Lopold III portfolio

Kategorie: Referate
Eingesendet: 14.01.2007
Wörter: 10147
Autor: mausilis
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Lopold III portfolio

 

Biographie




LEOPOLD III., Markgraf von Österreich, der Heilige, ist um 1073 in Melk geboren und am 15.12. 1136 in Klosterneuburg gestorben. Er stammte aus der Familie der Babenberger. Diese waren 976 als Markgrafen mit der Ostmark beschenkt worden und hatten seitdem ihr Herrschaftsgebiet ausgedehnt. Im Alter von etwa 20 Jahren folgte Leopold III. seinem Vater Leopold II. nach dessen Tod im Jahre 1095 als Markgraf. Über die ersten 10 Jahre seiner Regierungszeit weiß man nur sehr wenig. Erst im Jahre 1105 tritt er in die Öffentlichkeit, als er in der Auseinandersetzung Kaiser Heinrich IV. mit seinem Sohn das Heer des Kaisers verlässt und damit offensichtlich für den späteren Kaiser Heinrich V. Partei ergreift. Diese Entscheidung ist ihm immer wieder als Treuebruch vorgeworfen worden, jedenfalls war sie eine Tat politischer Klugheit. Denn bereits ein Jahr später wurde er der Schwager des neuen Kaisers, der ihm als Preis für seine Treue seine Schwester Agnes versprochen hatte. Mit diesem Ereignis beginnt der eigentliche Aufstieg Österreichs zur Großmacht. Durch die Verwandtschaft mit dem Kaiser begünstigt, konnte Leopold III. anfangen, die politische Trennung der Ostmark aus dem Reichsverband langsam vorzubereiten. Daneben förderte er auch die kirchliche Selbständigkeit des Gebietes. Er gründete das kirchliche Zentrum in Klosterneuburg, seiner neuen Residenz. Bereits ein Jahr später wurde der Grundstein für die Stiftskirche gelegt, die von Anfang an mit besonders reichen Schenkungen ausgestattet war. Da seine Ehe mit Agnes reich gesegnet war, betrieb er auch eine regelrechte Familienpolitik. Seinen Sohn Otto setzte er als Propst ein. Um diesem eine gute theologische Ausbildung zu ermöglichen, schickte er ihn zu den Zisterziensern nach Morimond. Otto hat später als Bischof von Freising große Bedeutung und Berühmtheit erlangt. Ein weiterer Sohn, Konrad, wurde Bischof von Salzburg. Leopold III. verheiratete seine Töchter mit Mitgliedern des europäischen Hochadels. In enger Verbindung mit der Kirche sorgte er für die innere Ordnung und Gliederung des Landes. So gründete er zahlreiche Klöster. Als bedeutendste Stiftung gilt Heiligenkreuz im Wienerwald, das bald ein Zentrum von Kunst und Wissenschaft geworden ist. Geschickt setzte er auch die angestammte Adelsfamilien in seine Reformpläne ein. Da es ihm gelang, sich aus den Streitereien im Reich herauszuhalten, erwarb er sich den Ruf eines friedliebenden und unabhängigen Fürsten. Nach seinem Tod, vermutlich bei der Jagd, blieb die Erinnerung an ihn im Volk lebendig. Im Jahre 1485 wurde er von Papst Innozenz VIII. heiliggesprochen. Leopold III. gilt heute als der Nationalheilige Österreichs.









Der Babenbergerstammbaum

und

die geschichtliche Entwicklung Österreichs und der Herrschaft der Babenberger


 


Der Babenbergerstammbaum im Stift Klosterneuburg ist ein einzigartiges Werk, sowohl in seiner Größe als auch wegen seinem Thema. Das in den Jahren 1489-1492 entstandene über 8 Meter breite und fast 4 Meter hohe dreiteilige Tafelbild des Malers Hans Part zeigt in ungewöhnlicher Weise den Stammbaum der Familie, die Österreich von 976 - 1246 regierte.

Der Anlaß für die Schaffung dieses Werkes war die Heiligsprechung des Babenbergers Leopold III. Der fromme Markgraf wurde bald nach seinem Tode 1136 verehrt und sein Grab von vielen Pilgern besucht. Der Heiligsprechungsprozeß wurde vor allem unter den Habsburgern vorangetrieben und erfolgte schließlich im Jahre 1485. Noch im selben Jahr wurde Ladislaus Sunthaym von dem damaligen Propst des Stiftes Klosterneuburg, Jakob Paperl, beauftragt, die Familiengeschichte des Heiligen zu verfassen. Nach dieser Vorlage gestaltete Hans Part sein Werk, das dann beim Grab des Heiligen aufgestellt wurde.


Die Bezeichnung Babenberger geht auf Otto von Freising zurück, den bedeutendsten Historiker des Mittelalters und selbst Mitglied dieser Familie. Er führte das Geschlecht auf den fränkischen Grafen Adalbert zurück, der seinen Sitz auf dem Domberg zu Bamberg hatte. Es gab sicher eine verwandtschaftliche Beziehung doch heute hat man eine Herleitung von diesem Zweig aufgegeben. Die Herkunft der Babenberger ist bis heute nicht restlos aufgeklärt, allerdings wird eine Herkunft aus dem bayrischen Raum vermutet.

Namen besaß, belehnt. Erst unter Leopolds Sohn, Markgraf Heinrich I., wird im Jahre 996 erstmals der Name Ostarrichi gebraucht. Zu dieser Zeit umfasste Österreich allerdings nur einen Teil des heutigen Niederösterreichs. Im Laufe der Jahre wurde das Herrschaftsgebiet der Babenberger immer größer. Unter ihrer Regierung erlebte Österreich seinen Aufstieg, die glückliche Epoche unter Leopold III. dem Heiligen, die Erhebung zum Herzogtum 1156, wirtschaftliche und kulturelle Blüte unter Herzog Leopold VI. zu Beginn des 13.Jahrhunderts und schließlich das Ende einer Dynastie mit dem Tod Friedrichs II., des letzten Babenbergers, im Jahre 1246.


Alle diese Ereignisse sind im Babenbergerstammbaum anschaulich dargestellt. Im mittleren Teil des Stammbaumes wird jedes männliche Mitglied der Familie in einem Rundbild in einer Szene aus seinem Leben gezeigt. Rechts und links davon sind die weiblichen Familienmitglieder in idealisierten Portraits zu sehen. Diese Bilder geben die spätmittelalterliche Vorstellung vom Leben der Babenberger wieder und zeigen neben alltagsgeschichtlichen Szenen auch viele mittelalterliche Ansichten von Städten und Klöstern Österreichs.

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