Ausscheidungen

Kategorie: Biologie
Eingesendet: 08.11.2008
Wörter: 3556
Autor: Lillena
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Ausscheidungen

Ausscheidungen

Stellen Sie den normalen Bestandteilen der Ausscheidungen krankhafter Veränderungen gegenüber!
Urinausscheidung

Normalwerte
Krankhafte Veränderungen
Ursachen krankhafter Veränderungen
Farbe, Aussehen:
frischer Urin hell bis dunkelgelb

dunkelgelb – braun
bierfarben mit gelbem Schaum
fleischwasserfarben bis blutig

wasserhell ins Grünliche schimmernd
milchig, trüb

Flüssigkeitsmangel
Gallenwegs- und Lebererkrankungen
Blutung bei Nieren- und Blasenerkrankung, herabgesetzte Blutgerinnung durch Medikamente
Diabetes mellitus und Diabetes insipidus
Anwesenheit von Blut, Fetten und Eiter
Geruch:
frisch gelassen unauffällig

Foetor hepaticus
Azetongeruch (obstartig)
Ammoniak (Pferdestallgeruch)

Lebererkrankungen
Diabetes mellitus, beim Fasten
Harnwegsinfekte
Menge:
bis 2000ml

Oligurie
(weniger als 500ml)

Anurie
(weniger als 100ml)

Polyurie
(mehr als 2000ml)

Flüssigkeitsmangel, z.B. bei Durchfällen, Nierenerkrankungen, Herzinsuffizienz
Nierenerkrankungen, Herzinsuffizienz, Nierenversagen im Schock, urämisches Koma
bei extremer Flüssigkeitszufuhr, Einnahme von Diuretika, Diabetes mellitus, Diabetes inspidus
pH-Wert:
schwach sauer
(pH 5-6)

pH nimmt im Bereich sauer zu

pH eher neutral bis alkalisch

Auftreten bei starkem Schwitzen, im Fieber, starken Durchfällen
stoffwechselbedingte Alkalose, bei Infektionen an Nieren oder ableitenden Harnwegen
Spezifisches Gewicht:
zwischen 1,015 und 1,025 g/l

hohes spezifisches Gewicht bei normaler bis erhöhter Flüssigkeitszufuhr und hellgelbem Urin (Hypersthenurie)
niedriges spezifisches Gewicht bei schwach konzentriertem Urin
gleichbleibende Konzentration trotz Dursten oder hoher Trinkmenge („Harnstarre“)

bei Zucker- oder Eiweißausscheidung (Albumin- oder Glukosurie)

Funktionsstörungen der Niere (Hyposthenurie)

Niereninsuffizienz (Isothenurie)

Stuhlausscheidung

Normalwerte
Krankhafte Veränderungen
Ursachen krankhafter Veränderungen
Farbe, Aussehen:
hell- bis dunkelbraun

schwarz und glänzend („Teerstuhl“)

tonig, fettglänzend
grauweiß, entfärbt („Lehmstuhl“)

Grünlich – schwarz – braun („Hungerstuhl“)

verdautes Blut aus dem Magen oder aus den oberen Darmabschnitten, meist massive Blutung
Pankreaserkrankung
Fehlen des Gallenfarbstoffes bei Gallenwegs- und Leberkrankheiten
nach schweren Durchfällen, Nahrungskarenz
Geruch:
nicht übermäßig übel riechend

stechend sauer (Farbe hell, schaumig)
faulig-jauchig (Farbe tiefbraun)
aashaft-stinkend

Gärungsdyspepsie

Fäulnisdyspepsie

evtl. Zerfallsprozesse im Darm (z.B. Karzinom)
Form / Konsistenz / Menge:
Menge ist ernährungsabhängig und beträgt beim Erwachsenen etwa 120 – 300g pro Tag

kleine Mengen
große Mengen

flüssig

fester als normal
trocken-hart

bleistiftartig

Hungerstühle
Störung des Nährstofftransports vom Darm in die Blut- und Lymphbahn (Malabsorption)
Durchfall bei Darminfektionen u.a.
Obstipation
„Kotstein“, schwere Obstipation
Stenosen des Enddarms
Beimengungen:
normalerweise keine

Blutauflagen

Schleim

blutiger Schleim

unverdaute Nahrung

Parasiten

Analfissuren; Hämorrhoiden, Rektum- und Analkarzinorm
gereizte Darmschleimhaut
Colitis ulcerosa, nach schweren Durchfällen
bei Durchfällen, nicht zerkauten Speisen
Maden-, Spul- und Bandwürmer (makroskopisch), Wurmeier und pathogene Keime (mikroskopisch)

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