Tiberius & Gaius Sempronius Gracchus

Kategorie: Latein
Eingesendet: 09.04.2007
Wörter: 32005
Autor: Schusste
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Tiberius & Gaius Sempronius Gracchus

1. Veränderte Verhältnisse in Italien

 

- im 2.Jh. v.Chr. kleine & mittlere Höfe haben röm.
Landwirtschaft bestimmt

- nach 3. Punischen Krieg veränderte es sich zugunsten
der Großgrundbesitzer

- à ökönomische, soziale, militärische Folgen

- BEGRIFF „Großgrundbesitzer“: hatte keine großen
Latifundien sondern Viehherden mit bis zu 20
Tieren, kleine & mittlere Güter über ganz Italien verstreut & wirtsch.
Nicht miteinander verbunden

- Ökonomische & soziale Folgen: Macherweiterung der
Nobilität, Anwachsen der verarmten Massen (städtische Proletariat – Belastung
für Staat & in krit. Situationen – Unsicherheitsfaktor)

- Militärische Folgen: röm. Soldat wurde für Kriegsdienst
nicht entschädigt, sondern musste für alle Aufwendungen (Ausrüstung usw.) selbst
aufkommen; Existenz röm. Armee abhängig von freien Bauern

- Innenpol. Folgen: System der republikanischen
Einrichtung allmählich untauglich durch wirtsch. & gesellsch. Veränderungen

- Einige Politiker waren sich der Gefahr bewusst, die von
der anwachsenden Macht der Großgrundbesitzer ausging

- Jüngere Publius Cornelius Scipio Africanus

- Um ihn bildete sich Freundeskreis mit Gedanken sozialer
Erneuerungen z.B. Tiberuis (162-133 v.Chr )& Gaius Sempronius Gracchus (153-121
v.Chr.) (Söhne von Cornelia)

 

2. Agrarreform von Tiberius Gracchus

 

- nur mit Landzuweisungen an verarmte Bauern &
gesetz. Maßnahmen gegen weitere Machtausbreitung der Großgrundbesitzer zu
begegnen

- beides würde ökö. & pol. Einfluß derer
eingeschränkt und somit musste man mit starkem Widerstand rechnen

- Tiberius Gracchus reiste als Verwalter der Heereskasse
nach Spanien & sah vorwiegend Sklaven auf mächtig ausgedehnten Wirtschaften
& kaum freie Bauern

- Setzte sich von da an für Agrarreform ein

- Trotz Zugehörigkeit zum Amtsadel war seine Familie
plebejisch

- à konnte sich als Volkstribunat bewerben 133.v.Chr.

- Ager publicus sollte neu verteilt werden

- Niemand mehr als 500
Jugera (=125ha) besitzen

- Jedem erwachsenen Sohn des Nutzers weitere 250 Jugera

- Eine Familie durfte allerdings nicht mehr als 1000 Jugera besitzen

- Grundbesitzern wurde überschüssige Land entzogen &
an landlose Bauern verteilt

- jedem landlosen Bauern 30
Jugera

- Interessen des Nobiles: erfasste nur Flächen des Ager
publicus & tastete das erworbene Privateigentum nicht an

- Weitere Ziele: Zahl der arbeitslosen Proletarier in Rom
vermindern, Landwirtschaft Italiens beleben, Zahl der Kleinbauern vermehren um
wieder Kriegssoldaten zu bekommen

 

3. Durchsetzung der Reform

 

- Senat war dagegen und schaffte es bei der Abstimmung
auf der Volksversammlung den derzeitigen Volkstribun zu bestechen & dieses
Gesetz zum Fall zu bringen

- 3 Tage lang versuchte Tiberius dies in den
Tributkomitien durchzusetzen

- Am 3.Tag stellte er dem Volk die Frage „Kann derjenige,
der GEGEN die Interessen des Volkes handelt, Volkstribun sein?“

- à löste Vorfall in röm. Geschichte aus, wo zum ersten
mal der Volkstribun während seiner Amtszeit abgesetzt wurde

- Volkstribun „sacrosanctus“ unverletztlich

- Alte Ackergesetz wurde sofort abgesetzt & eine
Arbeitsgruppe mit den beiden Brüdern Gracchus gebildet wurde zur Durchführung
seiner Agrarreform

 

4. Tot von Tiberius & seine Folgen

 

- Tiberuis reichte ein Amtsjahr nicht aus & versuchte
noch während seiner Amtszeit um ein erneutes Jahr als Volkstribun zu werben

