten, sondern von ihr eingefädelt. Mit Ferdinand will sie das Land verlassen und eine reine Herzensbeziehung erleben. Ferdinand betrachtet sie zunächst als skrupellose Mätresse, der er die "ungeheure Pressung des Landes" vorwirft. Das ändert sich, als Lady Milford ihm ihre Lebensgeschichte schildert. Als Ferdinand ihre Liebe zurückweist, will sie ihn mit allen Mitteln zur Ehe zwingen und Luise durch Drohungen und Versprechungen zum Verzicht bewegen. Luise lehnt zunächst ab. Später erklärt sie den Verzicht auf Ferdinand, macht ihr aber zugleich schwerste Vorwürfe: "Sie haben den Himmel zweier Liebenden geschleift, voneinandergezerrt zwei Herzen, die Gott einananderband." Lady Milford ist darauf zutiefst von der "höheren Tugend" Luises getroffen. Sie beendet das Verhältnis mit dem Herzog und geht außer Landes.
Wurm:
Er ist als Bürger seit langem in den Diensten des Adels und vertritt dessen Interessen. Er möchte die Pläne des Präsidenten dazu nutzen, um Luise als Ehefrau zu gewinnen. Er kann als einziger die Kabale in Gang bringen, da er weiß, wie Ferdinand und Luise auf seine Mittel reagieren werden und welche Möglichkeiten sich daraus ergeben. Er hat richtig vorhergesehen, das Ferdinand, blind vor Eifersucht, den Betrug nicht zu durchschauen vermag. Er macht sich Luises Frömmigkeit zunutze, die einen geleisteten Schwur nicht brechen lässt. Zunächst versucht er ihr Verhältnis zu Ferdinand zu zerstören, indem er den Präsidenten davon unterrichtet und dazu veranlasst, die Familie Miller zu bedrohen. Dann zwingt er Luise dazu, einen Brief zu schreiben, der ihre Tugend als reine Tarnung für einen lockeren Lebenswandel entlarven soll. Damit ist sie für einen ehrbaren bürgerlichen Ehemann nicht mehr akzeptabel, so dass er mit seinem Heiratangebot zum Zuge kommen kann. Wurm scheitert mit seiner Kabale letztlich an der Integrität Ferdinands, der seine Empfindungen über alle bei Hofe üblichen taktischen Arrangements stellt.
Anmerkung des Einsenders: Hoffe es hilft! Grüße die Klasse 9c des Gymnasiums in Westerstede.
Was hältst du von dem Dokument Kabale und Liebe : Charakterisierung der Personen? Sag uns eines Meinung!
Wie schon Spiderman sagte:
"Große Macht bringt auch Große Verantwortung mit sich"
Das sollten sie sich merken Herr Harder
Ich bin der Meinung, dass "Qualität" ein sehr prägender Begriff in der
Geschichte des kapitalistischen Konsum der Appetenz ist. Aufgrund dieser
Feststellung die ich vor geraumer Zeit zu machen pflegte, ist mir bewusst
geworden, dass es auch heut zu Tage das verpönte Pöbel gibt. Ich bin entäuscht
von dem Verhalten, das mir zu Gesicht geführt wurde. Die Plausibilität meines
Ansatzes zur Problematik der heutige Zeit wird durch meine wortgewandte
Artikulationsklasse bestätigt.
Also ich finde du solltest deine geistlichen ergüsse anderen menschen antun (
Dein ungezügeltes mundwerk könnte dir mal ganz schön das leben versauen
Einfach nur frech!!!!!
auf alles niedere was versucht die Komplexität meiner Strukturen in frage zu
stellen wer ich mich nicht herablassen!!
der sturz auf dieses Niveau wäre zu hart!!!
Seine Regentschaft findet es nicht hinnehmbar, dass eine solch lyrische Ader der
Vernunft im massiven Gestein des Internets verunreinigt wird durch der deutschen
Sprache unfähigen Banausen!!
Und bis letzteres nicht eingetreten ist muss ich wohl meine Worte künstlerischer
Bereicherung euren Ohren entbehren (
Liebää und so
Also ich finde den wirbel um dieses öffentliche objekt einfach erbärmlich!!!!!
Jetzt rede ich ! es bleibt alles so wies is und da wird sich nix dran ändern!Man
sieht es ist Obst im Haus! Ihr seit doch alles oberflächliche ähhhhhhähähähäh
Zicken!
Seine Lordschaft kann sich nur dafür empfehlen jegliche Personen mit mangelnden
deutsch Kenntnissen auis diesem lyrisch geprägten forum zu verbannen!!!
Es ist des weiteren nicht tragbar dass sich der blaublütige Adel durch den
niederen Pöbel beleidigen lassen muss!
hiermit befehle ich dem Administrator dieser künstlerischen Instanz den
Kommentardisput (ein von mir geprägtes Wort) auf ein Inhaltlich dialektisches
Streitgespräch zu beschenken!
seine Lordschaft lässt grüßen vom schloss von Rosonforth
Hier spricht DER LORD :
Jedem der sich an meinen Fertigkeiten im Umgang mit der deutschen
rechtschriebung zu zweifeln anschickte soll nun in wundervollster Prosak gesagt
sein:
der wert von worten wird NICHT durch eventuell vorliegende fehler
torpediert!!!
und nun pöbel ergötzet euch an der Wonne in der Sonne meiner Worte (
jeder der sich genötigt fühlt diesen disput in andere ebenen der Kausalität zu
führen wendet sich an meinen diener.. @#$%
ich werde mich herablassen auf ein wortgefecht miot allem niedren was da kreucht
und fleucht..!
teil 2 kündigt sich an
Liebe grüße aus dem schottischen hochland seine Lordschaft
Ich bin der meinung dass zur charakteriesierung dieser durch friedrich schiller
geschaffenen Rollen schon etwas mehr eloquenz und auch intilegenz in der
Artikulationsweise an den tag geleget werden muss!!
