Rechtsextremismus

Kategorie: Politik
Eingesendet: 23.06.2010
Wörter: 6817
Autor: EmoPunXness
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Rechtsextremismus

1. Was ist Rechtextremismus?

Bei dem Wort Rechtsextremismus denkt man natürlich sofort an Ausländerfeinde. Zum Rechtsextremismus gehört aber meist mehr, wie Feindlichkeit gegenüber anderen Religionen, genannt Antisemitismus und konservatives Denken, also auf die Vergangenheit bezogenes Denken. Rechtsradikale sind gegen die Demokratie und beziehen sich besonders in Deutschland oft auf Hitler.
Fälschlicherweise denken viele, Rechtsextremismus gibt es seit dem 2. Weltkrieg, aber eigentlich gibt es ihn schon immer. Er ist allgemein gesagt die Angst vor etwas Andersartigem, im Bezug auf Menschen.
Eine Rechtsextreme Einstellung entsteht meist im jugendlichen Alter, Auslöser sind oft das Weltbild der Familie, des Umkreises und der Freunde.
Durch soziale Ängste, wie um einen Arbeitsplatz oder eine Wohnung, verstärkt sich diese Einstellung. Man sucht die Schuld bei anderen, um seinen Aggressionen abzubauen und richtet sich meistens gegen „Andersartige“ wie z.B. Farbige, Homosexuelle oder Andersgläubige.

2. Ziele und Anwerbung Rechtsradikaler Gruppen

Ziele der Rechtsradikalen sind eine „Mustergesellschaft“, in der jeder gleich Aussieht, gleich denkt und handelt. Sie wollen ein „deutsches“ Deutschland, sind für die Wiedereinführung der deutschen Mark und die Ausweisung nichtdeutscher Bevölkerung. Oft plädieren sie auf die Zeit Hitlers und sind der Meinung, dass in der Geschichte bezüglich des 2. Weltkrieges und der Judenverfolgung gelogen wurde, und sind der Ansicht, sich für die Niederlage im 2. Weltkrieg rächen zu müssen.
Beliebte Methoden der Rechtsradikalen zum Anwerben neuer Mitglieder sind meistens die Veranstaltung von Jugendtreffs oder Zeltlagern, in denen sie ohne elterlichen Einfluss die Jugendlichen von ihrer Weltanschauung überzeugen können. Manchmal verteilen sie auch kostenlose CDs mit rechtsradikaler Musik auf Schulhöfen etc.

3. Wie erkenne ich einen Rechten?

Die Zeiten sind vorbei, in denen man Rechtsextremisten allein an der Glatze, der Bomberjacke und den Springerstiefeln mit weißen Schnürsenkeln erkennen konnte.
Skinheads sind in der rechten Szene nicht mehr so populär wie früher und treten nur noch in einzelnen Gruppen auf. Die heutigen Neonazis sind vom Stil her unauffälliger und geben sich nicht mehr so direkt zu erkennen.
Meistens zeigen sie auf ihren Körpern, auf ihrer Kleidung, an ihren Autos und Häusern ganz unverblümt Symbole, Zeichen und Sprüche, mit denen sie die Grenze des gesetzlich Verbotenen zwar nicht direkt überschreiten, mit denen sie sich aber offen zu erkennen geben und "normale" demokratische Bürger provozieren wollen.
In der rechtsradikalen Szene werden oft Zahlen verwendet, wie z.B. „88“. Die 8 steht für den achten Buchstaben im Alphabet, also dem „h“. „88“ steht also für den Ausruf „Heil Hitler“, der in der Öffentlichkeit mit einer mehrjährigen Haftstrafe geahndet werden kann.
Da das Rufen von Zahlen aber nicht verboten ist, benutzen die Neonazis auch andere Ausrufe, wie z.B. „18“ für „Adolf Hitler“ und „28“ für „blood and honour“ („Blut und Ehre“)
Es gibt auch noch andere Symbole der Rechtsradikalen, die sich noch an der Grenze der Legalität bewegen:

1. Whitepower
Eines der beliebtesten Symbole der rechten Szene. Es bedeutet „weiße Vorherrschaft“.

2. Schwarze Fahne
Nach dem Verbot des Hakenkreuzes benutzten die Rechtsradikalen oft eine leere, schwarze Fahne.

3. Schwarze Sonne
Ursprünglich ein heidnisches Symbol von Teilen der SS.

Die schon vorhin erwähnten CDs, die manche Rechtsradikalen verteilen, enthalten Musik, die als „Rechts Rock“ bekannt ist. Diese Musikrichtung kann in Deutschland legal und illegal unterteilt werden. Im legalen Bereich hangeln sich die Bands meist mit ihren Texten dicht an der Volksverhetzung vorbei. Illegale Lieder werden nur in der rechten Szene vertrieben und können aufgrund ihrer Texte strafrechtlich verfolgt werden. Im Inhalt beziehen die Bands sich auf die Wehrmacht, die SA oder die SS und benutzen als Feindbilder Ausländer, Linke und Politiker.
Eine für rechte Lieder bekannte Band waren die Zillertaler Türkenjäger.

4. Skinheads

Die ersten Skinheads tauchten in England Ende der Sechziger auf. Diese ersten Skinheads waren keineswegs rassistisch, sondern haben im Gegenteil für Ausländerrechte plädiert. Mit ihrem prägenden Aussehen wie der Glatze oder Bomberjacke, wollten sie sich damals von den Mittelbürgern und vor allem vom den Hippies abgrenzen. Der Umschwung kam in den 70ger Jahren während der Wirtschaftskrise und der hohen Arbeitslosigkeit. In dieser Zeit bildeten sich die ersten rassistischen Skinheadgruppen, die ihre Weltansicht auch in andere Länder trugen. Diese Art von Skinheads nennt man Nazi-Skins. Aber auch Heute sind nicht alle Skins rechtsorientiert. Es existieren viele weitere Skinheadgruppen, wie z.B. die Redskins oder die Oi!-Skins, die überhaupt nichts mit Rechtsextremismus zu tun haben. Der Unterschied zwischen Nazi-Skins und „normalen“ Rechtsextremisten ist vor allem ihre hohe Gewaltbereitschaft und ihre Abgrenzung von Politik. Sie streben selten eine grundsätzliche Veränderung im Land an sondern wollen „Action“ und „Kampf“. Die einzigen Skinheads, die heute noch auffällig gekleidet sind, sind die „Boneheads“, die Knochenköpfe.

5. Rechtsextremismus Heute

- Die NPD

Gründungsdatum: 28. November 1964

Gründungsort: Hannover

Mitglieder: 7000 (Stand: 2006)
Wahlspruch: Die Partei, die Vernunft
und Vision auf ihrer Seite hat
Vorsitzender: Udo Voigt

Website: www.npd.de

Die NPD vertritt ein so genanntes ethnopluralistisches Weltbild. Ethnopluralistisch steht für die Homogenisierung eines Staates, der Einflüsse einer als „Anders“ angesehenen Gesellschaft, als gefährlich ansieht und Länder als „angestammte Territorien von Völkern“ bezeichnet.
Ziel der NPD ist ein abgegrenztes Deutschland, ohne „fremde, schädliche Einflüsse“ und den Austritt aus internationalen Bündnissen, wie die NATO oder der EU. Sie plädieren für die „typische deutsche Familie“ und wollen, dass Hausfrau als ein Beruf anerkannt wird. Auch sind sie für die Wiedereinführung der Todesstrafe und die Rückversetzung der deutsch-polnischen Grenze, also die Wiedererrichtung der Staatsgrenze von 1937.
Die NPD wird allgemein als „Verfassungsfeindlich“ eingestuft, das heißt, sie stehen nicht für die Grundsätze der deutschen Verfassung wie zum Beispiel die Meinungsfreiheit.
In den Letzten Jahren stieg ihre Popularität vor allem in den östlichen Bundesländern an, so dass sie in den Landtagen von Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern eingezogen sind.

Anmerkung des Einsenders: Ich selbst habe für dieses Referat 15 Punkte bekommen, was wohl anmerkt, dass es gut ist ;D *lach* Wer mehr will (Inhaltsangabe, Quellenverzeichnis, etc.) soll mich anschreiben.

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