Der Begriff „Enzym“ leitet sich von dem griechischen Ausdruck „en zyme“ ab und bedeutet übersetzt: „im Sauerteig“ oder auch „in der Hefe“ und wurde 1867 von dem deutschen Physiologen Wilhelm Kühne eingeführt.
1857 wies der französische Chemiker Louis Pasteur nach, dass Gärung in Gegenwart lebender Zellen abläuft (Spontanzeugung).
Der deutsche Chemiker Eduard Buchner entdeckte 1897, dass auch ein zellfreier Hefeextrakt alkoholische Gärung in Gang setzt. Damit war ein altes Rätsel gelöst: Die Hefe produziert ein Enzym, das dann für die Gärung sorgt. Nach Buchners Entdeckung setzte sich allgemein die Ansicht durch, dass die Gärung und auch sämtliche anderen biochemischen Reaktionen von Enzymen verursacht werden, aber alle Versuche, diese Substanzen zu isolieren und ihren chemischen Aufbau zu ermitteln, schlugen zunächst fehl.
Erst 1926 gelang es dem amerikanischen Biochemiker James B. Sumner, die Urease zu isolieren und in kristalliner Form darzustellen. Vier Jahre später reinigte und kristallisierte John H. Northrop, ein weiterer Biochemiker aus den USA, Pepsin und Trypsin, zwei Verdauungsenzyme. Nun stellte sich heraus, dass es sich bei den Enzymen um Proteine handelt, und Northrop wies nach, dass das Protein tatsächlich das Enzym und nicht nur Träger für eine andere Verbindung ist.
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