Herzkrankheiten

Kategorie: Biologie
Eingesendet: 20.01.2006
Wörter: 24874
Autor: schwanenflum
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Herzkrankheiten

Einleitung:

 

–      unser Herz ist auch ein sehr anpassungsfähiges Organ, wir bemerken das es bei Anstrengung schneller schlägt, wir fühlen wenn Herzrhythmus unregelmäßig ist oder die Schlagzahl erhöht ist

–      das hängt mit seiner Funktion im Körper zusammen, immer wenn sich der Herzmuskel zusammenzieht, wird Blut in den Kreislauf mit einem bestimmten Druck getrieben und damit werden Nährstoffe an die verschiedenen Organe transportiert

–      mit jedem Herzschlag strömt Blut durch ein ausgedehntes Gefäßnetz bis in die entlegensten Teile des Körpers

–      das Herz befördert den besonderen Lebenssaft zu nahezu allen 75 Billionen Zellen unseres Körpers (nur die Hornhaut im Auge ist nicht durchblutet)

–      wird diese Blutversorgung auch nur für wenige Minuten unterbrochen, kann das katastrophale Folgen haben

–      die Zellen, die von der Sauerstoffzufuhr abgeschnitten sind, sterben ab

–      glücklicherweise hat die Evolution uns mit einem einzigartigen Organ ausgestatttet, das den unersättlichen Hunger des Körpers nach Sauerstoff beständig stillt

–      das Herz ist ungefähr so groß wie eine Faust

–      das Herz ist im Wesentlichen ein Muskelballon mit 4 Kammer, die über Klappen miteinander verbunden sind

–      wenn sich der Herzmuskel zusammenzieht, wird das Blut entweder von der einen Kammer zur nächsten gepumpt oder gelangt in den Blutkreislauf

–      z.B.: Stell dir vor, das du eine volle Badewanne in nur 15 Minuten mit einer Teetasse entleert werden muss und das dies ungefähr 80 Jahre lang getan werden müsste, Tag für Tag => diese Leistung vollbringt das Herz des Menschen

–      das Herz bildet das Zentrum eines Blutgefäßnetzes das sich über 960000km erstreckt, aneinander gereiht würden alle Gefäße 2½ um die Erde reichen

 

 

 

Aufbau:

–      das Herz liegt hinter dem Brustbein und ist von einer schützenden Hülle umgeben, dem Herzbeutel / Perikard

–      dutzende von Blutgefäßen überziehen seine Oberfläche und versorgen es mit Nährstoffen, die den unermüdlichen Muskelmotor in Gang halten

–      das Herz ist bei einem Erwachsenen etwa so groß wie eine Grapefruit und wie ein Kegel mit abgerundeter Spitze geformt

–      es liegt links der Brustmitte und leicht schräg im Brustkorb, von rechts hinten oben nach links vorn unten

–      das Herz als lebenswichtiges Organ muss optimal geschützt werden, weshalb es an der bestmöglichen Stelle im Körper sitzt

–      es liegt unterhalb unterhalb des harten, platten Knochens des Brustbeins (Sternum), zusätzlich bieten die Rippen des Brustkorbes einen mechanischen Schutz

–      auf diese knöcherne Rüstung folgt der zweilagige Herzbeutel (Perikard), dieser faserige Beutel ist mit einer Flüssigkeit gefüllt, die das Herz nährt, schützt und als Schmiere die unablässigen Bewegungen des Herzmuskels erleichtert

 

–      die räumliche Unterteilung ermöglicht es dem Herzen, das kohlendioxidhaltige, sauerstoffarme Blut vom sauerstoffreichen Blut zu trennen

–      wenn das Blut nach seiner Reise durch den Körper zum Herzen zurückkehrt, muss es wieder mit Sauerstoff angereichert werden

–      über die rechte Herzhälfte gelangt es zur Lunge, wo der Gasaustausch erfolgt, aus der Lunge strömt sauerstoffhaltiges Blut in die linke Herzhälfte und wird in den Blutkreislauf zurückgepumpt

–      die beiden Herzhälften trennt eine dicke Muskelwand voneinander, die Kammerscheidewand

–      sie sind zudem unsymmetrisch ausgebildet, da die Pumpleistung der linken Herzhälfte viel größer sein muss als die der rechten, sodass sie dickere muskuläre Wände hat

 

–      durch die Unterteilung in Kammern kann das Herz das Blut noch effizienter aufnehmen und in den Kreislauf pumpen

–      in den Vorhöfen (Atrium) sammelt sich das Blut und wird in die Herzkammern gepumpt