Den wie schon richard david brecht sagt ist der wert von worten, nicht gemessen
an ihrer länge, begründet in ihrer lyrischen ader.
Die welt ist wie ein Haus mit wänden aus seide!! denkt mal da drüber nach!!!
(
Jeder banause der in seinem kommentar sich genötigt fühlte seine innere, mentale
(für alle dummen die "geistige") Befriedigung kund zu tun gehört in dantes
feuern des Fegefeuers gebra5ten werd!!!
Riesendank dafür!
Ich war vergeblich auf der Suche nach solch einer Charakterisierung der
Protagonisten aus diesem Drama -
jetzt habe ich sie gefunden!!!
Schreibe morgen meine Klausur über eine Gesprächsanalyse und somit hilft mir das
hier ganz schön weiter, dankeschön!
Hey, find ich eig. ganz gut, muss nur ne charaktisierung der personen machen,
also länge und so eigentlich gut. was habt ihr alle mit "es ist
abgeschrieben von blablabla" ... war auf der seite hab nix gefunden =) in dem
sinne mir wurscht, obs abgeschrieben ist. I LIKE!!! DAUMEN HOCH!!!
Insgesamt nett Informationen, aber da wir in der Arbeit eine Charaktarisierung
über 3 bis 4 Seiten schreiben müssen, sind diese Charaktarisierungen viel zu
kurz...
bisl zu kurz, ansonsten gut! ;D
Sehr gut. Erspart viel Arbeit
find ich echt gut
der Präsident wird doch beschrieben???????
Gefällt mir.
Gefällt mir auch sehr gut ! weiter so ;)
gute charakterisierung
alle wichtigen aspekte erfasst
Warum ist dieser nicht beschrieben ?? Er hat doch einen sehr wichtigen Part in
der "Geschichte"
Wäre vooool cool wenn diese noch hinzu gefügt werden konnte
ich meinte wenn man in der arbeit ne textstelle bekommt weiss man jetzt auch wie
man die charackterisierung von der analyse ein bisschen ausschmuecken kann!
(((ist es nicht eigendlich total egal ob das hilft oder nicht, als ob sich
irgenwer diese kommentare hier durchliesst ) man muss sich den text ja auch
nicht durchlesen ))
schon hilfreich
Ehrlich: wenn man die grundhandlung grade gut genug kennt kann man jetzt eine
eigene analyse schreiben
@ schwanzkranzkäse
keine Ahnung, was mit Dir los ist, aber ich finds gut mir hilfts jedenfalls
grade bei einer Rezension :P dankeschön
ist mega unchillig<!!
so wie diese seite du @#$%
Die kleinen Charakterauszüge zu den einzelnen Personen sind gut gelungen in
diesem Text, allerdings fehlen ein paar Textüberleitungen und Begründungen.
Jemand, der das Buch nicht gelesen hat, versteht sonst einiges von den
Zusammenhängen falsch oder gar nicht.
Richtige Charakterisierungen sind es leider auch nicht so ganz, da nur die
Oberfläche bei einigen Personen unter die Lupe genommen wurde.
Sollte man sich aber schon eingehender mit diesem Buch befasst haben eignet sich
diese Seite hervorragend um seine Erinnerungen wieder aufzufrischen. Danke
fail fail fail fail
komischer Songtext, hier auf dieser Songtextseite...
Ich muss eine Rollenbiografie über frau miller schreiben. in diesem punkt fehlt
bei dir etwas. Sie ist leicht zu beschreiben. Ansonsten ganz ok.....
Also, ich finde deine Charakterisierungen nicht schlecht ... - aber auch nicht
überragend. Ich bin ebenfalls der Meinung, das sie zu unausführlich sind und
maximal als kleine Stütze annehmbar sind.
Allerdings muss ich dem vorhergehenden Einträger massiv widersprechen, denn
dieses Buch ist NICHT schön. Lustig find ich maximal die Tatsache das diese
Heulsuse Luise und ihr geistig zurückgebliebener Liebhaber sterben. Interessant
(obwohl ich es auch eher als "ausnahmsweise nicht geistig vergewaltigend"
einstufen würde) finde ich lediglich den Teil des Buches in dem es um die Kabale
der damaligen Zeit geht (ich sah immer wieder Ähnlichkeiten zu heute ;]).
Außerdem hätte man es als Schulbuchausgabe wenigstens in Sachen Grammatik und
Rechtschreibung anpassen können, damit es auch für die geistig etwas
hinterbliebenen keine Unmöglichkeit wird.
Fazit: Die Einstufung als Schulbuch (=blöd, langweilig, schwer zu lesen) ist
völlig gerechtfertigt.
Ein Tipp meinerseits:
Auf Youtube gibt es ein sehr gutes Hörbuch, in dem man den Text (und besonders
auch den Sinn dahinter) gut versteht und welches auch gekürzt ist, sodass die
sinnlosen Be-/Umschreibungen (welche fast die Hälfte des ganzen Buches
einnehmen) ausgelassen werden und sich die Zeit fürs durchlesen um ein
vielfaches verringert.
Link (1. Akt 1. Szene):
http://www.youtube.com/watch?v=BuwAps5Ej-U