- Verstieß somit zum 3.Mal gegen Tradition

- Bevor das Volk zu Wort kam, endete sein Leben unter den
Schwertern & Knütteln seiner Gegner unter Führung seines Vetters Scipio
Nascia, die ihn erst nach seiner Amtszeit erledigen wollten, weil er nun wieder
eine Privatperson war

- Ca. 300
Anhänger Tiberius´s wurden ebenfalls getötet

- Leichen wurden in Tiber geworfen

- Senat konnte aber die Arbeit der Sonderkomission
verhindern & somit wurden in mehreren Jahren Kleinwirtschaften an ca. 80 000
Menschen verteilt

- Nicht reibungslos verlaufen

- Senat verschleppte die Erfüllung ihres Auftrages durch
Intrigen

 

5. Fehler in der Agrarreform & seine Auswirkungen

 

- Tiberius hatte darauf festgehalten, die Parzellen nur
an röm. Bürger zu verteilen

- Die Italiker waren benachteiligt

- Sie hatten die Pflicht für Rom in den Krieg zu ziehen
& mussten ebenfalls die Auswirkungen der Agrarkrise ertragen

- Sollten nun kein Lang bekommen

- Ihnen wurde bewusst was es hieß von den Bürgerrechten
ausgeschlossen zu sein & nicht als Bundesgenosse neben sondern als Besiegte
unter Rom zu stehen

- In Rom kamen Idee auf, den Italikern das Bürgerrecht zu
verleihen

- Senat & Plebs hielten davon nichts

 

6. Gaius setzt Werk seines Bruders fort

 

- Gaius lies sich 123.v.Chr.
zum Volkstribun wählen um das Werk seines Bruders fortzusetzen

- In dieser Zeit schrieb ihm seine Mutter Cornelia einen
Brief, in dem sie ihn abhalten wollte, das Werk weiterzuführen (Lb. S. 114)

- Durch ein Getreidegesetz & durch staatliche
Straßenbaumaßnahmen machte er sich bei den Equites, Finanzaristokraten &
Plebs beliebt

- Ritter: wurden alleinige Besetzung der Richterstellen
zugesichert, konnten somit nun von Standesgenossen schlimmste fern halten,
Ausplünderungen der Provinzen hemmungslos fortsetzen & sich an
senatorischen Statthaltern rächen

 

7. Bildung von Provinzen

 

- zur Weiterführung der Landverteilung wird vor allem
mehr Land benötigt

- Ager publicus ist fast vollkommen vergeben

- Idee der Provinzbildung z.B. sollten 6000 Menschen in Karthago angesiedelt werden

- Er selbst zog auch dahin um die Kolonie aufzubauen

- Auf seiner Rückkehr lauerten allerdings schon seine
Feinde ihn zu vernichten

- Die Plebejer, weil sie Angst hatten selbst zu wenig
Land zu bekommen

- Die Ritter wollten die Konkurrenz des ital. Handels
vermeiden

- Nobilität intrigeirte Gaius in seiner Abwesenheit &
stimmte Freunde um

- Von den Nobiles bestochener Tribun schlug vor, statt in
den Provinzen in Italien 12 Kolonien
zu gründen

- Undurchführbar, da Land fehlt, trotzdem stimmt die
unkritische Menge zu

- Selbst nach 2jähriger Amtszeit war Gaius für den Senat
immer noch gefährlich

- Er floh mit seinen Freunden auf den Aventin

- 121 v.Chr.
wurden sie dort aufgegriffen und getötet

 

8. Folgen für Italien

 

- 10 Jahre
später wurde ihr Agrargesetz wieder abgesetzt

- Seit 111.v.Chr.
waren die Parzellen wieder verkäuflich

- à Grundbesitzer hatten erneut die Möglichkeit, ihr
Gebiet nach Belieben zu vergrößern

- Die blutigen Auseinandersetzungen des Jh. Der
Bürgerkriege standen Rom noch bevor

 

 

9. Einfluss der Gracchen auf röm. Reich

 

- Wirken der Gracchen war größte demokratische Bewegung
der röm. Geschichte

- Leitete trotz nochmaligen Sieges der Nobilität ein Jh.
Pol.-soz. Kämpfe um notwendig gewordenen Änderungen in Gesellschaftsstruktur
ein

Anmerkung des Einsenders: Issen shice Thema & a shice Vortrag, aber vlt hilft es trotzdem jemanden.

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