–      sind diese vollständig mit Blut gefüllt, pumpen diese es in die Lunge bzw. in den Körperkreislauf weiter

–      da die Vorhöfe das Blut nur in die Kammern pumpen, haben sie dünne Wände und sind relativ klein, die größeren Herzkammern haben dicke Muskelwände, weil sie eine größere Pumpleistung erbringen müssen

–      bindegewebige Ringe trennen die Muskulatur der Vorhöfe von den Kammermuskeln, dieses Bindegewebsgerüst, das so genannte Herzskelett, dient den stark beanspruchten Herzklappen als stabile Verankerung

–      zugleich fungiert es als Isolationsbarriere, damit elektronische Muskelimpulse in den Vorhöfen keine vorzeitige Kontraktion in den beiden Herzkammern auslösen

 

–      das Herz hat 4 Herzklappen: die Trikuspidal- und die Mitralklappe steuern den Blutfluss zwischen den Vorhöfen und der Herzkammer, Sehnenfäden verankern die zarten, dünnen Segel der Herzklappen an starken Ringen im Herzmuskel und verhindern ein Öffnen in die falsche Richtung

–      die Pulmonal- und die Aortenklapppe stellen sicher, dass das Blut vom Herzen in die Lunge bzw. in den Körpkreislauf fließt

–      jede Klappe öffnet und schließt sich etwa 36 mio mal im Jahr, ein Zyklus dauert weniger als eine Sekunde

–      dünn und leicht und dabei so außerordentlich haltbar und zuverlässig wie sie sind, dienen sie als fantastische Beispiele für Bioengineering, die alles in den Schatten stellen, was Wissenschaftler bisher geschaffen haben

 

–      die Koronararterien (Herzkranzgefäße) versorgen den Herzmuskel und bilden einen regelgerechren „Kranz“ (lat. Corona) um das Herz

–      die rechte und die linke Arteria coronaria entsppringen aus der Aorta, direkt überhalb der Aortenklappe

–      die Verbindungen zwischen den beiden Koronararterien (Anastomosen) sind in der Regel nur unzureichend ausgebildet, so dass eine Arterie bei einem weitgehenden Verschluss der anderen nicht das ganze Herz versorgen kann

–      deshalb kommt es bei Obstruktion (Einengung) der rechten bzw. linken Arteria coronaria zu verschiedenen Schweregraden gefäßbedingter Herzinsuffizienz

–      die Herzvenen verlaufen in der Regel dirket neben den Koronararterien, bilden jedoch keinen vollständigen Kranz um das Herz

–      sie leiten das Blut aus den Kapillargebieten des Myokards über den Sinus coronarius in den rechten Vorhof ab

–      kleinere Venen können auch direkt in den rechten Vorhof münden

 

–      der Herzschlag wird spontan durch einen eigenen elektronischen Impulsgeber im Herzen gesteuert, jeder Impuls löst Herzmuskelkontraktionen aus, die von speziellen Fasern auf die Millisekunde genau koordiniert werden

–      die verschiedenen Hohlräume des Herzens ziehen sich rhythmisch zusammen, um das Blut auf seine Reise durch denKörper zu schicken

–      diese Abfolge wird durch einen natürlichen Herzschrittmacher – den Sinusknoten – ausgelöst und durch ein einzigartiges Reileitungssystem koordiniert

 

–      der Sinusknoten erzeugt in regelmäßigen Intervallen elektrische Intervalle, diese werden durch die Arbeitsmuskulatur der Vorhofwand zum Atrioventrikularknoten (AV-Knoten) übertragen, zugleich breitet sich das Signal durch die Wände beider Vorhöfe aus, dies führt dazu,  dass sich die Vorhöfe zusammenziehen und das Blut in die Herzkammern pressen

–      der AV-Knoten sitzt zwischen den Vorhöfen und den Herzkammern und leitet die Signale an die Herzkammern weiter

–      am AV-Knoten verstärkt sich das Signal und wird über ein dickes Bündel von Erregungsleitungsfasern weitergeleitet, es besteht aus dem His'schen Bündel, das sich in die beiden Kammerschenkel verzweigt, die sich an den Innenwänden der Herzkammern entlangziehen

–      das His'sche Bündel übeträgt das Signal zu den Purkinje-Fasern

–      die Purkinje-Fasern verzweigen sich und stimulieren die Kammermuskulatur zur Kontraktion, steigen in die Kammerwand auf, beginnend an der Herzspitze wird das Signal von Muskelfaser zu Muskelfaser weitergeleitet und löst eine Kontraktionswelle aus

danach: die Herzkammern erschlaffen und der Sinusknoten wird wieder aufgeladenPathologie

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